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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von solelo am 13.09.2005, 10:08 Uhr.

Hui

Jetzt muss ich mich rechtfertigen...

Also, in der Tat, ich habe nie viel mit ihr (sie ist jetzt 6) gespielt. Ich kann damit nichts anfangen. Sie weiß das. Aber wir reden viel, ich erkläre ihr alles, was sie wissen will, ich bin für sie da wenn sie mich braucht, und wir lieben uns. Sie weiß, dass sie sich auf mich verlassen kann, wir schmusen täglich und sie spürt, dass ich sie liebe. Wenn ich mit ihr langweilige Lego spielen müsste, würde sie sicher spüren, dass ich das total ungern mache, und das finde ich nicht richtig. Manche Mütter finden das bestimmt ganz toll, mit ihren Kindern stundenlang langweilige Kinderspiele zu spielen - das finde ich toll und auch beneidenswert, dass man da so aufgehen kann - aber ich eben nicht. Wir machen andere Dinge zusammen.

Sicher ist sie aus dieser "Not" selbständig geworden - ich sehe das aber positiv. Sie kann sich eben selbst beschäftigen, sich selbst helfen, anderen helfen. Außerdem beschwert sie sich nicht. Wenn sie Sehnsucht danach hat, mit mir oder uns zu spielen, dann sagt sie das, und dann spielen wir auch - aber eben auch Sachen, die ICH einigermaßen gerne spiele. Kinderbrettspiele finde ich zwar auch nicht hochinteressant, aber es geht noch; mittlerweile sind da auch ganz lustige Spiele dabei, wie UNO oder so.

Natürlich, als sie jünger war, und Brettspiele nicht drin waren, habe ich auch Mal Bausteine, Barbies und Playmobil gespielt oder ROllenspiele mit irgendwelchen Teddys, Memory und so was. Und als sie ein Baby war habe ich auch langweilige Krabbelgruppen besucht, ich habe ihr die Rassel hin und her gerüttelt, wir waren auch spazieren (totlangweilig), auf dem Spielplatz (ebenso langweilig) und ich hab auch ab und zu Sandburgen mit ihr gebaut (langweilig und dreckig ;-)). Ich fand das ehrlich gesagt saulangweilig, tut mir Leid. Umsomehr musste ich sie auch "zwingen" - indem ich ihr eben NICHT ständig Programm bot - zu lernen, mit anderen Kindern zu spielen und sich auch Mal selbst zu beschäftigen - und das möglichst OHNE TV und ähnliches. Muttersein bedeutet nicht nur, das Babyalter fabelhaft zu finden und darin aufzugehen, ist mancher Leute einfach nicht ihr Ding. Liebe kann man auch anders rüberbringen, und das tue ich, finde ich und findet sie auch. Umso interessanter finde ich nun diese Zeit. Sie geht in die Schule, ich unterstütze sie bei den Hausaufgaben, wir reden über philosophische Fragen, ich erkläre ihr die Welt und wir lesen Geschichten. Das läuft halt so nebenbei. Ich werde mein ganzes Leben lang Mutter bleiben und es kommen noch viele Herausforderungen auf mich zu. Ich MUSS nicht die Kinderspiele toll finden - ich werde aber vielleicht die Pubertät viel eher genießen, im Gegensatz zu denen, die ihre Kinder als Babys lieber behalten hätten, weil sie das Alter so süß finden...

Es wird auch immer wieder gesagt, lieber eine halbe Stunde am Tag, dafür qualitativ hochwertig - ich bin voll und ganz da - als ständig aber schlecht gelaunt weil es mich ankotzt. Oder mit der anderen Hand noch bügeln oder telefonieren, während wir "spielen", ist auch nicht gut. Wie gesagt, am WE gibt es auch meistens Programm.

Und wegen des Kindes, das so anhänglich ist: In der Tat ist auch meine Tochter sehr anhänglich gegenüber anderen. Sie geht auch total gerne zu Oma oder Opa, sie hat gerne Babysitter/Besuch bei sich - kann ich gut verstehen, da ist ständig Programm! Man berichtet mir, sie fragt ständig "und was machen wir jetzt?" - Ist klar, dass sie das toll findet. Und wenn sie auf dem Spielplatz jemanden trifft, der total nett ist und gerne mit ihr spielt, natürlich lässt sie sich diese Aufmerksamkeit nicht entgehen! Wenn wir Bahn fahren (lange Fahrten), dann spielen wir zwar auch Mal (also 4 Stunden still sitzen mute ich ihr nicht zu, da haben wir auch Brettspiele dabei und spielen langweiliges ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst ;-)), aber sie geht auch gerne im Gang rum und guckt, ob noch jemand anderes dabei ist, mit dem sie spielen kann, sei es eine Oma oder ein anderes Kind. Ich finde es aber auch in Ordnung, dass sie bei Oma und Opa und Babysitter so viel Aufmerksamkeit bekommt und sie die auskostet - schließlich sehen sie sich nicht oft, sie haben Zeit und arbeiten nicht. Es ist eine ganz andere Situation und außerdem machen sie es gerne. Ich halt nicht - bzw. nicht alles!

Entscheidend ist, dass sie sich gut entwickelt, sie glücklich ist und ICH auch glkücklich bin und nicht frustriert, weil meine ganze Zeit nur für das Kind drauf geht. Ich habe auch noch ein Leben. Und, sie entwickelt sich prächtig. Sie ist lebhaft, munter, zuckersüß, hat super viele Freunde, kann schnell Kontakte schließen, ist lebensfroh, malt immer lebensfrohe Bilder, sie ist neugierig, kann zuhören, macht sich prächtig in der Schule (erst die erste Woche), sie kann schon lesen und ist super stolz. Ich merke, dass sie mit mir zufrieden ist - sonst würde sie sich beschweren (sie beschwert sich ja auch über andere Sachen, die ihr nicht passen). Und sie zeigt auch gegenüber anderen Bezugspersonen keine Auffälligkeiten (z.B. meiner Mutter gegenüber, die Sonderpädagogin und Psychologin ist (sie hat zwei Mal studiert) und meinem Vater, auch Sonderpädagoge, beide arbeiten mit Kindern, mein Vater mit Kindern von absolut asozialen Familien, die sich wirklich GAR nicht um ihre Kinder kümmern und sich nicht drum scheren, ob das 6-jährige zur Schule geht - die zeigen GANZ andere Symptome (Aggression, Selbstaggression, Schimpfwörter der derbsten Art, Kacken ins Katzenklo nur um Mal die Aufmerksamkeit der Mutter zu bekommen...) - sie haben einen guten Vergleich also, und auch sie meinen, sie entwickeln sich gut.

Ich habe mich selbst mit dem Thema auseinander gesetzt - denn natürlich habe auch ich Angst gehabt, dass mein Verhalten schädlich sein könnte (Rabenmutter), und da sie auch noch eine schmerzhafte Trennung von ihrem leiblichen Vater durchmachen musste, war sie auch schon bei einer Kinderpsychologin. Diese konnte auch keinerlei Auffälligkeiten feststellen und fand, sie entwickelt sich prächtig - also selbst nach dieser Trennung, das heißt, sogar mit einer solchen Rabenmutter wie mir hat sie das gut verarbeiten können, vielleicht durch meine Liebe, die sie trotzdem spürt :-)

Ich höre auch immer wieder "Du bist die BESTE Mama der Welt!" oder "ihr seid die besten Eltern der Welt"... wir zeigen ihr auch, dass wir sie lieben und uns kümmern, indem wir an sie denken, wenn wir getrennt sind, sie anrufen, ihr Postkarten schicken, ihr Mal ne unerwartete Freude machen - sie freut sich rieisig, wenn ich daran gedacht habe, ihr Sandalen zu bringen, wenn ich sie von der Schuel abhole, weil ich gemerkt habe, dass es total heiß geworden ist und ich weiß, dass sie Socken und die warmen Turnschuhe anhat... "MAMA, TOLL!!! Danke, das ist so lieb, dass du daran gedacht hast!"

Hui, jetzt habe ich mich wirklich extrem gerechtfertigt - wie gesagt, ich habe mich selbst mit dem THema schwer auseinander gesetzt - aber für mich zählt nun nur noch das Ergebnis: sie entwickelt sich gut und wir sind alle glücklich.

Gruß
solelo

P.S.: Übrigens, ich bin schwanger. Und mir graust es jetzt schon davor, bald ein Baby im Haus zu haben, das Geschrei, die langweiligen Spiele den ganzen Tag, die WIndeln und so weiter und meine Freiheit wieder um 6 Jahre in die Zukunft verschoben (gemeint ist einfach Mal 20 Minuten alleine einkaufen gehen können). Daher auch die Abmachung mit meinem Freund: Er macht Elternzeit! Ich gehe arbeiten und studieren. Er WILL es machen und er wird es sicher besser machen. Er findet aber Hausaufgabenbetreuung langweilig und zum Schwimmen, zur Musikschule, zum Tanzunterricht bringen blöd - das werde ich dann übernehmen. Urlaub und Programm am WE machen wir gemeinsam. Für alle Kinder, jeden Alters. Ich überwinde mich ja ab und zu auch Mal ;-) Ist ja nicht so...

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