Grundschule

Grundschule

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von Beatlina am 26.07.2005, 22:32 Uhr

Mischklassen...eure Erfahrungen damit

Hallo Mamas,

Ich habe eine Frage zu den Mischklassen.

Meine Tochter besucht eine Montessorischule und kommt jetzt in die 2.Klasse.

Ihre "alte" klasse wird geteilt und sie kommt jetzt mit den erstklässlern zusammen.

Auf dem Elternabend wurde gesagt,das diese Schule das schon seit vielen Jahren so händelt und nur positive erfahrungen damit hat.Also die großen helfen den kleinen u.s.w.

Wie sieht das in der realität aus?Ich kann mir das nicht so recht vorstellen.Ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen dazu postet.

LG
Helen

 
4 Antworten:

Re: Mischklassen...eure Erfahrungen damit

Antwort von Rundinella am 27.07.2005, 10:55 Uhr

Es gibt tatsächlich Schulen, die ein jahrgangsübergreifendes Unterrichten als pädagogisches Konzept befürworten.
Gründe sind z.B. :
- Die Kleinen lernen von den Großen (Verhalten). Die Großen kennen ja bereits alle Klassenrituale, Regeln usw. Die Erstklässler orientieren sich am Verhalten der Großen und finden so schnell in die Klassengemeinschaft.
- Die Großen helfen den Kleinen, die Kleinen den Großen.
- Wenn Kinder das 1. oder 2. Schuljahr wiederholen, dann sind sie länger in einer GRuppe zusammen und es entstehen für das Kind keine allzu großen Umstellungen
- Die innere Differenzierung: Klevere Erstklässler können auch schon z.T. etwas vom Lernstoff der Zweitklässler bearbeiten.
-Hm... mehr fällt mir jetzt auch nicht ein. Es gibt aber doch zahlreiche staatliche Schulen, die nach dem gleichen Konzept arbeiten. Auch gibt es leider derzeit auch immer mehr Schulen, die dazu gezwungen werden, da es aufgrund mangelnder Schülerzahlen zu einer Klassenzusammenlegung kommt. Die Lehrer sind dann darüber meist nicht so begeistert. Wenn du zu diesem jahrgangsübergreifenden Unterricht noch Infos brauchst, dann geb doch mal den Begriff bei Google ode so ein. Da findest du sicher was.
Ich persönlich halte nicht so viel von dieser päd. Vorgehensweise, denn ich finde, dass sich die Kinder eines Jahrgangs schon z. T. ganz enorm in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung unterscheiden und in unterschiedlichem Maße gefördert werden müssen. Wenn man das sorgfältig machen möchte, dann stößt man da schon mal an seine eigenen Grenzen. Wenn man in der Klasse differenziert arbeitet und die Kinder unterschiedlicher Leistungsniveaus ansprechen möchte, dann müssen z.T. bereits verschiedene differenzierte ARbeitsblätter gestaltet werden. Beim jahrgangsübergreifenden Unterrichten denke ich, dass es eine enorme Vorbereitungszeit für den Lehrer bringt, da die Kinder ja noch stärker in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung auseinander sind. Auch haben sie z.T. schon innerhalb eines Jahrgangs schon ganz unterschiedliche Interessen und Neigungen, die man ja auch berücksichtigen muss (übertrieben gesagt: was der eine noch total süß und toll findet, ist für den anderen total kindisch und out). Na ja, ich bin auf jeden Fall froh, dass ich nicht ständig (außer mal in Projektwoche oder so) jahrgangsübergreifend unterrichten muss. Sicher gibt es auch positive Aspekte dafür, aber ich bin da nicht so begeistert.
Was ich mir evtl. vorstellen kann, ist das klassenübergreifende Arbeiten in Nebenfächern wie Musik, Kunst usw. In Mathe und Deutsch finde ich es schon sehr schwierig, wenn u.u. in verschie-denen Büchern gearbeitet wird. Aber: früher hat es ja auch geklappt!Wichtig ist auf jeden Fall die Klassengröße. Je kleiner die Lerngruppe, desto besser (meine Sicht).

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Biete Mischklasse 1.-4. Klasse

Antwort von Biene am 27.07.2005, 14:01 Uhr

und es funktioniert klasse!! Ist auch eine Monte und da wir 2 Lehrer haben pro Klasse funktioniert das klasse!
Es ist eine Lehrerin und eine Päd. Fachkraft also Erzieherin.

LG

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Mischklassen...eure Erfahrungen damit

Antwort von Christiane66 am 30.07.2005, 8:54 Uhr

Hallo,

an unserer (staatl.) Grundschule gibt es seit 1999 jahrgangsgemischte Klassen 1/2. Mein Sohn (7) besucht seit März `04 (an unserer Schule wird auch 2-mal jährlich eingeschult, um so noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen) eine solche "Modellklasse" und wir sind bislang sehr zufrieden. Meinem Sohn liegt das Konzept auch.

Ich sehe ganz grob dargestellt folgende Vorteile in der Jahrgangsmischung:
- Kind kann sein eigenes Lerntempo individuell bestimmen und sich den Lehrstoff entsprechend seiner Fähigkeiten/ Neigungen/ Können schneller oder langsamer aneignen
- Kind lernt selbstständig zu arbeiten, indem es bspw. seine Aufgaben aus
Wochenplänen eigenständig zusammenstellt und erarbeitet
- "Die Kleinen lernen von den Grossen"-Grundsatz: was das Sozialverhalten angeht glaube ich können die Kleinen in der Tat von den Grossen lernen, wobei da die Erwartungen nicht so hoch gehängt werden sollen. Nicht jedes ältere Kind hat aufgrund seines sozialen Verhaltens Vorbildfunktion.... An unserer Schule gibt es für die neuhinzugekommenen SchülerInnen ferner die Patenschaften, d.h., ältere, erfahrene Modellklassenkinder bekommen Patenkinder, die sie in den ersten Wochen an der Schule unterstützen, um sich zurechtzufinden.
- was das Arbeiten anbelangt: Teamarbeit/ Kleingruppenarbeit sind wesentliche Bestandteile unseres jgü. Konzepts. Da arbeiten Jüngere mit Älteren zusammen und meines Erachtens profitieren die "Kleinen" doch sehr stark vom Wissen der älteren Schüler

Nachteile/Risiken:
- Klasse darf ncht zu gross sein, damit Integration möglich ist. Mein Ideal wären höchstens 18 Kinder. Leider liegt die Vorstellung unseres Rektors bei 23plus/monus bei einem Lehrer....
- Lehrer/in muss absolut fit sein. Vorbereitung des Unterrichts ist eine riesige Herausforderung und die Lehrkraft muss zu 100% hinter dem Konzept stehen. Sonst funktioniert es nicht (richtig).
- nicht jedem Kind liegt Modellklasse. Regelmäßiger Austausch/ Gespräche zwischen Eltern und Lehrer sind m.E. absolutes Muss, um feststellen zu können, ob das Kind sich in dem Konzept zurechtfindet

Das sind so meine Hauptgedanken zum jahrgangsübergreifenden Konzept. An unserer Schule wird das Modell von Eltern und Lehrern stark befürwortet, so stark, dass es ab dem kommenden Schuljahr eines jahrgngsgemsichtem die erste, 3/4 geben wird.
Darauf bin ich schon sehr neugierig, könnte mein Sohn ja in so eine Klasse....

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen

LG

Christiane

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Danke!Ihr habt mir echt weitergeholfen:-))(o.T)

Antwort von Beatlina am 30.07.2005, 11:11 Uhr

,

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Die letzten 10 Beiträge im Forum Grundschule

Anzeige

Paidi

Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.