Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von max am 11.03.2005, 12:00 Uhr

soll Kind zum Papa auch wenn es nicht will?

Hi!
Mich beschäftigt irgendwie das "Problem" meines Freundes. Er hat einen 7 jährigen Sohn der (meiner Meinung nach) von der Mutter falsch "erzogen" wird.
Die Mutter ist sehr auf ihn fixiert und der Sohn wird immer gefragt: willst du heute bei der Oma schlafen oder beim Papa? Da ist er dann immer lieber bei der Oma weil er dort natürlich mehr darf als beim Papa.

Ich finde das so nicht richtig, weil sie dadurch die Beziehung zw. Kind und Papa mehr oder weniger manipuliert bzw. zerstört. Wir machen es bei Lisa nämlich so, heute schlafst du beim Papa und so ist es und nicht anders. Und so gibt es auch keine Probleme.

Mein freund hat kein gutes Verhältnis zu seiner Ex (eben wegen solcher Uneinigkeiten) und das kriegt auch der Sohn mit, eh klar. Dadurch haben sie auch kein geregeltes Papa Wochenende oder so. Und er ist darüber sehr unglücklich.

Wie handhabt ihr das so? Ich finde halt, sie schadet damit nachhaltig ihrem Sohn wenn er gar nicht die Chance hat eine ordentliche Beziehung zum Papa aufzubauen (obwohl er sich gerne mehr kümmern würde).

lg max

 
10 Antworten:

P.S. Eigenverantwortung beim Kind

Antwort von max am 11.03.2005, 12:15 Uhr

Wie haltet ihr das eigentlich bei euren Kindern? Inwieweit werden sie in Entscheidungen mit eingebunden? Ich meine, klar, ich lasse Lisa (5,7) viel selbst entscheiden, was sie anziehen möchte, spielen,...aber bei gewissen Dingen denke ich, kann ein Kind noch gar nicht abschätzen, was gut für es ist (z.b. Beziehung zum Papa). Und da haben dann die Eltern die Pflicht, für das Kind zu entscheiden. Zumindest bin ich da bei Lisa immer gut gefahren.

Und wenn es keinen triftigen Grund gibt dass Kind nicht zum Papa geht (kümmert sich schlecht,...) gibt es da für mich nichts zu überlegen finde ich.

Wie läuft das bei euch ab? Würde mich echt interessieren? Was dürfen eure Kids alles selber entscheiden?

Er wird z.b. auch gefragt, mit wem willst du schifahren gehen, mit Mama oder mit Papa? klar, wenn schon mal so gefragt wird, geht er mit Mama, da kann er nur ob er will oder nicht, mit ihnen mitfahren. Finde ich ganz schön gemein.

lg max

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Also bei uns ist es so:

Antwort von Andrea25 am 11.03.2005, 12:19 Uhr

waren beim ja und haben eine umgasregelung unterschrieben, okay er hält sich nicht wirklich dran aber die sieht so aus:
alle 14 tage von freitag bis sonntag und 1 wechselnder wochentag mit übernachtung. geht zum ja und verlangt nach einer solchen vb.
kommt aber immer auch darauf an ob die das gemeinsame sorgerecht haben. wenn die mutter das allkeinige hat, ist es immer etwas schwieriger. aber das ja kann eigentlich zimlich gut vermitteln....

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Re: P.S. Eigenverantwortung beim Kind

Antwort von RainerM am 11.03.2005, 12:31 Uhr

Hi,
in dem Alter gibt es für die Kinder oft Probleme, wenn man ihnen Alternativen zur Auswahl stellt.

Oma oder Papa?

Blöde frage an ein Kind... wenn das dann noch auf alles weitere ausgedehnt wird, dann trudelt das Kind also durchs Leben?

Schule oder Spielen?

Wäre ja acuh eine tolle Wahl....

Nein, ich denke dass bei solchen Dingen dem Kind keine Alternativen anzubieten sind.

CU

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wollte eigentlich eher wissen

Antwort von max am 11.03.2005, 12:33 Uhr

wie ihr das handhabt wenn das Kind nicht hin will oder ob es vorher gefragt wird: willst du zum Papa?
Und wie ihr das allgemein so handhabt.

Inwieweit bezieht ihr eure Kinder in Entscheidungen mit ein? Was ihr unternehmt oder egal was.

Ich glaube einfach, dass ein 6jähriger noch gar nicht entscheiden kann/soll wo er lieber sein will. Das überfordert ihn doch denke ich. Seine Mutter sieht das aber nicht ein und sie haben deswegen schon oft gestritten.

lg max

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Danke Rainer

Antwort von max am 11.03.2005, 12:34 Uhr

ist auch meine (und die Meinung meines Freundes). Nur er kann es nicht seiner Ex vermitteln.

Wollte nur auch mal wissen, ob ich mit meiner Meinung richtig liege.

lg max

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Re:

Antwort von RainerM am 11.03.2005, 12:46 Uhr

Hi,
vielelicht kann er es ihr bewusst machen, wenn er ihr sagt, dass er dem Kind ja auch nicht die Wahl lässt, ob er es zur Mama oder Oma zurückbringen solle.

Auf solche Weise drillt man sien Kind darauf, sich die Rosinen rauszupicken.

Immer das zu nehmen, was einen im Moment besser passt/gefällt.

Nur diese Wahl lässt das Lebnen auf Dauer nicht zu.... irgendwann rächt es sich, wenn das Kind schon von anfang an gelernt hat, aus einer Auswahl die angenehme Variante zu nehmen.

cu

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@Rainer

Antwort von max am 11.03.2005, 12:59 Uhr

Hi!
Ja, du hast schon recht. Nur, wir denken beide, dass der Sohn für sie wohl Partnerersatz ist, sie ist schon lange solo. Sie nimmt ihn auch überall hin mit und wenn sie am WE zu hause ist, ist er immer dabei. Sie wüßte sich alleine gar nix anzufangen weil ich mal gesagt hab, sie soll mit Freundinnen was machen oder alleine entspannen. Aber das will sie gar nicht.

Ist im Grunde nicht mein Problem, aber es beschäftigt mich doch.

lg max

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Sehe ich genauso

Antwort von Janka_ am 11.03.2005, 15:19 Uhr

Huhu Max!

Ich mache auch deutliche Ansagen a la, heute schläfst du beim Papa. Meist sage ich Fips (4 Jahre) auch schon einen Tag vorher Bescheid, das es morgen zum Papa geht. Und da gibt es keine Fragerei. Wie du schon schreibst, so entsteht gar nicht erst eine Fragestellung.
Es gab mal eine Zeit, da wollte Fips aus unbegreiflichen gründen auch nicht zum Papa, bzw. wenn er dann war, wollte er auch nicht zurück, wir haben es dann so gehandhabt, dass ich sagte, du gehst mit Papa mit, und wenn du da bist und immer noch nicht bleiben willst, rufst du an und ich hol dich. Dieser Fall trat dan aber auch nie ein. Ging natürlich auch nur, weil sein Vater und ich uns noch ganz gut verstehen.
Wenn ich Fips jeden Tag fragen würde, wo er schlafen möchte, könnte ich sein Zimmer hier bei mir untervermieten, Fips würde dann glatt zur Oma ziehen.

LG Janka

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Eigenverantwortung

Antwort von Leena am 11.03.2005, 16:28 Uhr

Stimme Euch inhaltlich zu - ich denke, es gibt Dinge, die kann ein fünf-, sechsjähriges Kind selbst entscheiden (lieber Wurst oder lieber Käse aufs Brot, lieber auf den Spielplatz oder am Fluß spazieren gehen etc.), und es gibt Dinge, da stelle ich mein Kind (wird jetzt sechs) auch nicht vor irgendwelche Auswahl - z.B. über Kindergartenbesuch, Arztvisite, dicke Jacke im Winter etc. besteht meiner Meinung nach kein Diskussionsbedarf, man geht eben in den Kindergarten bzw. zum Arzt, man zieht sich bei Kälte warm an - Punkt. Genauso auch beim Übernachten - mein Kind schläft regelmäßig bei seinen heißgeliebten Großeltern, aber da weiß es auch genau, an den-und-den Tagen schläft es dort, im "Normalbetrieb" schläft es hier, das ist eben so. Wobei ich allerdings denke, hier ist eine gewisse Regelmäßigkeit/Verlässlichkeit im Alltag fürs Kind wichtig, und bei ernstlichem Widerstand müsste man sich ggfs. die Gründe dafür anschauen, auf manches kann man eingehen, auf manches nicht. Also - inhaltlich gebe ich Euch Recht, es ist eigentlich einem Kind gegenüber nicht fair, es so vor die Wahl zu stellen von wegen "möchtest du lieber bei Oma oder bei Papa schlafen", zumal wenn von Seiten der Mutter eventuell noch signalisiert wird, der Mutter wäre es vielleicht lieber, wenn es bei der Oma schliefe (ohne jetzt jemandem irgendetwas unterstellen zu wollen!).

Auf der anderen Seite - das Problem Deines Freundes ist ja wohl eher, sich mit seiner Ex auf feste Besuchszeiten bzw. letztlich ein verlässliches Fundament für eine solide Vater-Kind-Beziehung zu einigen, und für mich klingt es auf Anhieb eher so, als ob die Ex ziemlich verletzt wäre und deshalb nicht unbedingt ein Bedürfnis danach hätte, ihm im Leben des Kindes eine ernstlich hohen Stellenwert einzuräumen, um es mal so zu formulieren. Nur was er da tun könnte.... keine Ahnung, sorry!

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Mal ne andere Frage ...

Antwort von matiz am 11.03.2005, 21:59 Uhr

In welchem Alter können bzw. dürfen Kinder denn selbständig entscheiden, bei wem sie z.B. wohnen wollen oder ob sie jemanden übers WE besuchen wollen oder nicht bzw. wie oft?

Gibts da eine gesetzliche Altersregelung oder wird das individuell entschieden?

LG, matiz

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