Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von yola am 19.07.2005, 17:05 Uhr

Eine Schlacht ist gewonnen!

Hallo Ihr Lieben,

habe mich lang nicht mehr gemeldet. Letzten Mittwoch war wieder Mal Gerichtstermin wegen der Entführungsklage. Der KV ist wieder nicht erschienen, hat aber eine luxemburgische Anwältin geschickt. Die Richterin war davon nicht sehr erbaut, weil sie auf Ersuchen des KV hin extra den Termin verlegt hatte und ihn persönlich befragen wollte.
War schon heftig, was da abging. Ich hätte nie gedacht, dass vor Gericht so dreist gelogen wird. Seine Anwältin hat doch glatt behauptet, ich hätte ihm den Umgang mit den Kindern verweigert (eher das Gegenteil war der Fall, ich wäre selig gewesen, wenn er mir die Zwillinge mal ein, zwei Tage abgenomment hätte) mit der Absicht, dass sie dann aufgrund des Kindeswohls, weil sie ja vom Vater entfremdet seien, nicht zum Vater zurückgeschickt werden könnten. Das war schon ein starkes Stück. Wenn meine Anwältin mich nicht gebrieft hätte, wie ich mich zu verhalten habe, ich wäre glaube ich an die Decke gegangen...
Der Papa, oder vielmehr seine Anwältin konnte dann auch nicht glaubhaft machen, dass die Versorgung der Kinder bei ihm gewährleistet wäre und gestern kam das Urteil: KEINE sofortig Rückführung nach Berlin!!!
Eigentlich müsste ich jubeln, aber ich habe schon so viele (böse) Überraschungen mit dem KV erlebt, ich bin erst ruhig, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist. Und dann stehen ja noch zwei Prozesse vor dem Familiengericht hier und in Berlin an.
Aber eine grosse Sorge ist jetzt weg!!!

Alles Liebe an Euch

Christiane

 
4 Antworten:

Re: Eine Schlacht ist gewonnen!

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 21.07.2005, 9:22 Uhr

Na, das ist doch mal eine gute Nachricht!!!!! Herzlichen Glückwunsch!

Jetzt wird der Rest auch gut laufen. In fast allen Fällen orientieren sich die Richter am ersten Urteil.

Ich freue mich für Dich!!!

Liebe Grüße,
Elisabeth.

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Hallo Elisabeth,

Antwort von yola am 21.07.2005, 10:54 Uhr

schön, von Dir zu hören.
Du bist ja schon 'Expertin' bei solchen Geschichten.
Erleichtert bin ich schon, aber so ganz ruhig, werde ich wohl glaube ich erst sein, wenn alles geregelt ist.
Traurig bin ich auch, auch für den Vater der Jungs.
Er sagt jetzt, (höre ich nicht von ihm direkt, mit mir kommuniziert er nicht, sondern von der Staatsanwältin) eigentlich wolle er nur einen Vergleich, und die Kinder auch nicht wirklich bei sich, sondern nur Besuchsrecht - Sachen, die er auch ohne Gerichtsverhandlung freiwillig schon immer hatte, wenn er sie denn nur in Anspruch hätte nehmen wollen. Warum dann erstmal mir einen Prozess an den Hals hängen? Um Druck zu machen? Um mir Angst zu machen? Um mich mürbe zu machen, damit ich zu allem Ja und Amen sage? Um mich finanziell in die Enge zu treiben?
Denn er weigert sich ja, die Kinder zu sehen, oder sie mal mit in Ferien zu nehmen, weigert sich sogar, das überhaupt in Erwägung zu ziehen...
Aber mir wird dann unterstellt, ich würde ihm die Kinder auf perfide Art und Weise entziehen.
Na ja, es ist wie es ist. Ich bin froh, wenn die Dinger erstmal klar geregelt sind.
Wie geht's denn jetzt bei Euch? Ich war jetzt lange nicht im Forum, aber ganz einfach stell ich mir diese "Glienicker-Brücke-Übergabe" nicht vor.
Sei ganz lieb gegrüsst

Christiane mit Max und Richard (geb. 27.11.2003)

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Re: Hallo Elisabeth,

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 21.07.2005, 11:30 Uhr

Ach ja, die Glienicker Brücke ;-).

Hat sich derzeit erledigt, weil mein Ex verschollen ist. Er meldet sich nicht, reagiert weder auf Mails noch auf SMS, er ist weg, untergetaucht, verschollen, geflüchtet, keine Ahnung. Gerüchten zufolge weilt er in London bei seinem Bruder und macht sich dort selbstständig. Soll mir recht sein.

Im Grunde schneidet er sich ins eigene Fleisch. Ich schließe nicht aus, daß er sich demnächst meldet und das ABR wieder einfordert. Aber je länger er sich nicht meldet, desto geringer seine Chancen. Deswegen mache ich auch alles schriftlich und hebe alle Mails und SMS auf.

Ich weiß: Richtig beruhigt ist man erst, wenn alles vorbei ist. Da helfen auch alle Wahrscheinlichkeiten und guten Argumente nichts. Ein Restrisiko ist vor Gericht ja immer - wie heißt es so schön: "Vor Gericht und auf hoher See ist man allein in Gottes Hand". Bei mir knabbert auch noch so ein kleiner Kobold und macht mir Sorgen, weil ich auch 6 Wochen nach der Verhandlung das Urteil noch nicht vorliegen habe. Meine Eltern haben kürzlich das Urteil wegen der Wohnungszuweisung bekommen (als Vermieter), aber ich habe noch nichts. Und er hatte ja gedroht, daß er Einspruch gegen die Scheidung einlegen wollte.

Aber ich hatte gestern das Abschlußgespäch mit der Sozialtherapeutin, die Fumi begleitet hat. Und die ist mit Fumis Fortschritten sehr zufrieden. Fumi hat sich gut gefangen, das macht mir Mut. Ich denke, wir drei - die Kinder und ich - sind inzwischen ein gutes Team geworden.

Ich habe immer nach den Gerichtsterminen den Kindern sauteure Klamotten gekauft ;-). (Unten im Amtsgericht ist ein superschöner Designer-Kinderklamottenladen.) Als Belohnung und Beruhigung für mich, sozusagen. Vielleicht findet Du etwas Billigeres für Dich ;-). Aber generell ist so eine Belohnung/Beruhigung angebracht, finde ich.

Liebe Grüße,
Elisabeth.

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Re: Hallo Elisabeth,

Antwort von Yola am 21.07.2005, 14:10 Uhr

Hihi,
ja, Belohnung... ich bin nach dem Gerichtstermin (15 Uhr) am hellichten Nachmittag auf eine Terrasse und habe mit ihr ein Glas Rosé getrunken. Wann ich das letzte Mal (in Ruhe) in einem Café gesessen habe weiss ich gar nicht mehr... mein Luxus ist Zeit - ich lebe im Moment sehr billig, weil ich einfach keine Zeit habe, einzukaufen, geschweige mir denn in Ruhe mal was anzuschauen. Ist ja auch nicht schlecht.
Dass Dein Ex-Mann 'verschollen' ist und Du gut damit zurechtkommst kann ich sehr gut nachempfinden. Mir geht es ähnlich. Ich bin auch am ausgeglichensten (und die Kinder auch) wenn wieder mal 'Funkstille' von Papas Seite herrscht. Anfangs habe ich ja noch alles Mögliche unternommen, um in solchen Zeiten den Kontakt wieder aufleben zu lassen, aber nach der ich-weiss-nicht-wievielsten unbeantworteten AB/Mailbox-Nachricht, eingehängten Telefonhörer, sobald er meine Stimme hört, unbeantworteten E-mails habe ich mir gesagt, es ist OK, wenn ich akzeptiere, dass er den Kontakt nicht will. Er hat jederzeit die Möglichkeit, die Kinder zu sehen, wenn er den Wunsch äussert, aber es ist nicht meine Aufgabe, ihm die Verantwortung der 'Kontaktpflege'mit den Kindern abzunehmen. Natürlich nagt da immer noch eine Sorge, was er sich wohl als nächstes einfallen lässt, und dann sagt seine Mutter ihren Besuch bei den Kindern ab, weil es dem KV anscheinend so schlecht geht, dass sie ihn keine Woche länger alleine lassen kann... und dann ist wieder mal Funkstille auch von der Seite seiner Mutter. Natürlich mache ich mir Sorgen um ihn, wenn ich sowas höre, frage mich, was da wohl dahintersteckt. Ob's ihm wirklich so schlecht geht, oder ob es nur eine Manipulation ist, um zu verhindern, dass die Grossmutter Zeit mit den Kindern verbringt... Ich weiss es nicht, und ich bringe auch nichts in Erfahrung. Sein Bruder und seine Mutter sagen nichts, seine Schwester weiss nichts...da sag ich mir dann auch, dann lass ich's halt und seh zu, dass ich unser Leben gut auf die Reihe krieg.

Du lebst in Süddeutschland, nicht wahr? Schade dass es soweit weg ist, sonst hätten wir uns mal zusammen ins Café setzen können.

LG

Christiane

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