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Geschrieben von joso1 am 04.08.2011, 13:27 Uhr

AE Mütter und Vollzeit-ok-dann halt kein Kind, liebes Deutschland ..PS@bob..

Ohne Emotionen und realistisch betrachtet:
Käme das Problem auf mich zu: Vollzeit oder Kind/weiteres Kind, würde ich wahrscheinlich Vollzeit arbeiten.
Gut Auf mich kommt das Problem nicht zu, da ich die Ausrede habe mit 45J schon u alt zu sein.
Mein Kind hab ich als "Nur Hausfrau" mit 37 J bekommen.
Meine Vollzeitarbeit heute sieht so aus:
100% d.h. 42 Std. Regelarbeitszeit
+ ca 15 Überstunden in der Woche
+ im Schnitt 8-10 Nachtdienste pro Monat (machen 2 pro Woche) mit jeweils insges. 24h (+ Ü-Std 26h am Stück).
Wochengesamtarbeitszeit ( vor allem jetzt in der Urlaubszeit) ~ 70-88h/Woche!!!!!
So. Und nun stelle ich mir vor, dass mein Mann nicht von zuhause aus arbeitet und auf unsere Tochter wartet wenn sie um 17.00h aus dem Hort kommt, sie nicht in die Schule bringt, und vor allem nicht für sie da ist wenn ich Nachtdienst habe und überhaupt nicht heim komme!
Wie bitte sollte das funktionieren??????
Ich habe zum direkten Vergleich eine Kollegin, die - weil AE- nur Teilzeit arbeiten KANN !!!!!!!---- dementsprechend die Hälfte verdient und trotzdem noch mit einer Durchschnittlichen Arbeitszeit von etwa 40 h pro Woche ohne die Unterstützung ihrer Eltern zeitlich gar nicht über die Runden käme.
Dann wiederrum lese und höre ich das deutsche Lamentieren wegen oooh wir haben zu wenig Kinder und es ist ja alles soo schrecklich.
Bitte wer soll sich denn bei diesen , vor allem deutschen Zuständen um Kinder kümmern??????

Anders Bsp. Als ich noch studierte haben halt alle AE-Komilitoninnen
von der Sozialhilfe gelebt- ausser sie hatten wohlhabende Eltern.
Und zum Thema mehr AE Männer:
Das mag viell. in deinem Dorf so sein Bobfahrer, aber die Realität in Prozent ausgedrückt sieht anders aus: Auf 7 AE Mütter kommen günstigstenfalls 3 AE Väter--- die leben wahrscheinlich alle in deiner Gegend.
lG J

 
10 Antworten:

Re: AE Mütter und Vollzeit-ok-dann halt kein Kind, liebes Deutschland ..PS@bob..

Antwort von bobfahrer am 04.08.2011, 13:32 Uhr

...3 zu 7 sind so viel das man langsam mal Anfangen dürfte Umgangssprachlich sowie in den Medien nicht mehr nur von Müttern zu reden. Nochmal ein fred, na gut....


Wir gehn jetzt in den tiefen Stollen nach Aalen, wer lust hat .....

Re: AE Mütter und Vollzeit-ok-dann halt kein Kind, liebes Deutschland ..PS@bob..

Antwort von groschi am 04.08.2011, 13:45 Uhr

ich habe andere zahlen gefunden:
http://www.stern.de/panorama/statistisches-bundesamt-zahl-der-erwerbs taetigen-alleinerziehenden-frauen-steigt-1588252.html

zitat: Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen

Re: AE Mütter und Vollzeit-ok-dann halt kein Kind, liebes Deutschland ..PS@bob..

Antwort von Maximum am 04.08.2011, 14:12 Uhr

ist doch egal ob Mütter oder Väter...das Gesetz ist für alle gleich,es bezieht sich auf den Unterhalt welche an den/die Exmann-frau gezahlt werden muß

meine Kinder krieg ich nicht für Deutschland

Antwort von like am 04.08.2011, 14:26 Uhr

Wenn der KINDSunterhalt vom Mann kommt, dürfte aber bei vielen Frauen mit ordentlicher Ausbildung auch Teilzeit reichen, um einigermaßen über die Runden zu kommen - bei dir, joso, als Ärztin, doch sicher?
Es ZWINGT doch niemand alleinerziehende Frauen, Vollzeit zu arbeiten. Sie bekommen eben nur keinen UNTERHALT vom Mann.

Nun ja - eine Scheidung ist wohl IMMER mit Verschlechterung des Lebensstandarts verbunden. Für frühere Generationen war deshalb eine Scheidung o.ä. oft gar nicht möglich - da sind Teile der Familie halt dann ganz einfach verhungert, wenn ein Ernährer weg fiel. Da sind die Freiheiten ja heute schon ein bisschen weiter geworden, aber es SIND da halt einfach Grenzen gesetzt.
Das sind die Risiken des (Ehe)lebens. Vielleicht machen wir die unseren Kindern (Töchtern?) schonmal bewusst, dann tappen sie nicht leichtfertig in eine Ehe mit jedem x-beliebigen Schluri, der halt gerade den Hormonstatus durcheinanderwirbelt.

Zudem läuft da bei uns auch in der Arbweitswelt gehörig was schief. WARUM muss jemand mit 42 Stunden Arbeitszeit wöchentlich noch 15 - 20 Überstunden klopfen? Und andere stehen dafür mit gleicher Ausbildung arbeitslos auf der Straße?

Bei uns hier im Dorf gibt's übrigens weit und breit keine Vollzeitbetreuung für Kinder. Betreut bis 13 Uhr ist das höchste der Gefühle für Schulkinder.
Hort? Was ist das?

Na ja, und bei den ganzen Diskussionen frage ich mich schon immer wieder, ob ERWERBSARBEIT wirklich der Lebensinhalt ist, für den wir auf Erden sind? Da braucht man schon DEN Traumjob, um das aus ganzem Herzen zu bejahen und sich nicht nur von der Industrie und dem Arbeitsmarkt einreden zu lassen. Und wie viel Prozent der Bevölkerung haben den schon....?

Re: meine Kinder krieg ich nicht für Deutschland

Antwort von Babyproject05 am 04.08.2011, 15:28 Uhr

"Zudem läuft da bei uns auch in der Arbweitswelt gehörig was schief. WARUM muss jemand mit 42 Stunden Arbeitszeit wöchentlich noch 15 - 20 Überstunden klopfen? Und andere stehen dafür mit gleicher Ausbildung arbeitslos auf der Straße?"

Das ist in Josos Berufssparte aber keineswegs unüblich, und ich kann versichern, dass SIE selbst daran keine Schuld hat (sondern höchstes das Personalmanagement der Klinik, das nicht genug Ärzte einstellt. Joso, du arbeitest doch im Krankenhaus, oder?).

Mein Mann hat sich vor Jahren vom ausbeuterischen Klinikalltag verabschiedet und schafft nun nur noch als Honorarkraft. Fazit: halbe Stundenzahl, gleiches Gehalt. DAS ist zumindest familienfreundlich!

ich weiß

Antwort von like am 04.08.2011, 16:16 Uhr

ich meinte halt, dass in der Arbeitswelt in Deutschland diesbezüglich was schief läuft. Bei meinem Mann ist es ja das Gleiche. Keine Ahnung, wie man das ändern kann, der einzelne wohl eh nicht....

Ich finde auch...

Antwort von MM am 04.08.2011, 16:54 Uhr

... (schrieb ich auch unten irgendwo), dass in der Arbeitswelt diesbezüglich einiges scheif läuft :-/, und das nicht nur in Deutschland. Da muss sich leider noch viel ändern!

Re: Ich finde auch...

Antwort von Caipiranha am 04.08.2011, 17:13 Uhr

Ich habe aber schon den Eindruck, daß es besser wird, insbesondere, da doch nach und nach ein gewisser Generationenwechsel stattfindet und die Zahl derer, die diese "Probleme" kennen, immer mehr wird. Immer mehr Männer kennen es von ihren eigenen Frauen, wie schwer es ist, Familie und Beruf im Alltag auf die Kette zu bringen und sind verständnisvoll und kooperativ.

Mein Mann und ich hatten heute beide ein Kind mit im Büro, weil es nicht anders ging. Das wäre noch vor 10 Jahren undenkbar gewesen. Mein Chef ist, unfreiwillig, kinderlos, fast 60, kommt aus der "Frauen bleiben zu Hause"-Generation, aber er freut sich am meisten, wenn ich einen "Junior"-Berater mitbringe.

Ein Umbruch findet statt, aber das ist immer ein Prozess und passiert nicht von heute auf morgen.

Was mir im Alltag fehlt ist wirklich das mangelnde Betreuungsangebot. Ich suche seit 8 Wochen vergeblich eine Kinderfrau, hier findet viel zu wenig Förderung dieses Berufsstandes statt.

OK, stimmt schon...

Antwort von MM am 04.08.2011, 17:24 Uhr

... aber es geht sehr langsam.
Hier in Tschechien gibt es zwar eine recht gute Infrastrukur bzgl. KiGas (i.d.R. bis nachmittags um 17 Uhr auf), Schulen (alle Grundschulen haben Mittagessen und Nachmittagsbetreuung) usw. - aber es gibt zuwenig KiGA-PLätze und im Bereich der Betreuung von Kleinkindern gibt es kaum was, nichtmal Tagesmütter, zumindest bisher nicht "legal" (die mittlerweile wieder abgewählte letzte Regierung hatte da einen Vorstoss gemacht, der aber jetzt wieder auf Eis liegt)... Wenn es das in irgendeiner Form gibt, dann eher inoffiziell als gegenseitige Nachbarschaftshilfe.

Krippen haben hier noch aus Vorwende-Zeiten ("Verwahranstalten", denn "in einem Arbeiterstaat müssen ja immer alle arbeiten" - blöd gesagt ;-))) einen schlechten Ruf und viele sind geschlossen worden. Drei Jahre Elternzeit ist normal und für die meisten auch OK (obwohl manche auch nichts gegen eine Pause von nur 2 Jahren hätten, wäre die Betreuung gelöst, das stimmt!), nur gibt es dann oft Probleme mit dem Wiedereinstieg, da häufig eben keine Teilzeit möglich... Aber es ändert sich langsam, das stimmt schon - man sollte auch das Positive sehen :-)!

Karriere in Teilzeit...

Antwort von Leena am 04.08.2011, 22:15 Uhr

...bei uns gibt es zunehmend Bestrebungen, die Leute, die familienbedingt "ausfallen", nach Möglichkeit eben nicht ganz oder wenn, dann nicht für lange, zu "verlieren", von daher gibt es bei uns jetzt wirklich sehr gute Arbeitszeitregelungen und es gibt (mittlerweile, früher war das auch anders!) fast kein denkbares Teilzeitmodell, was es nicht gibt...

Wobei ich zugeben muss - es ist alles andere als einfach, Strukturen und vor allem Denkmodelle in den Köpfen aufzubrechen.

Aber - seit unser oberster Chef ein alleinerziehender Vater ist (soviel zum Thema von Bob, und ob der Minister Unterhalt bekommt, weiß ich jetzt nicht einmal, keine Ahnung!), tut sich bei uns tatsächlich von oben herunter etwas.

Ich bin heilfroh, dass er uns auch nach der letzten Wahl erhalten geblieben ist!!!!!!

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