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Schwangerschaft - Fragen und Antworten





 
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Ausfluss

Während der Schwangerschaft ist ein erhöhter und dünner Ausfluss normal. Die Scheide wird stärker durchblutet, es wird mehr natürliche Scheidenflüssigkeit produziert. Das Scheidenmilieu ist mit einem pH-Wert unter vier leicht sauer, was das Wachstum gefährlicher Keime verhindert.
Diese natürliche Schutzfunktion sollte nicht durch zu viel Hygiene zerstört werden, auf Scheidenspülungen und Intimsprays sollte verzichtet werden.

Sollte der Ausfluss verfärbt sein, die Konsistenz ungewöhnlich oder der Geruch unangenehm sein, so kann eventuell eine Scheideninfektion vorliegen. Diese muss ärztlich behandelt werden, da sie unter Umständen eine Fehlgeburt oder eine Frühgeburt auslösen kann.
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Ausfluss
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Hebamme Martina Höfel zu dem Stichwort  Ausfluss
 
Frage: Ausfluss während der Schwangerschaft

Sehr geehrte Frau Höfel,
ich bin in der 18. Woche schwanger und habe nie Beschwerden gehabt. Seit einigen Tagen habe ich weißen Ausfluss. Ich habe nie geblutet, sondern kann wirklich nur diesen weißen Ausfluss feststellen. Ist dieser Ausfluss gefährlich? Was hat er zu bedeuten? Ist er vielleicht auch normal?
Außerdem bemerke ich so gut wie gar nichts von meiner Schwangerschaft. Ist das auch normal? Ich mache mir nämlich ständig Sorgen, weil ich einfach nicht merke, dass ich schwanger bin. Wenn ich es nicht wüsste, dass würde ich es auch nicht merken.
Ich würde mich sehr über eine Antwort per e-Mail freuen.

mfG
Jenny Hund


Antwort

Liebe jenny,

ja, verstärkter Ausfluss ist völlig normal, da das Gewebe im kleinen Becken sehr viel besser durchblutet wird und von daher auch verstärkt arbeitet. Solange der Ausfluss weiss und geruchsneutral ist, ist er in Ordnung.

Es gibt Frauen, die merken nichts - keine Übelkeit, keine weiteren Beschwerden. Spätestens in der 22. SSW werden Sie Kindsbewegungen spüren, dann ist das Schwangersein nicht mehr ganz so abstrakt!

Liebe Grüße
Martina Höfel

Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Ausfluss
 
Frage: Bräunlicher Ausfluss in 9. SSW

Hallo,

bin jetzt 8 +4. Seit letzte Woche Mittwoch habe ich im Schleim wenige bräunliche Absonderungen gehabt. Sonntag war es dann das erste (und bisher auch letzte Mal) etwas mehr (ein paar Tropfen insgesamt jedoch nur). An dem Wochenende waren wir relativ viel unterwegs gewesen.

Nun war ich gestern beim FA zum Ultraschall und wegen der leichten Blutung (immer braun). Er hat sich das Kind angeschaut, und das ist zeitgemäß gewachsen. Bluterguss o. ä. hat er in der Gebärmutter nicht finden können, und auch sonst keine Ursache. Utrogest wollte er mir jedoch nicht verschreiben, da er meinte, dass die Plazenta das schon selbst herstellt, und man dann zuviel eingreifen würde. Blutwerte hat er bestimmt und wollte sich melden, wenn die nicht ok wären (HCG und Progesteron).

Ich hab dennoch ein bisschen Angst, es ohne Utrogest nur mit Ruhe zu behandeln (er hat mich krank geschrieben und ich soll mir Ruhe gönnen, was ich auch mache), und dachte auch immer, es würd bei Blutungen eigentlich standardmäßig Utrogest verordnet, damit sich alles was beruhigt? Ein bisschen fürchte ich, das Baby verlieren zu können, daher bitte ich um eine zweite Meinung (davon ausgehend, dass die Werte in Ordnung sind im Blut, denn sonst hätte der Professor sich gemeldet).

Vielen Dank vorab und lieben Gruß
Heidi


Antwort

Liebe Heidi,

1. bei bräunlichem Ausfluss in der Frühschwangerschaft handelt es sich häufig
um älteres Blut. Die Abbauprodukte des Blutes verursachen hierbei eine
braune Färbung des Ausflusses. Auszuschließen wäre bei einer Verfärbung des
Ausflusses natürlich auch immer eine Entzündung. Sofern die frauenärztliche
Untersuchung ansonsten unauffällig ist/war, sollte meist beruhigt werden.

In dem Fall ist es sinnvoll, sich an die Empfehlungen des behandelnden
Frauenarztes oder Frauenärztin zu halten.

Diese beinhaltet im Fall älteren Blutes vor allem die körperliche Schonung
mit Verzicht auf Sport und Verkehr und vielleicht die prophylaktische
Magnesiumeinnahme.

Für Ihre persönliche Situation besprechen Sie sich bitte mit Ihrer
Frauenärztin/Frauenarzt.

Anhalten kann dann ein solcher Ausfluss auch mal 10-14 Tage.

2. wenn eine nachgewiesene Gelbkörperschwäche vorliegt, kann es sinnvoll sein, in der zweiten Zyklushälfte dieses Defizit zu ergänzen.

Eine rein prophylaktische Gabe eines Gelbkörperhormons in der Frühschwangerschaft ist aber nicht in der Lage, eine frühe Fehlgeburt zu verhindern.

Auch, wenn es häufig so gehandhabt wird, so gibt es für dieses Vorgehen bis heute keine harten wissenschaftlich bewiesenen Daten ("evidence based"). Andererseits ist hier auch jede Frauenärztin/Frauenarzt frei in ihren/seinen Therapieentscheidungen und bislang sind durch diese Maßnahme auch keine negativen Auswirkungen bekannt geworden.

Eine andere Situation stellen Fehlgeburtsbestrebungen dar, die auf einen Gelbkörpermangel hinweisen oder wenn die Schwangerschaft durch Maßnahmen der künstlichen Befruchtung zu Stande kam.

VB

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