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Anti-D-Prophylaxe

Bei einem der ersten Arztbesuche in der Schwangerschaft wird das Blut der werdenden Mutter untersucht und ein Antikörpersuchtest durchgeführt. Ist die Mutter Rhesus-negativ (Rhesusunverträglichkeit) und das Kind Rhesus-positiv - durch die Blutgruppe des Vaters - so ist eine Anti-D-Prophylaxe notwendig. Dies ist bei etwa jeder 10. Schwangerschaft der Fall.

Bei der Anti-D-Prophylaxe werden der Schwangeren in der 28. - 30. Schwangerschaftswoche und 72 Stunden nach der Geburt Antikörper gegen das kindliche Rhesusantigen gespritzt, also Anti-D-Immunglobulin. Die Antikörper sollen einer möglichen Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind vorbeugen.

Sind beide Eltern Rhesus-negativ, so ist das Kind ebenfalls Rhesus-negativ und es besteht keine Gefahr. Auch wenn die Mutter Rhesus-positiv ist und das Kind Rhesus-negativ, besteht keine Gefahr für das Kind.


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Anti-D-Prophylaxe
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Anti-D-Prophylaxe
 
Frage: Anti-D-Prophylaxe notwendig?

Gibt es hier Frauen die Blutgruppe O-negativ haben und keine Anti-D in der 28 SSW bekommen wollten?
Man hört so viel schlimmes über Anti-D. Es soll Nebenwirkungen haben und Frauen sind auch schon ins Krankenhaus gekommen wegen der Spritze.
Meine Frage ist, kann man die in der 28 SSW weg lassen und nur die Spritze bekommen wenn das Kind da ist und auch wirklich Blutgruppe positive hat?


Antwort

Hallo,

bei unterschiedlichen Rhesusfaktoren von Mutter und Vater kann das Kind rhesuspositiv sein und wenn die Mutter eben rhesusnegativ ist, kann bei einer entsprechenden Sensibilisierung des Immunsystems der Mutter (Blutaustausch zwischen Kind und Mutter) es zur Bildung von Antikörpern kommen, die bei einer darauf folgenden Schwangerschaft mit rhesuspositivem Kind zur Zerstörung der Blutkörperchen mit schweren Krankheitsbildern des Kindes einhergehen können.

Um dieses zu verhindern, erhalten rhesusnegative Schwangere in der Schwangerschaft (und zwar auch schon in der ersten), nach Fehlgeburt, nach Eileiterschwangerschaft, nach stärkeren Blutungen, nach Fruchtwasserpunktion oder ähnlichem und nach Geburt eines rhesuspositiven Kindes eine Spritze Anti-D, um eventuelle Antikörper abzufangen.

Dieses ist nachzulesen in den Richtlinien; im Netz zu finden unter

http://www.g-ba.de/cms/upload/pdf/richtlinien/RL_Mutter.pdf



Ein weiterer Antikörper-Suchtest ist bei allen Schwangeren (Rh-positiven und Rh-negativen) in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche durchzuführen. Sind bei Rh-negativen Schwangeren keine Anti-D-Antikörper nachweisbar, so soll in der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche eine Standarddosis (um 300 ug) Anti-D-Immunglobulin injiziert werden, um möglichst bis zur Geburt eine Sensibilisierung der Schwangeren zu verhindern. Das Datum der vor der Geburt erfolgten Anti-D-Prophylaxe sollte im Mutterpass dokumentiert werden.

3. da es sich bei Anti-D um ein Blutprodukt handelt, muss die Frau immer auch über mögliche Risiken, wie allergische Reaktionen und in extrem seltenen Fällen eine Infektion mit Infektionskrankheiten, wie Hepatitis B oder HIV aufgeklärt werden.

Aber, dieses kommt praktisch nur exxtrem selten vor und in Deutschland sind all diese Produkte gerade bezüglich Hepatits und HIV alle getestet worden.

Das Risiko, dass die Frau für ihr Kind eingeht (im schlimmsten Fall der so genannte Morbus hämolyticus neonatorum, der auch zum Versterben des Kindes führen kann) eingeht, wenn sie die Spritze ablehnt, ist bedeutend größer.

VB

 
 
Frage: Anti-D-Prophylaxe

Hallo,

wer bekommt die Anti-D-Prophylaxe? Alle Schwangeren? Ich habe diese bis jetzt (31.SSW) nicht bekommen...


Antwort

Hallo,

alle Schwangeren, die rhesusnegativ sind.

VB

Expertenantwort Antworten von Dr. med. Stefan Kniesburges zu dem Stichwort  Anti-D-Prophylaxe
 
Frage: Anti D-Prophylaxe

Liebes Team!

Ich hätte gerne gewusst was passiert, wenn
die Anti D-Prophylaxe nach der Geburt des 1. Kindes(A+) versäumt wurde und man zum 2.Mal schwanger ist? Was ist dann zu tun?
Vielen Dank! Gruss Jeannine


Antwort

Hallo,

wie bei jeder Schwangerschaft ist ein Antikörpersuchtest zu Beginn der Schwangerschaft sowie in der 24.-27. SSW durchzuführen. Ist er negativ, dann ist es nicht zu einer Sensibilisierung gegen D+ gekommen und die Schwangerschaft wird wie jede andere auch betreut. In der 32. SSW sowie ggf. nach der Geburt ist bei entsprechender Konstellation der Blutgruppen eine Anti-D-Prophylaxe durchzuführen. Bei positivem AK-Suchtest sind engmaschige Titerkontrollen erforderlich, hier empfiehlt sich dann die Betreuung durch spezialisierte Zentren, die ggf. auch eine intrauterine Behandlung durchführen können.

Dr. S. Kniesburges, St. Anna Hospital

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