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Geschrieben von Moneypenny77 am 07.01.2004, 10:37 Uhrzurück

Re: Elite-Unis in Deutschland?!

Ich habe mein Abi in NRW gemacht und es, trotz Deutsch- und Mathe-LK, mit geringem Aufwand geschafft OHNE besonders talentiert gewesen zu sein.

Für die Deutsch habe ich gar nicht gelernt, für Mathe zwei Nachmittage, Englisch zwei Stunden (o.k., da hatte ich dann auch 'ne 4 *g*) und für Geschichte mündlich auch nicht. Mit minimalstem Einsatz habe ich es immerhin noch auf einen Schnitt von 3,0 gebracht. Kann ja eigentlich auch nicht sein, oder???

Und wenn ich mir die Fähigkeiten der Azubis und Praktikanten, die mir hier in der Bank so begegnen und in NRW Abi gemacht haben ansehe, wird mir ganz anders. Oder wenn ich Bewerbungen sehe, in denen ein deutscher Student mit Abi (Sport-LK und Pädagogik mdl.) die einfachsten Grundregeln der deutschen Sprache nicht beherrscht. Dreisatz? Prozentrechnung? Fehlanzeige!

Ich weiß, daß es Bundesländer gibt, in denen das Leistungsniveau viel höher liegt. Oder mein Mann hat sein Abi an der Bundeswehrfachschule gemacht... Da war nix mit abwählen oder groß auswählen: 3 LKs, alle drei wurden schriftlich geprüft, Deutsch, Mathe und eine Fremdsprache Pflicht-LKs, sowie Chemie oder Physik, Geschichte, Politik und Pädagogik. Alles wurde geprüft. Das ist doch mal eine Hochschulreife! Bei "Wer wird Millionär?" zieht er mich jedenfalls bei "Allgemeinbildungsfragen" ab 32.000 € oft ab *ggg* und dann höre ich immer "in der Schule gelernt"...

Deshalb gebe ich Dir recht: vor den Elite-Unis MUß ein Einheitsabitur kommen, denn sonst ist die Elite, z.B. NRWs, gegenüber der Elite Bayerns und offensichtlich auch Hamburgs nur popeliges Mittelmaß.

Ich sträube mich einfach gegen "Elite-Einrichtungen", daß für mich sowas von 2-Klassen-Studenten. Ein anständiges Studium muß für alle Studenten möglich sein und zwar meines Erachtens über konsequente Minimierung der Studentenzahlen durch vernünftige Zulassungsbeschränkungen an ALLEN Unis. Hier sehe ich nicht nur Zulassungsbeschränkungen in Form des Numerus Clausus oder des Wohnortes, sondern viel mehr Eignungstests für die betreffenden Studiengänge. Ein potentieller BWL-Student sollte im Vorfeld wenigstens die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen ebenso ein Medizinstudent Blut sehen können. Hier würden sicherlich Bewerbungsgespräche helfen, bei denen die Bewerber sich auch dazu äußern, warum sie einen bestimmten Studiengang wählen, doer was sie sich davon versprechen. Das würde sicher die hohe Zahl der Abbrecher minimieren und somit letztlich die Qualität der Universitäten steigern.

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