Dr. med. Helmut W. Mallmann

Fragen, die sich rund um die

Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft

ergeben, beantwortet auf dieser Seite

Dr. med. Helmut W. Mallmann

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

 
 
Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Helmut Mallmann ist Facharzt für Frauen­heilkunde und Geburtshilfe. Nach seinem Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, erfolgte die Facharzt­ausbildung im Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg, Chefarzt Dr. Eldering, und im Klinikum Leverkusen bei Prof. Dr. Hilfrich. Dr. Helmut Mallmann betreibt seit 1989 eine Frauenarzt­praxis in Köln, in der er sich besonders Frauen mit Risiko­schwangerschaften zugewandt hat.

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Coronavirus (SARS-CoV-2) und COVID-19 in der Schwangerschaft (Update)

Wie verläuft COVID-19 bei Schwangeren?

Mittlerweile gibt es einige internationale Studien bzw. Statistiken zu COVID-19 Erkrankungen in der Schwangerschaft, so dass man nicht nur auf die chinesischen Daten zurückgreifen muss.

Es gibt keine Hinweise, dass das Infektionsrisiko höher ist als bei nicht schwangeren Frauen. Aber die Verläufe sind doch heftiger. Schwangere COVID-19 Patientinnen müssen häufiger im Krankenhaus und intensivmedizinisch betreut werden.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Besonders betroffen sind Schwangere mit Risikofaktoren:

  • Zuckererkrankung (Diabetes)
  • Bluthochdruck (Hypertonus)
  • Erhöhter BMI (body mass index)
  • Mütterliches Alter höher als 35 LJ

Bei an COVID-19 erkrankten Schwangeren steigt das Risiko auf Präeklampsie, eine mit Bluthochdruck verbundene Erkrankung, die eine Gefahr für Mutter und Kind darstellt.

Das Risiko für Fehlgeburten und Frühgeburten scheint höher zu sein gegenüber gesunden Schwangeren. Auch Entwicklungsstörungen (kleine Kinder) sind häufiger.

Kann die Mutter Corona-Viren auf das Kind übertragen?

Eine Übertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind scheint möglich zu sein, aber sie ist selten. Meist wird das Coronavirus SARS-CoV-2 nach der Geburt über die Atemluft (Aerosole) übertragen.

Säuglinge erkranken selten an COVID-19 und haben selten Symptome. Die Infektionsrate ist nicht höher bei Kindern, die spontan geboren und gestillt werden. Es ist also im Fall der erkrankten Mutter nicht zwingend notwendig, einen Kaiserschnitt zu machen, und die Kinder können auch gestillt werden.

Hygienemaßnahmen sollten im Kontakt mit dem Kind beachtet werden, und Küsschen auf den Mund sollten vermieden werden.

Welche Medikamente können in der Schwangerschaft angewandt werden?

Es gibt 2 Medikamente (Remdesivir und Kortison), die zur Verkürzung der Zeit und einen Rückgang der Symptome bei schweren Verläufen eingesetzt werden können.

Remdesivir: Man hat das Medikament bei Ebola- und Marburg-Virus-Infektionen schon eingesetzt. Dabei zeigten sich keine negativen Effekte für das Kind, und die Krankheitsverläufe konnten verkürzt werden.

Kortison: Bei beatmeten COVID-19-Patientinnen konnten dramatische Verläufe deutlich reduziert werden.

Letztlich ist der Einsatz dieser Medikamente immer eine Einzelfallentscheidung, man kann nicht sagen, dass sie pauschal zum Einsatz kommen.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich in der Schwangerschaft positiv getestet werde?

Zunächst einmal muss man sagen, dass viele COVID-19-Verläufe auch in der Schwangerschaft mit wenigen oder gar keinen Symptomen verlaufen. Also zunächst Ruhe bewahren und die Quarantäne und Hygienemaßnahmen einhalten.

  • Getrennte Räume nutzen
  • Mund- und Nasenschutz auch zu Haus aufsetzen
  • Flächen und genutzte Gegenstände desinfizieren
  • häufig lüften

Zigaretten, Alkohol und Rauschmittel (eigentlich alles selbstverständlich) meiden, dafür vitaminreich ernähren. Immer mal ein paar Zitronenspritzer ins Wasser, einen Tomatensaft, eine Paranuss (enthält den Selenbedarf eines Tages), moderate Bewegung, ausreichender Schlaf usw.... stärken das Immunsystem.

Bei auch schon milden Symptomen sollte bei schwangeren COVID-19-Patientinnen eine Untersuchung im Krankenhaus erfolgen und ggf. eine stationäre Aufnahme überlegt werden. In den USA ist das die allgemeine Empfehlung.

Sollten Schwangere an der Corona-Impfung teilnehmen?

Auch wenn der Impfstoff schon angekündigt ist und teilweise schon angewandt wird, ist er noch nicht völlig ausgetestet. In der Testphase II und III sind Schwangere nicht eingeschlossen.

Hier wird man in der Beurteilung auf Statements der RKI (Robert Koch Institutes) warten, wenn der Impfstoff tatsächlich verfügbar ist.

Resümee

Wichtig ist also vorzusorgen. Die Experten empfehlen Schwangeren, sich gegen Grippe impfen zu lassen, damit sie im Falle einer Coronainfektion nicht bereits durch eine Grippe geschwächt sind.

Und weiter gilt: Kontakte meiden, Gesichtsmaske tragen und Hände waschen sind ein echter Schutz vor Infektionserkrankungen!

  • Hände unter warmes Wasser halten.
  • Hände einseifen (möglichst Flüssigseife), auf den Innenseiten, Rückseiten, zwischen den Fingern und an den Fingernägeln.
  • Hände so 20 bis 30 Sekunden waschen.
  • Hände gut abtrocknen auf öffentlichen Toiletten mit Papierhandtüchern oder Heißlufttrocknern, zu Hause eigenes Handtuch für jedes Familienmitglied.
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