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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Sylvia1 am 28.12.2004, 14:22 Uhr.

Re: Von wegen Angstneurotikerin!

Hallo,

ich erziehe meine Tochter überhaupt nicht zur Angstneurotikerin! Das ist doch völliger Blödsinn. Leider passe ich da überhaupt nicht in euer Klischee!

Meine Tochter ist kein bisschen ängstlich oder schüchern - ganz im Gegenteil, sie ist sogar sehr selbstbewußt gegenüber Kindern und Erwachsenen (auch ohne mein Beisein wie z. B. im Schulalltag, und auch gegenüber neuen Bekanntschaften) und für meinen Geschmack ist sie sogar zu vertrauensseelig. Sie kommt mit jedem - ob jung oder alt - schnell ins Gespräch und fängt auch ihrerseits Gespräche an, wenn nicht der andere kommunikationsmäßig die Initiative ergreift. Sie wurde mir immer - sowohl von ihren langjährigen Erzieherinnen in der Kita als auch jetzt vom Klassenlehrer - als Kind mit guten Kontakten zu fast allen Kindern der Klasse/Gruppe, aufgeschlossen und immer als "sozial weit" beschrieben. Das bestätigt meine persönlichen Beobachtungen ihres Verhaltens nur.

Sie geht aber schon mit offenen Augen durch die Welt und schult ihr Gefahrenbewußtsein, sieht Dinge, die viele andere Kinder (und leider auch viele Erwachsene) nicht sehen. Deswegen bricht sie aber nicht in Panik aus, sondern sieht Gefahren halt einfach kritisch und mit Abstand und sie spricht darüber. Trotzdem kann auch sie etwas übersehen oder nicht beachten (ich würde jetzt nicht meine Hand dafür ins Feuer legen).

Und sie hat auch schon immer eine ganze Menge Erfahrungen OHNE mich gemacht, z. B. in der Kita, wo sie ab dem Alter von 8 Monaten ganztags während meiner Arbeitszeit war und wo ich ja auch nicht mit dabei war (wenn man vom Bringen und Abholen absieht). Oder in der Schule und anschließender Schulbetreuung, wo sie bis 16 Uhr hingeht, und wo ich auch nicht mit bei bin (ebenfalls wenn man vom Abholen und Bringen absieht). Da lernt sie auch genügend "fremde" Kinder ganz ohne mich kennen und knüpft Kontakte, bei denen ich nicht bei bin, und hat auch dort diverse Freizeitaktivitäten (Musik, verschiedene Sportangebote u. a. auch Judo, u. a.) bei denen ich nicht mit bei bin.

Bei uns in der Schule dürfen die Kinder übrigens gar nicht mit dem Fahrrad kommen, wenn sie nicht mindestens 10 Jahre alt und im 4. Schuljahr sind und den Fahrradführerschein gemacht haben. Und selbst dann wird es nicht sehr gern gesehen. Das hatte mich auch erstaunt, weil ich dachte, ich könnte sie bei gutem Wetter im Sommer mit dem Fahrrad dorthin bringen (sie auf ihrem, ich auf meinem), dann weiter zur Arbeit fahren und sie nachmittags genauso dort wieder abholen. Aber es ist, wie gesagt nicht erwünscht, noch nichtmals dann, wenn die Eltern die Kinder mit dem Fahrrad begleiten.

Gerade gestern habe ich noch in einer Veröffentlichung der Verbraucherzentrale (Titel "Alle Tage Schule" oder so ähnlich) gelesen, dass bei den Radfahrern gerade die Altersgruppe der ca. 14jährigen Jugendlichen ganz besonders gefährdet ist (wegen altersbedingtem Unsinn und damit verbundenen Unachtsamkeiten im Straßenverkehr) und die Eltern meistens den Kindern viel zu viel im Straßenverkehr zutrauen, als diese schon an Fähigkeiten ausgebildet haben und entsprechend vernüftiges Verhalten an den Tag legen, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Ganz alleine scheine ich mit meiner Meinung da wohl doch nicht zu sein!

Mit 17 darf meine Tochter ganz sicher nicht alleine quer durch Europa reisen. Das hätte ich auch nicht gedurft (und zu Recht nicht!) und auch gar nicht gewollt. Auf die Idee wäre ich überhaupt nicht gekommen. Wenn Kinder mit 14, 15 Jahren auf Parties wollen, dann ist das eine Sache. Ob sie aber dahin gehen dürfen, ist eine ganz andere Sache! Das kommt sicher auf die Party, die Uhrzeit und den Freundeskreis an. Im Endeffekt entscheiden es immer noch die Eltern, und das ist gut so, denn die haben immer noch die Verantwortung für ihr Kind, und zwar mindestens bis zur Volljährigkeit. Sollte meine Tochter dann auf bestimmte Partys dürfen, dann werde ich sie selbstverständlich hinbringen und auch wieder abholen. Von mir aus auch auf Anruf und auch wenn ich dafür mitten in der Nacht aufstehen muss! Das ist immer noch besser, als wenn sie sich zu irgendwelchen angeheiterten oder sonstwie bedröhnten Freunden ins Auto setzen würde, oder gar per Anhalter (was ja unter Jugendlichen auch nicht unüblich ist) nach Hause kommen würde!

Der Vater einer Freundin von mir hat uns auch immer hingebracht und abgeholt, wenn wir früher zusammen rausgegangen sind. Und zwar solange, bis wir selber die Führerscheine gemacht hatten und Autos zur Verfügung hatten (er hat seiner Tochter auch seins geliehen) und wir nicht mehr auf irgendwelche dubiosen Mitfahrgelegenheiten angewiesen waren. Ich fand das damals ganz toll von ihm, dass er auch mitten in der Nacht aufgestanden ist, um zu kommen, wenn seine Tochter ihn angerufen hat (finde ich auch heute noch). Meinem eigenen Vater war das nämlich schittegal, wie ich nach solchen Gelegenheiten nach Hause kam. Er war der Meinung, ich bräuchte ja nicht weggehen und könnte doch gleich zuhause bleiben.

Schöne Grüße
Sylvia
(übrigens mit y geschrieben und nicht mit i)

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