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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Bonniebee am 19.06.2008, 21:00 Uhr.

Re: Man kann als Eltern hier schon viel machen!

Hallo,

die Cliquen-Wirtschaft auf dem Dorf ist schon ein Problem, das haben wir hier auch etwas (sind zugezogen). In so einem Fall muss man als Mutter aber über seinen Schatten springen, nachhelfen und aktiv werden. Deine Tochter schafft das allein nicht! Da sie wirklich schon arg ausgeschlossen wird, solltest Du als erstes dringend mal mit der Klassenlehrerin sprechen. Lass Dich dabei nicht abspeisen und nicht vertrösten. Schildere die traurige Situation und frage konkret, wie die Lehrerin Deine Kleine zukünftig besser integrieren wird und mach' dazu am besten auch eigene Vorschläge.

Ich würde vor allem weiterhin unermüdlich andere Mütter anrufen und deren Kind einladen. Ein paar Absagen sind nicht schlimm, man darf sich nicht entmutigen lassen. Es geht ja nicht um Dich, sondern um Dein Kind. Ich würde dabei auch gelgentlich ruhig mal ein bissel "Bestechung" versuchen und z.B. sagen, "wir wollen jetzt ins Spaßbad/Abenteuerspielplatz/Bauernhof fahren und meine Tochter fände es schön, wenn Ihre Tochter mitkommen würde". Am Anfang zieht so etwas bei den Kindern mehr, als "nur" zum heimischen Spielen einzuladen.

Und: Tanzen hin oder her - ich würde Deine Tochter unbedingt zu weiteren Freizeit-Hobbys anstoßen, vor allem zu gruppendynamischen Sachen (Turnverein, Chor), damit sie Anschluss kriegt.

Du denkst jetzt sicher, ach, die hat gut reden, das klappt ja alles eh nicht. Ich habe aber das Gegenbeispiel, DASS es klappt: Ein Mädchen in der Klasse meiner Tochter wurde anfangs auch ziemlich ausgeschlossen. Es lag vielleicht daran, dass sie halbe Koreanerin ist und zudem anfangs noch kein so gutes Sozialverhalten hatte (ging etwas rücksichtslos mit den Sachen anderer um). Die Eltern haben aber absolut nicht klein beigegeben. Sie haben X Mütter angesprochen (auch mich), die Kinder (übrigens auch Jungs) zum Eis essen, zum Schwimmen, zum Trampolinspringen im Garten, zum Übernachten eingeladen, immer und immer wieder, trotz Fehlschlägen. Nach und nach gab es dann die ersten Erfolgserlebnisse.

Inzwischen sind die Mädchen in der 3. Klasse. Die Tochter dieser Leute ist heute die beste Freundin meiner Tochter, und auch wir Eltern sind befreundet. Das Mädchen hat zahlreiche weitere Kontakte in der Klasse, wenn auch keine ganz engen Freundschaften außer meiner Tochter. Sie trifft sich fast jeden Tag mit einem anderen Kind und wird zunehmend auch eingeladen auf Geburtstagspartys. Obwohl sie immer noch nicht einfach ist, hat die Mühe der Eltern gefruchtet. Inzwischen brauchen sie nicht mehr bei anderen anzurufen, das macht die Tochter selbst - und auch die anderen Kinder rufen inzwischen an und wollen sich mit ihr verabreden.

Sie ist für mich DAS Parade-Beispiel, dass man als Eltern doch viel beeinflussen kann - ich hätte das vorher nicht gedacht. Natürlich wäre es schöner gewesen, die anderen Kinder und Mütter wären von sich aus offen gewesen und hätten alle Kinder glücklich in die Klasse integriert. Es war aber nunmal nicht so, sondern die Situation sah erst wirklich ungünstig für sie aus. Und deshalb finde ich den Einsatz der Eltern total wacker und tapfer - und sie hatten Recht, wie der Erfolg zeigt.

Langer Rede kurzer Sinn: Sei nicht traurig darüber, dass nicht alles anders ist, als es ist. Sondern überlege mit Deinem Mann, wie Ihr Eurer Tochter erstens weitere Kontakte außerhalb der Schule ermöglicht. Und zweiten auch in der Klasse zumindest einen kleinen Stamm an Spielkindern für sie etablieren könnt. Dafür ist es unter Umständen nötig, dass Du sehr über Deinen Schatten springst und auch mal tapfer und unverzagt auf andere Mütter zugehst - selbst wenn Du ein paar Körbe einsammelst. Ich finde immer, für meine Kinder muss ich so etwas tun (bei uns war es die Kiga-Zeit, wo meine eigene Kleine wenig Anschluss hatte - bin dann auch aktiv geworden).

Liebe Grüße,

BB

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