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Fahrradführerschein

Frage von Streuselchen - 13.03.2019

Hallo zusammen,

Ich bitte mal um euren Rat, eure Meinungen.

Im Frühjahr steht bei Kind1 der Fahrradführerschein an. Der "Führerschein" ist aufgeteilt in einen Theorieblock (macht die KL) und einen Praxisblock (macht die Verkehrsschule Polizei).
Theorieblock ist kein Problem, den beherrscht Kind.
Aber Kind kann kein Fahrradfahren. Oft probiert, vieles probiert ... aber Kind kann es trotzdem nicht. Hat auch keine Lust, kein Interesse und ich glaube wird es nie können. Ist leider so.


Weiß jemand von euch, ob die Kinder da praktisch mitmachen Müssen????
... weil wie gesagt, wie soll das gehen? Kind kann es einfach nicht.

Theorie wie gesagt kein Problem, das prüft die Klassenlehrerin ab, darauf gibt´s auch Noten.

Ich werde auch die Klassenlehrerin mal offen ansprechen zu dem Thema.

LG
Streuselchen

Re: Fahrradführerschein

Antwort von monstermaja - 13.03.2019

Also, ich kenne ja jetzt die Hintergründe nicht
Aber ohne das eine ernsthafte Erkrankung zb des Gleichgewichts vorliegt kann ich mir nicht vorstellen, warum ein Kind mit 9 Jahren nicht Fahrrad fahren lernen sollte.
Das ist eben etwas, wie Rezepte lesen, das man können sollte, auch wenn man es dann nicht anwendet im Alltag.
Vielleicht hilft es ja sogar mal die Lehrerin ran zu lassen.
Den einfachen Weg von , ach armes Kind du kannst es nicht, dann musst du nicht würde ich nicht öffnen
Außer natürlich es gibt erhebliche gesundheitliche Gründe

Re: Fahrradführerschein

Antwort von MrsC - 13.03.2019

Hallo,

ja es muss mitmachen und wird versucht werden, dass es doch noch Fahrrad fahren lernt.
Sieh es doch als Chance!

Bei einem normal entwickeltem, gesundem Kind ist es wirklich komisch, dass es mit 9 Jahren nicht Fahrrad fahren kann. Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber das habt ihr wohl versäumt früher zu lernen...dann wird\'s jetzt höchste Zeit ;-)

LG

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 13.03.2019

Wieso soll sie da mitmachen muessen?
Ich bin aus Oesterreich und kenne die deutsche Gesetzeslage nicht, aber meistens ist das ja sehr aehnlich.
Hier ist es so, dass man mit 12 alleine auf der Strasse fahren darf. Ab 10 darf man eine Pruefung machen und dieses Recht vorziehen.
Was wuerde denn passieren, wenn dein Kind die Pruefung nicht schafft? Darf es dann gar nicht mehr Fahrradfahren? Was darf es ohne diese Pruefung?
Es kann doch auch niemand zum Autofuehrerschein oder zu einer Seepferdchenpruefung gezwungen werden. wers nicht kann, kanns halt nicht.

lg
niki

Re: Fahrradführerschein

Antwort von nils - 14.03.2019

Die Tochter meines Mannes kann auch nicht richtig Fahrrad fahren.
Sie hat bei der Fahrradprüfung nur den Theorieteil mitgemacht.
Finde ich zwar schade, wenn sie als Kind nie Fahrrad fahren gelernt haben, denn dann lernen sie es im Erwachsenenalter wahrscheinlich nie wieder. Und ich finde Fahrrad fahren einfach toll!

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Philo - 14.03.2019

Wenn sich das Kind wehrt / weigert - kann es dann mit einem Roller antreten?

Re: Fahrradführerschein

Antwort von mausebär2011 - 15.03.2019

Ob die Teilnahme Pflicht ist weiss ich nicht.

Aber wir haben das gleiche Problem. Allerdings erst nächstes Jahr. Wir haben also noch genug Zeit zum üben.
Sohn ist 8 und in der 2ten Klasse. Dieses Jahr findet die Rollerprüfung statt. Die darf man zum Glück auch mit einem dreirädrigen Roller machen.



Wir üben übrigens seit Jahren Fahrrad fahren. Aber Sohn hat nie Interesse am Fahrrad fahren gehabt. Und wo kein Interesse ist, da ist es auch schwieriger es zu lernen.
Ich glaube sie blockieren sich da selber ein bisschen. Weil wozu lernen wenn man das doch eh doof findet?

Anfang diesen Jahres hat Sohn nun jedenfalls zum ersten mal selber geäußert das er Fahrrad fahren lernen möchte. Aber nicht weil er Fahrrad fahren will, sondern weil er auf keinen Fall die Prüfung versemmeln will und nachher noch von seinen Freunden ausgelacht wird. So richtiges Interesse ist es daher immer noch nicht und das merkt man auch.

Seit 2 Monaten üben wir täglich. Zuerst mit dem Fahrrad, das ging so absolut gar nicht.
Dann sind wir einen Schritt zurück und haben ihm erstmal den zweirädrigen Roller gegeben. Mit dem konnte er nämlich auch nie fahren.
Seit einem Monat fährt er nun bis zum Mittagessen in der Einfahrt und bei jedem Gassi gang mit dem Roller. Nach 4-5 Metern ist dennoch Schluss. Mehr schafft er nicht und das nichtmal immer.
Aufs Fahrrad setzen macht bei ihm nach wie vor keinerlei Sinn. Er hat so eine Schräglage das er fast auf der Seite liegt. Da ist null Gleichgewicht, null Haltung.
Und m.M.n. nicht weil er es nicht könnte, sondern weil er insgeheim gar keine Lust dazu hat. Wenn wir es ihm doch nur so richtig schmackhaft machen könnten.....!

Re: Fahrradführerschein

Antwort von 3wildehühner - 15.03.2019

Hier ist die Fahrradprüfung mit in die Sachkundenote mit eingeflossen.
Dein Kind wird in seinem Leben noch sehr viel lernen müssen, was es nicht mag und wo es kein Interesse daran hat. Deshalb würde ich das Radfahren jetzt mit ihm üben! Und es auch genauso erklären. Auch unangenehme Dinge müssen im Leben gemeistert werden.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Badefrosch - 16.03.2019

Das fließt als Note ein, tritt sie nicht an, ist das wie durchgefallen und somit eine 6.

Das kann in der 4. Klasse die Note zum Übertritt versauen.

Und wenn sie z. B. aufs Gym will (Bayern) braucht man verpflichtend 2,3 als Schnitt aus Deutsch, HSU und Mathe.

Fahrradfahren ist schon was anderes wie Schwimmen, wegen einer 6 in Sport kann man nicht durchfallen.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Loretta1 - 17.03.2019

Hallo,

ich habe meine Kinder davon einfach abgemeldet - klar, Theorieunterricht dazu hatten sie, aber keinen Praxisunterricht. Und keine Fahrradprüfung.

Das war kein Problem...

Es gibt auch immer wieder Kinder, die am Prüfungstag krank sind oder sie nicht schaffen - diese müssen es auch nicht nachholen...

Ehrlich gesagt finde ich anderes auch wichtiger, als Fahrrad fahren zu können... kenne Erwachsene, die das auch nicht können... Verkehrsregeln zu kennen finde ich dagegen wirklich wichtig.

Grüße, Lore

Danke für eure Rückmeldungen und

Antwort von Streuselchen - 19.03.2019

.... ich bin tatsächlich der Ansicht, dass meine Kinder nicht alles können müssen.
Wichtig war mir, dass beide schwimmen lernen. Haben sie und sie schwimmen gerne.
Die Noten stimmen, beide gehen gerne zur Schule.

Und es gibt für alles eine Zeit im Leben. Vielleicht kann Kind1 heute nicht Fahrradfahren, aber vielleicht packt \"es\" Kind in 3 Monaten oder 5 Jahren, wer weiß? Vielleicht ist Heute nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn Kind so weit ist, dann klappt es auch. Das ist die Erfahrung, die ich bisher gemacht habe - und damit lag ich bisher immer richtig und gut.

Wir wohnen in einer Großstadt. Richtig ruhige Ecken, wo die Kinder ungestört üben / fahren könnten gibt es nicht.

Die Theorie, also die Verkehrsregeln kennen sie. Darüber wird auch eine Klassenarbeit geschrieben und nur diese Note fließt in das Zeugnis mit ein.
Der Fahrradführerschein ist quasi das \"goodie\" dazu.
Dass sie die Verkehrsregeln kennen und beachten ist mir wichtig. Ob sie jetzt Fahrradfahren können oder nicht, ist mir da eher wurscht.

Wie die KL sagte, hat unsere GS beim Fahrradführerschein eine sehr hohe Durchfallquote. Überraschend viele Kinder fielen durch und bestünden den Praxiseinsatz gar nicht - der durchführende Polizist sei wohl sehr streng, hieß es.

Leider ist 4.Klasse und Verkehrsregeln in meinen Augen zu spät. Viele Kinder kommen seit der 1. Klasse mit Roller oder Fahrrad und sie haben erkennbar keine Ahnung von Verkehrsregeln. Es ist ein Wunder, dass glücklicherweise noch nichts passiert ist.

LG
Streuselchen

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Charly1979 - 19.03.2019

Ich selbst bin Verkehrserzieherin bei der Polizei und u.a. für den Fahrradführerschein der 4.-Klässler zuständig. Der Fahrradführerschein ist Pflichtunterricht und die Kinder müssen bei uns daran teilnehmen. Wenn sie nicht Radfahren können, was leider immer wieder und auch immer häufiger vorkommt, bekommt das Kind während die anderen Kinder für den Straßenverkehr üben quasi Nachhilfe im Radfahren. Mein Kollege hat schon einigen Kindern das Radfahren beigebracht, für den Straßenverkehr sind diese Kinder natürlich nicht fit. Deshalb fänden wir es gut wenn die Eltern dranbleiben denn die Kinder haben immer Spaß am Radfahren und sind auch mächtig stolz wenn sie in der kurzen Zeit gelernt haben sich auf dem Rad zu halten und etwas fahren können.
Wir verstehen nicht warum das Radfahren immer öfter nicht beherrscht wird. Wie sollen sich die Kinder jemals an das Fahren im Straßenverkehr gewöhnen? Spätestens wenn sie den Pkw-Führerschein machen werden sie doch daran teilnehmen.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von kuestenkind68 - 23.03.2019

Ist es denn bei euch wirklich so, dass das Fahrradfahren erstmals in Klasse 4 auf dem Plan steht?

Ich habe immer gerne die Lehrer beim Fahrradunterricht unterstützt (es wurden immer Elternhelfer gebraucht) und weiß daher ganz gut Bescheid, wie es hier ablief: Bei uns (NRW) war es so, dass es ab der 1. Klasse immer einen Fahrradtag pro Schuljahr gab an dem die Kinder auf dem Schulhof radfahren trainieren konnten. Dazu gab es verschiedene Aufgaben zu bewältigen: Bremsen (Vollbremsung oder Bremsung auf Sand&Schotter), Slalom fahren, 8 fahren, Einhändig fahren, Schulterblick uvm. In den Klassen meiner Kinder gab es kein einziges Kind, das nicht radfahren konnte. Aber wenn es so gewesen wäre, hätten diese Kinder das dann ja in den 4 Jahren auch trainieren können. Auf dem Schulhof ist das ja auch gefahrlos möglich, da dort Platz ist und kein Autoverkehr.

Die Fahrradprüfung war hier auch pflichtprogramm. Der Theorie-Unterricht wurde bei uns allerdings auch von den Polizisten gemacht. Das war sehr beeindruckend, die Kinder hatten echt Respekt (denn sie hatten echte Pistolen - meine Jungs waren sehr begeistert). Durchgefallen beim Radfahren ist letztendlich niemand, allerdings mussten diverse Kinder ihre Räder nochmal reparieren, da diese nicht verkerssicher waren (DAS fand ich echt traurig, dass die Eltern da nicht drauf geachtet haben). Für die Kinder, die kein eigenes Rad haben, brachten die Polizisten sogar Leihräder mit (brauchten wir nur für ein Kind, dessen Kette vor der Prüfung riß und nicht repariert werden konnte).

Re: Fahrradführerschein gibt‘s nur bei verkehrssicherem Fahren!

Antwort von Astrid - 23.03.2019

Hallo,

ich habe den Führerschein schon selbst mit meiner Klasse gemacht. Also, das Kind muss nicht nur fahren können, es muss (zumindest hier in NRW) der Polizei auch in einer Prüfung zeigen, dass es verkehrssicher fahren und alle Schilder und Regeln beachten kann. Wenn ein Kind hier unsicher fährt, bekommt es den Führerschein nicht. Wenn es gar nicht fährt, natürlich sowieso nicht.

LG

Zeit

Antwort von Banu28 - 23.03.2019

Meistens ist es so, dass sich nur einer der Eltern mal wirklich Zeit fürs Kind nehmen muss, wenn es etwas nicht kann. Bei uns war es das Schwimmen. Mein Sohn lernte es einfach nicht, nicht einmal mit Schwimmkurs. Mein Mann ist dann solange regelmäßig mit ihm Schwimmen gegangen, bis es klappte.

Wenn Dein Sohn keine motorische Entwicklungsproblematik hat, dann KANN er Fahrradfahren lernen. Manche Kinder brauchen aber dafür einfach mal den Papa, der sich an mehreren Wochenenden hintereinander für ein paar Stunden diesem Thema und seinem Kind widmet.

Ich glaube, dass das nicht Fahrenkönnen Deines Sohnes eventuell (!) zeigen könnte, dass er etwas mehr exklusive Papa-Zeit (oder Elternzeit) brauchen könnte. Vielleicht läuft er bei allem üblichen Stress ein wenig zu sehr nebenher mit? Seht das Thema doch als Chance, das Ganze zu einem kleinen, erfolgreichen Familien-Projekt zu machen. Ich glaube, diese Unterstützung zu erleben, täte ihm gut. Das ist nicht viel Aufwand. Und wie stolz er erst sein wird, wenn er erlebt, dass das Ganze auch recht schnell Erfolg haben wird.

LG

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Streuselchen - 14.03.2019

Ich habe keine Ahnung. Das war zu meiner Zeit schon so, dass wir alle ungefragt mitmachten.
Ich erinnere mich an den letzten Elternabend, da sagte die KL, dass sogar recht viele Kinder bei dieser Prüfung an unserer GS durchfallen.
Sinn und Zweck ist, dass die Kinder die Verkehrsregeln kennen und befolgen.
Ansonsten hat es keinerlei Konsequenzen.

Ich kenne ja meine Kinder und bis heute hat mich mein Gefühl noch nie getrogen. Fahrrad und Kind1 das ist / gibt nichts.

Mal sehen, was die KL meint.

LG
Streuselchen

Re: Fahrradführerschein

Antwort von IngeA - 14.03.2019

Bei uns mussten alle mit machen, weil es Bestandteil des Lehrplans ist. Ein Kind konnte noch nicht Rad fahren, das hat es auf dem Verkehrsübungplatz gelernt. Das Kind ist trotzdem nicht fahrradbegeistert, geschadet hat es mit Sicherheit auch nicht.

Bei euch kann es natürlich trotzdem ganz anders sein, also einfach mit der Lehrerin reden.

LG Inge

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Streuselchen - 14.03.2019

Da sagst du was. Ich bin als Kind mit dem Fahrrad durch die Gegend gesaust - herrlich.
Ich hatte mir das auch so toll vorgestellt: Mit Kindern ab auf die Räder und raus ins Grüne zum Picknick ... tja, war wohl nix.

LG
Streuselchen

Re: Fahrradführerschein

Antwort von nils - 15.03.2019

Tja, jedes Kind ist anders.
Meine Kleine hatte furchtbare Angst vor dem Fahrrad (sie ist überhaupt ein kleiner Angsthase).
Sie ist nicht mal aufgestiegen auf ein Rad mit Stützräder, weil sie Angst hatte sie fällt mir den Stützrädern um.
Aber Laufrad konnte sie fahren und eines Tages hab ich sie einfach aufs Rad gesetzt (ohne Stützräder) und hab sie schnell angeschoben (trotz ihrem Geschrei).
Tja, und was soll ich sagen - sie fuhr!

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Emmi67 - 20.03.2019

Dann kann es aber höchstens einen Rollerführerschein bekommen. Es ist doch ganz klar, dass jemand, der nicht Fahrrad fahren kann, keinen Fahrradführerschein erhalten kann.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 15.03.2019

Naja es ist aber schon ein Unterschied zwischen Dingen lernen, die einen nicht interessieren, und zu etwas gedraengt werden, was einem echtes Unbehagen macht.
Ich war als Kind (und auch als Erwachsener) nicht schwindelfrei, und ich musste in der Schule trotzdem und gerade deswegen auf die hohen Gitter im Turnsaal rauf, und was soll ich sagen, meine Angst ist dadurch nicht besser, nur schlimmer und gefestigter geworden. Ich wuerde es jetzt nicht mehr so machen. Alles zu seiner Zeit, es gibt fuer alles eine Zeit und eine Bereitschaft. Klar kann man ein bisschen anschubsen, oft ist ein Impuls noetig, aber nicht alles erreicht man mit Gewalt.
Besser andere Gleichgewichtsuebungen machen, die nicht das Ziel haben, die Schulfahrradpruefung zu bestehen, sondern die die Voraussetzungen fuer einen verbesserten Gleichgewichtssinn und auch irgendwann Fahrradfahren lernen zu schaffen.

lg
niki

Re: Fahrradführerschein

Antwort von 3wildehühner - 15.03.2019

So manchem Menschen bereitet auch der Mathematikunterricht Unbehagen...

Ich finde, mit einem Kind in dem Alter kann man gut darüber reden. Es geht hier ja nicht um eine gefährliche Risikosportart!

Fahrrad fahren gehört meiner Meinung nach mit zur Allgemeinbildung, genauso wie schwimmen.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 16.03.2019

Ich versteh, was du meinst.
Ich finde die Einstellung, Friss, Vogel, oder stirb mit dem gesamten Leistungsdruck nicht richtig und ich sehe, das Kinder, die aus Schulsystemen mit einen anderen System kommen, um nichts hinten nach stehen, im Gegenteil, motivierter, selbstaendiger, kreativer und aktiver sind.
Insofern bleibt meine Meinung bestehen, dass die Fahrradpruefung nicht mit Mathematik zu vergleichen ist. Ein Kind mit Legasthenie wird sinnvollerweise auch nicht nur Lesen dreimal soviel ueben wie andere Kinder, sondern mit Legasthenietraining mal die Voraussetzungen schaffen, besser lesen zu koennen. Ein Kind, dem der Gleichgewichtssinn fuer Fahrradfahren und aehnliches fehlt, wird sinnvollerweise auch erst Gleichgewichtsuebungen etc. Und die Fahrradpruefung wird halt spaeter oder gar nicht abgelegt. So kommt auch dieses Kind zum Fahrradfahren, das es vielleicht aber nie wieder in seinem Leben brauchen wird, wenn es das nicht moechte.
Ansonsten gebe ich dir schon recht, Gleichgewicht ist wichtig, Fahrradfahren ist schoen. Schwimmen ist was anderes, das entscheidet ueber Leben und Tod. Fahrradfahren nicht.

lg
niki

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 16.03.2019

Was, der Fahrradfuehrerschein gilt als eigenes Fach und jeder, der da durchfaellt, hat einen 6er im Zeugnis stehen??

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Badefrosch - 16.03.2019

Ein 6er als Note.

Bei 5 Noten bis zum Übertritt kann das schon eine Ausschlag geben.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von IngeA - 16.03.2019

Bei uns ist nur die theoretische Prüfung in die Note eingeflossen. Die kann das Kind ja trotzdem gut machen, auch wenn es nicht Fahrrad fahren kann.

LG Inge

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 16.03.2019

Ist ja ein Hammer.
Wie ist denn euer Zeugnis aufgebaut, sind da nicht die Faecher untereinander, und die Note daneben? Wie taucht denn da Fahrradfahren auf? Als Pflichtfach?
Das finde ich aber heftig. Bei Schwimmen wuerde ich das noch einsehen, aber Fahrradfahren? Ich bin selber eine begeisterte und regelmaessige Mountainbikerin und meine Kinder und mein Lebensgefaehrte sind auch begeisterte Radfahrer. Aber jeder ist halt nicht so.

Was ich auch nicht verstanden habe, dass bei euch offenbar schon die Kleinen 6jaehrigen allein in die Schule mit dem Rad fahren duerfen. Wofuer ist denn dann genau der Fahrradschein?

lg
niki

Re: Fahrradführerschein

Antwort von IngeA - 16.03.2019

\"Wofuer ist denn dann genau der Fahrradschein?\"

Diese Frage habe ich mir bei jedem Kind auch gestellt. Is halt so.
Was Kinder auf dem Fahrrad dürfen hängt nicht vom \"Führerschein\" ab oder davon ob das Schulweg oder Freizeit, sondern vom Alter. Bis 8 Jahren müssen die Kinder in Deutschland auf dem Gehweg fahren, bis 10 dürfen sie auf dem Gehweg fahren, danach auf der Straße.

Erfahrungsgemäß: die Kinder die vor dem \"Fahrradführerschein\" schon regelmäßig mit den Eltern Fahrrad gefahren sind und von und mit ihnen auch die Verkehrsregeln gelernt haben lernen nicht wirklich was neues. Die anderen Kinder sind danach auch nicht verkehrstauglich.

LG Inge

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Badefrosch - 17.03.2019

Der Fahrradführerschein ist ein Teil der HSU Note

Die Note setzt sich zusammen aus 4 schriftlichen, 1 praktischen und 2 mündlichen Noten.

Fahrrad Theorie - schriftliche Note
Fahrradführerschein - praktische Note

Wenn man also eher mittelmäßig ist, also knapp die 2,3 oder 2,6 schafft, kann eine 6 beim Fahrradführerschein am Ende zur 3 oder 4 in HSU führen, wenn man dann in Deutsch und Mathe keine 2 hat war es das.

Der Fahrradführerschein + die Theorie dazu waren bei meinem Sohn die einzigen 1er in HSU. Sonst hat er 4er. Er war einer von 3 aus 28 Kindern die einen Ehrenwimpel bekommen haben, d. h. mit Auszeichnung bestanden.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von emmisya - 19.03.2019

\"ich habe meine Kinder davon einfach abgemeldet \"
\"Es gibt auch immer wieder Kinder, die am Prüfungstag krank sind oder sie nicht schaffen - diese müssen es auch nicht nachholen... \"

Räumt doch euren Kindern jedes Steinchen, jede unangenehme Anstrenungen, jede Hürde aus dem Weg. Curling.

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 19.03.2019

Vor allem jede. Oder legt ihnen wirklich jede moegliche Huerde in den Weg. Motivation und Leistung werden in den Himmel wachsen! Und mit ihrem Chef werden sie mal gut klarkommen, Ziel erreicht.

Re: Danke für eure Rückmeldungen und

Antwort von Maxikid - 19.03.2019

Bei uns zählt die Fahrradprüfung auch zur SU Note.
Genauso wie Kermit bei uns zur mündl. Note in Deutsch zählt.

Ich finde, so wie wir früher, müsste der Verkehrsunterricht jedes Jahr in der GS stattfinden.
Wir waren jedes Jahr für eine Woche auf einen Radübungsplatz/Verkehrsübungsplatz der Polizei mit Praxis und Theorie.

Ich würde mein Kind auf jeden Fall mitmachen lassen. Sich gleich davor drücken, ohne es ausprobiert zu haben, finde ich nicht gut. Denn irgendwann kommt wieder etwas, wovor das Kind Angst hat oder nicht kann. Ich würde meinem Kind dann aber sagen, es ist toll, wenn man etwas probiert und mann darf dann auch mal etwas nicht schaffen, aber erst gar nicht etwas probieren, finde ich nicht gut.

LG

Re: Fahrradführerschein

Antwort von niccolleen - 20.03.2019

Dann sind sie aber auch schon aelter, umsichtiger, und werden es sicherlich genauso lernen.
Aber ich finde es natuerlich auch schade, dass Kinder immer oefter Probleme mit einfachen Gleichgewichtsanforderungen haben und weniger draussen sind.

lg
niki

Re: Fahrradführerschein

Antwort von Foxi23 - 22.03.2019

Tja, wieso wird es manchen Kindern nicht beigebracht? Vielleicht, weil manche Kinder nicht wie alle anderen Kinder sind.

Wir haben hier das Problem, dass mein Sohn sich einfach weigert, es nochmal zu probieren. Wir haben mit etwa 4 Jahren mit einem kleinen Fahrad mit Stützrädern angefangen. Ok, bisschen gefahren auf gerader Strecke, aber dann auch sofort das Interesse verloren. Ihn noch weitere Male überredet, er ist halt widerwillig mitgefahren nach vielem Reden.

Es juckt ihn einfach nicht, er lässt sich null motivieren, es interessiert ihn nicht, ob alle anderen Freunde es schon lange können, ob wir es tun. Einfach null. Er macht absolut dicht und reden oder Motiviationsversuche bewirken das absolute Gegenteil.

Finde es nicht richtig, dass den Eltern pauschal mal \"verurteilt\" werden.

?

Antwort von IngeA - 26.03.2019

Die Frage war doch, ob das Kind den praktischen Teil mitmachen muss, nicht, ob es den Fahrradführerschein bekommt ohne Rad fahren zu können.

LG Inge

Re: Fahrradführerschein gibt‘s nur bei verkehrssicherem Fahren!

Antwort von kati1976 - 23.03.2019

So ist es hier in MV auch. Hier gibt es einen Verkehrsübungsplatz mit Schildern,Ampeln usw. Die Kinder müssen sich an alle Regeln halten und die Polizei nimmt die Prüfung ab.


Es gibt Kinder die fallen durch, denn es dürfen nicht zu viele Fehler sein.

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