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Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Frage von Teri  -  04.02.2015
Ich bin seit einem knappen Jahr mit meinem Freund zusammen, er wohnt in einer anderen Stadt, ca. 50 km entfernt und wir sehen uns im Durchschnitt einmal pro Woche, in der Regel kommt er samstags zu mir.

Meine 11-jährige Tochter mag ihn nicht. Sie verhält sich ihm gegenüber sehr unfreundlich, greift ihn oft an und hat ihn sogar ein paar mal „Idiot“ genannt. Natürlich habe ich mehrfach mit ihr darüber geredet, ihr gesagt, dass ich sie nicht zwinge, ihn zu mögen, aber von ihr verlange, sich höflich zu benehmen und ihr verboten, ihn (und generell andere Menschen) „Idiot“ zu nennen. Meistens zeigt sie sich dann einsichtig und verspricht, sich zu bemühen, freundlicher zu ihm sein, doch geändert hat sich nichts wirklich.

Mein Freund hat bisher Verständnis gezeigt und versucht, sich in der Lage meiner Tochter zu versetzen, aber vor ein paar Tagen, als sie sich wieder schlecht verhalten hat und ihn beleidigt hat, ist es ihm zu viel geworden und er ist richtig sauer geworden, was ich verstehen kann. Er hat mir gesagt, dass er sich nicht gefallen lassen muss, von einer 11-jährigen so blöd angeredet zu werden und dass wir uns vielleicht künftig lieber nur dann sehen sollen, wenn sie nicht da ist. Ich finde, dass wir uns ohnehin wenig sehen und wenn unsere Treffen noch seltener werden sollten… das macht mich unglücklich.

Er hat keine Kinder und auch keinerlei Erfahrung mit Kindern. Seiner Meinung nach ist er um meine Tochter bemüht. Dem kann ich nur teilweise zustimmen. In materieller Hinsicht ja (er schenkt ihr viele Sachen), er bietet ihr auch sein handwerkliches Geschick an (repariert ihr Fahrrad) und seine Kraft (trägt sie auf seinem Rücken). Aber von ihm kommt nicht wirklich viel Freundlichkeit, Herzlichkeit und Interesse für sie. Er ist vom Typ her eher „der raue Bursche“ und hat keine guten Manieren. Wenn wir zusammen spielen, benimmt er sich selber wie ein Kind, zeigt Konkurrenzverhalten und ärgert meine Tochter. Ich habe ein paar mal versucht, ihm vorsichtig Tipps zu geben, wie er die Sache anders angehen könnte, aber die nimmt er nicht auf. Er ist der Meinung, dass er genug tue, aber statt Anerkennung nur Undankbarkeit und Ablehnung von ihr ernte.

Fakt ist auch, dass meine Tochter sonst alle Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis mag. Nur meinen Partner mag sie nicht (und kann nicht erklären warum) und nur ihm gegenüber ist sie unfreundlich.

Ich war vor dieser Beziehung jahrelang allein. Im Moment bin ich sehr wütend auf meine Tochter, habe Angst, dass sie den Mann, den ich liebe, verjagen wird und fühle mich hilflos. Gibt es irgendetwas, was ich tun könnte, um die Situation zu verbessern? Bin für jeden Ratschlag dankbar.

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von mf4  -  04.02.2015
Dass sie Respekt haben soll und höflich sein soll da stimme ich dir zu.

Allerdings...
ich bin auch schon ganz lange Single und allein mit den Kindern und ein Partner, den die Kinder ablehnen wäre für mich keine Option. Da gehen die Kinder vor.

Wenn es wirklich Antipathie ist und nicht einfach nur Eifersucht kann man sicher wenig machen. Eifersucht kann sich legen, wenn für sie nun immer noch genug zeit da ist... ist es das?

Meine Kinder verbringen sehr viel Zeit mit mir... wenn dann jedes gechillte WE was sie kannten nun ein Paar-WE werden würde, wo sie eine Nebenrollen spielen das würde ihnen sicher auch nicht gefallen.
Allerdings würden sie ihn nicht beschimpfen.

 
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Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von desireekk  -  04.02.2015
Hallo,

ich verstehe hier alle drei Seiten.

Das wichtigste für mich ist aber:
Kein Kind nennt niemanden aus meinem Umfeld "Idiot" (was es außerhalb meines Umfeldeinflusses macht weiß ich ja nicht).
Zudem werden Menschen in meinem Umfeld generell mit Respekt behandelt.
Egal, ob mein Kind sie mag oder nicht.
Ich greife auch nicht die Freunde meiner Kinder an und sage ihnen, wie blöd sie doch sind.
Ich würde das nächste Mal vort dem Eintreffen meines Freundes daran erinnern und eine adäquate Konsequenz dagegenstellen.
Und diese Konsequenz dann auch durchziehen!

Und ja, auch mit meinemn Freund kurz bevor er eintrifft nochmal besprechen, wie man ein Kind "erobern" kann, auch wenn es jetzt aktuell nicht in seinem "Portefeuil" an Werbemassnahmen liegt. Also mal gewinnen lassen, etc. Evtl. ein Zeichen vereinbaren wenn Du denkst, dass es JETZT grad dranm wäre.

Es scheint, dass die Art Deines Freundes nicht gerade die "typische Art" der bisherigen Menschen um Euch herum ist. Da tut sich Töchterlein natürlich schwerer.

Und Eifersucht ist sicher auch ein Thema.
Aber da muss sie durch.

Hat die Tochter auch einen Papa? Ist sie dort regelmäßig?

Es ist sicher nicht leicht und evtl. wird auch nie die erhoffte "Liebe" zwischen den beiden, aber gegenseitiger Respekt und behutsamer Umgang miteinander kann durchaus verlangt werden.

Gruss

Désirée
Mehr gerne per PN

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von Hase67  -  05.02.2015
Das ist schon ein Problem, das viele Patchworker kennen. Deine Tochter und dein Freund sind ja eher eine "Zwangsgemeinschaft", als dass sie sich einander ausgesucht hätten. Einerseits hast du dir mit deiner Tochter über die Jahre eine Zweisamkeit erarbeitet, in die jetzt ein Dritter eindringt - da ist eine gewisse Eifersüchtelei und Reserviertheit von deiner Tochter verständlich - andererseits hat dein Freund keine (jedenfalls keine direkte, eigene) Erfahrung im Umgang mit Kindern und nimmt sie ja wohl außerdem eher "in Kauf" als dass er sich nun wirklich für sie im Besonderen interessiert. Das ist genau der Punkt, wo er gefragt und gefordert ist.

Es geht aber natürlich nicht, dass deine Tochter respektlos zu ihm ist - Idiot, Arschloch, Mistkerl oder so was sollte also komplett tabu sein. Andererseits solltest du deinem Freund aber auch klar machen, dass es wenig zielführend ist, wenn er sich in Konkurrenz zu deiner Tochter sieht oder Machtspielchen mit ihr austrägt. Sie wird für ihn - sage ich jetzt mal aus meiner eigenen Erfahrung heraus, aber auch aus dem, was ich von anderen Patchworkern weiß - niemals den gleichen emotionalen Stellenwert haben wie ein eigenes leibliches Kind, aber er kann definitiv lernen, ihr gegenüber mit echtem Interesse an ihr, mit Zuwendung und auch mit erwachsener Souveränität statt mit Schimpfen und Beleidigtsein zu punkten - das halte ich für ganz wichtig. Dem Konflikt aus dem Weg zu gehen, ist aus meiner Sicht die schlechteste aller Lösungen - deine Tochter ist nun mal Bestandteil deines Lebens, noch für die nächsten 7 bis 8 Jahre, da muss er durch.

Es gibt übrigens Patchwork-Beratungen in vielen Städten, in denen gerade solche Schwierigkeiten auch besprochen und Lösungswege erarbeitet werden können. Die Schwierigkeiten, die du beschreibst, kenne ich selbst aus eigener Erfahrung, aber auch von vielen anderen PatchworkerInnen.

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von luiesee  -  05.02.2015
“Aber von ihm kommt nicht wirklich viel Freundlichkeit, Herzlichkeit und Interesse für sie.“
Damit hätte ich das größte Problem, vor allem da sie erst 12 ist. Wie stellst du dir das die nächsten Jahre vor?

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von Finfant  -  05.02.2015
Hallo!

meine Tochter ist 12 Jahre und mag meinen Freund auch nicht! ABER, sie würde JEDEN nicht mögen, denn bei ihr ist es wirklich die Eifersucht...

zu meiner Situation: Mein Mann ist vor 3 Jahren verstorben (Nadinchen war damals 9 Jahre) und wir beide (meine erw. Tochter ist inzw. verheiratet und wohnt somit nicht mehr zuhause) sind ein eingespieltes Team :-)

tja....und dann kam vor 3 Monaten, mein Freund hinzu (diesen kenn ich allerdings schon fast mein ganzes Leben, er war meine Jugendliebe und ich seine! er kennt meine Töchter, kannte meinen Mann, meine Eltern usw...) tja....und Nadine hat einfach "Angst", vor einer Veränderung! denn, dies ist es...vorallem fürs Kind!!! denn, diese wird ja nicht gefragt, ob denn Mama einen Freund haben darf *leicht-lächel* das Kind, wird vor vollendende Tatsachen gestellt....und das ist nicht einfach für ein Kind!!!

was bei uns hilft, ist reden, reden und nochmals reden! Verständnis und Liebe...!!! und klare Ansagen, d.h. ich habe ihr heute gesagt, das R. am Samstag und am Sonntag hier schläft....da war sie nicht begeistert. Aber, heute abend, war es dann in Ordnung, sie hat sogar überlegt, was wir denn dann am Sonntag zusammen machen können :-)

einfach ist es nicht...aber, das ahnte ich schon.....als es klar wurde, das R. eine Beziehung mit mir möchte!

lg, Andrea

ps. meine erw. Tochter ist total begeistert, sie und R. verstehen sich super :-)) und das hätte ich NIE gedacht, da Kathrin immer das absolute Papakind war!!!

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von Susanne.75  -  10.02.2015
Die Tatsache, dass er auf Abstand gehen möchte, wäre für mich keine Option. Meine Tochter gehört zu meinem Leben, bzw ist sie das wichtigste in meinem Leben. Wenn jemand diesen Teil von mir nicht voll akzeptieren kann oder aufgibt, mit diesem Teil von mir klarkommen zu wollen, der kann leider an meinem Leben nicht teilhaben.

Ein 11 jähriges Kind IST ein Kind und darf sich auch so benehmen. Respekt muss sie selbstverständlich lernen, aber gleichzeitig würde ich mit auch Gedanken machen, warum ihr Bauchgefühl bei ihm so gar nicht stimmt. Kinder haben meist noch einen besseren Instinkt als Erwachsene. Andere Personen betreffend vergisst sie ihre Erziehung ja offensichtlich nicht.
Davon ab kann man als alleinerziehende Mutter einen Partner, der sich in Konflikten auch noch wie ein Kind benehmen will, nicht wirklich gebrauchen Der wird nie ein zuverlässiger Partner sein, der durch dick und dünn an deiner Seite steht.

Meine Tochter und mein Partner kommen nicht gut miteinander aus :-(

Antwort von Teri  -  11.02.2015
Vielen Dank für eure Antworten und Ratschägen.

Ich denke auch, dass mein Problem nicht so selten ist, deshalb habe ich mich an das Forum gewendet.

Ich glaube, dass der Hauptgrund für die Ablehnung/das unfreundliche Verhalten meiner Tochter Eifersucht ist. Sie hat einfach Angst, dass ich nicht mehr so viel für sie da sein könnte, dass sie mich mit noch jemandem teilen muss, dass noch ein Kind gezeugt werden könnte (was wir aber nicht vorhaben und das weiß sie). Ist bestimmt bis zu einem gewissen Grad auch eine natürliche Reaktion.

Der Kontakt zu ihrem Vater ist sehr gut. Sie verbringt fast jedes Wochenende bei ihm. Insofern sind mein Freund und ich ohnehin meistens allein während unserer Treffen.

Ich habe die vergangene Woche fast täglich mit meiner Tochter eindringlich besprochen, dass Unhöflichkeit und Beleidigungen inakzeptabel sind. Sie hat auch meine Traurigkeit und Verzweiflung gemerkt. Das hat zu (zumindest kurzfristigen) guten Ergebnissen geführt. Als sie am letzten Sonntag von ihrem Papa nach Hause gebracht wurde, war mein Freund noch da und wir verbrachten ca. 1 Stunde gemeinsam. Sie war tatsächlich höflich und hatte sogar eine Kleinigkeit für ihn gebastelt. Er zeigte Interesse dafür, wie sie sie gemacht hat, sie zeigte ihm daraufhin die Technik und andere ihrer Bastelarbeiten und die beiden hatten ein freundliches Gespräch. Daher habe ich neue Hoffnung.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass man einem Mann grundsätzlich nicht sagen kann, was er tun soll. Das funktioniert nicht, denn die Männer machen einfach, was sie wollen. Deshalb glaube ich nicht, dass es Sinn macht, meinem Freund zu sagen, wie er sich meiner Tochter gegenüber zu verhalten hat. Darauf habe ich keinen Einfluss. Ich habe ja schon ein paar mal versucht, vorsichtig Vorschläge zu machen und er nahm nichts davon an. Ich kann nur mein eigenes Verhalten ändern und das meiner Tochter evtl. beeinflussen, andere Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, sehe ich leider nicht. Es ist auch unter meiner Würde, einen Mann darum zu bitten, er möge sich mehr/anders um mein Kind bemühen. Entweder der Wunsch, nach neuen Wegen zu suchen, sich mit meiner Tochter anzufreunden, kommt von ihm aus seiner eigenen Motivation oder ich muss es sein lassen.

Ich habe vor, demnächst ein Gespräch mit meinem Freund darüber zu führen, wie er unsere Zukunft sieht und wie seine Absichten und Pläne sind und wenn ich keine zufriedenstellenden Antworten von ihm bekomme, werde ich mich von ihm distanzieren/trennen. Es wird richtig hart sein, denn ich liebe ihn wirklich sehr mit all seinen Fehlern, aber wenn er nicht der Richtige für mich sein sollte, werde ich meinen eigenen Weg gehen.


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