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Beitrag aus dem Forum Partnerschaft

Mein Mann hat Schizophrenie

Frage von Crazy87 - 03.02.2019

Hallo zusammen
Mein Mann hat Schizophrenie lässt sich nicht helfen trinkt und raucht Cannabis die Spritze die er kriegt wirkt schlecht. Ich möchte ihn bei so einer Situation nicht verlassen weil er auch in meinen schlechten Zeiten bei mir war. So schwer mir das auch fällt merke ich das ich gehen muss. Ich habe ihn geliebt ich hab alles versucht um ihn zu helfen aber es hat nix gebracht!!! Kennt ihr euch mit solchen Situationen aus,wie geht ihr damit um?

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von cube - 03.02.2019

Er macht doch sicher eine Therapie, oder? Wo bekommt er Alkohol und Canabis her? Die Medikamente können nicht wirken - Canabis konterkariert die Wirkung der Medikamente.

Wenn er sich nicht helfen lässt, kann es richtig sein zu gehen!

Antwort von Bonnie - 03.02.2019

Hier geht es ja um zwei Dinge: Zum einen ist Dein Mann psychisch krank. Das ist erstmal kein Grund, ihn zu verlassen. Zum zweiten aber will Dein Mann sich nicht helfen lassen. Er führt sein selbstzerstörerisches Leben weiter. Hier kann es dann doch richtig sein, ihn zu verlassen. Denn jeder Mensch kann die Entscheidung treffen, ob er sich helfen lässt, oder ob er untergehen will. Wenn Dein Mann sich dafür entscheidet unterzugehen, musst Du als Partnerin aber nicht mit untergehen.

Wenn Dein Mann säuft und Gras raucht, obwohl er psychisch krank ist und medikamentös behandelt wird, ist das SEINE Wahl. Er darf sich selbst zugrunde richten, wenn er das will. Du brauchst ihm dabei aber nicht zuzusehen. Es kann richtig sein, sich jetzt in Sicherheit zu bringen, denn Suchtkranke neigen ja dazu, auch die Menschen zu zerstören, die mit ihnen leben. Sie ziehen sie mit sich herunter.

Du schreibst, dass Du auch selbst schon schlechte Zeiten hattest. Pass auf, dass die nicht wiederkommen, wenn Du bei einem so negativen, destruktiven Mann bleibst. Wenn Du nicht sehr stabil, stark und seelisch wirklich sehr gesund bist, kann die Situation auch für Dich wieder gefährlich werden, weil sie Dich schwächt.

Auch wenn Du ein Kind hast, wäre es sicher richtig, erstmal auf Abstand zu Deinem Mann zu gehen, um das Kind vor seinem Absturz zu schützen. Dein Mann sieht dann außerdem, dass er dabei ist, seine Familie zu verlieren. Vielleicht braucht er diesen Schubs, um zu erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Erkennt er es nicht, ist ihm eh nicht zu helfen.

In jeder Stadt werden Selbsthilfe-Gruppen für die Angehörigen von psychisch kranken oder suchtkranken Menschen angeboten. Das wäre sicher gut für Dich, dort könntest Du Dich aussprechen und mit anderen austauschen. Frage mal bei der Caritas oder bei der Diakonie telefonisch nach, ob es eine solche Gruppe auch in Deiner Stadt gibt. Kümmere Dich außerdem (z. B. beim Jobcenter) darum, welche finanziellen Leistungen Dir zustehen, wenn Du jetzt allein lebst, einen Wohnung brauchst etc.

Auch ein Beratungstermin bei einem Anwalt für Familienrecht ist wichtig (bezahlt der Staat, wenn Du wenig Geld hast, der Anwalt beantragt für Dich einen Beratungsschein), falls Ihr ein Kind oder Kinder habt. Du bekommst dann erklärt, welche Rechte Du hast, wie es finanziell weitergeht, ob der Vater in seinem Zustand überhaupt Besuchtsrecht oder Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommt etc. Das ist sehr wichtig, dann weiß man, woran man ist und was einem zusteht!

Achte achte gut auf Dich! Letztlich bist DU wichtiger als Dein Mann, Du kommst an erster Stelle. Pass auf dich auf!

Alles Liebe

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von pauline-maus - 03.02.2019

psychisch kranken kann man nur helfen , wenn man deren lage versteht. heisst , entweder man hat selber erfahrung damit oder man hat das studiert.
als partner hat man da keine chance , entweder man ist co krank oder geht , so schlimm das auch ist

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Paradoxon - 03.02.2019

Eine Freundin, die sich mit Suchterkrankungen auskennt meine einmal, dass man sich nicht selbst kaputt machen darf, so lange der Süchtige keine Einsicht zeigt. Ich weiß, dass Sucht und Schizophrenie etwas anders sind, aber das Problem scheint mir übertragbar. Sie sagte es ist besser demjenigen zu sagen, dass man ihm nicht helfen kann, wenn er nicht will. Dass er alleine klar kommen muss, aber dass man bereit ist ihm später zu helfen, wenn er Einsicht zeigt.

Das Problem ist nämlich häufig, das die Helfer auf dem Weg nach unten mitgezogen werden, und nicht mehr in der Lage sind zu helfen, wenn beim Süchtigen die Einsicht beginnt und die Hilfe wirken würde. Die Einsicht kommt meist erst, wenn die Süchtigen ganz unten angekommen sind und nichts mehr geht. Ohne Unterstützung ist der Absturz meist steiler und daher wird der Zeitpunkt der Einsicht auch früher erreicht. Auch wenn das sehr hart klingt erscheint es mir plausibel. Also jede Unterstützung verweigern, solange keine Einsicht da ist.

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Lucylu - 03.02.2019

Der Ex-Mann meiner besten Freundin (und Vater ihrer Kinder) hat Schizophrenie.
Sie hat wirklich ALLES probiert, ist selbst Krankenschwester.
Schlussendlich hat sie ihn verlassen, weil es auch teilweise für die Kinder wirklich gefährlich wurde. Ich kenn ihn natürlich auch und wenn es ihm gut ging (und er seine Medikamente genommen hat), war ein total lieber Mensch.
Die Kinder sind mittlerweile Erwachsen. Der Vater lebt ihm betreuten Wohnen, ohne \"Aufsicht\" klappt es nicht, hat er zum Glück selber eingesehen.

Ganz, ganz schwierige Geschichte. Selbst wenn du als Partner 100% stabil bist!! \"Nur\" mit Liebe ist das meiner Meinung nach nicht zu schaffen...

Lg

Verantwortung der Ehe/Familie gegenüber

Antwort von desireekk - 04.02.2019

Hallo,

moralisch ist es so verwerflich einen \"kranken\" Menschen zu verlassen.

Aber:
ich bin bereit JEDE Krankheit mit meinem Partner durchzustehen, sofern er/sie selbst aktiv an der Krankheit mitarbeitet.
Ob das nun ein (dauerhaftes) Rückenleiden ist das quält, eine Depression oder eben sowas wie bei Euch.

Das hat für mich damit zu tun, dass ich innerhalb einer Familie/Partnerschaft die Verantwortung habe, mein bestes zum guten gelingen beizutragen.

Wenn nun mein Partner jede Verantwortung ablehnt und nichts dazu tut dass es uns allen zusammen besser geht: dann muss ich das irgendwann auch nicht mehr.

Und da hört bei mir eben auch die moralische Verantwortung auf.

ich habe den depressiven Vater meiner Kinder irgendwann verlassen (nach Jahren) weil ich es weder mir noch den Kindern zumuten wollte in solchen Verhaltensmustern aufzuwachsen.

Gruss

D

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Bookworm - 07.02.2019

Ich habe eien Schizophrenen in der engeren Verwandschaft gehabt. hat sich auch nicht helfen lassen, hat geraucht und getrunken und gekifft. Hatte zum Glück keine Familie.

Er ist vergangenes Jahr mit Anfang 40 auf der Straße umgefallen, plötzlciher Herztod. Er hat sich selbst zugrunde gerichtet und seinen Eltern sehr viel Kummer gemacht.

Alle haben versucht ihm zu helfen, X mal wieder unterstützt, wieder aus irgendeinem Scheiß (Entschuldigung) geholfen, den er gebaut hatte. Hat alles nix geholfen.

Für Dich und die Kinder: Trenne Dich

Alles Gute!

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Maroulein - 07.02.2019

Hallo
Wenn er so weiter macht bleibt von dem Partner den du Mal hattest wahrscheinlich nicht viel über.
Ich hatte eine Freundin mit gleicher Diagnose,die obendrein auch alles an Drogen nahm was sie bekam, irgendwann mit 30 wusste sie nicht Mal mehr dass sie jemals auf einem Gymnasium war, fünf Jahre später konnte sie sich auch an die Freundschaft nicht erinnern.
So schwer es auch fällt,wir haben den Kontakt abgebrochen,es war immer als wäre man selber im falschen Film,da sie irgendwie eh nichts mehr wusste,auch ihre Persönlichkeit war irgendwie weg,von einer Lebenslustigen, ziemlich vorlauten Teenie Göre ,hin zu einer absolut unsicheren fahrigen Frau ohne eigene Meinung.
Der Kontakt hat uns irgendwann einfach nur noch weh getan.

Auch wenn er Dir in schlechten Zeiten beigestanden hat,hast du doch wahrscheinlich alles getan dass es wieder aufwärts geht-dass er das macht ist aber sehr unwahrscheinlich,ich habe einige psychisch erkrankte als Patientin,er bietet auf jeden Fall die schlechteste Ausgangssituation etwas zu ändern,weil es eben von ihm selbst kommen müsste,die Krankheitseinsicht bei dieser Diagnose aber oft nicht erfolgt.

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von pauline-maus - 11.02.2019

wobei ich auch sagen muss, ich habe tiefstes mitgefühl mit psychisch kranken.
alles was im innerern der seele erkrankt ist schwer zu heilen und wenn man dann noch allein auf dieser welt ist , wird alles noch schlimmer, denn der fixpunkt fehlt, für denn man eben auf dieser erde ist.
soll aber niemals nicht bedeuten , das sich ein partner deshalb aufgeben muss

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 03.02.2019

Leider lässt er sich nicht helfen und sieht es nicht ein wie krank der ist

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 03.02.2019

Und teraphie kriegt er nicht

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 03.02.2019

Ja wie gesagt ich hab mein bestes gegeben wenn er jede Hilfe ablehnt kann ich auch nicht helfen

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 03.02.2019

Ja leider ist das so des Helfer auch mit gezogen werden. Es ist sehr schmerzend das beide leiden aber dem Partner egal ist

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 03.02.2019

Mein Mann ist normalerweise auch ein sehr lieber, hilfsbereiter, humorvoller Mensch leider macht die Krankheit aus so einem lieben Menschen ein Monster

Re: Verantwortung der Ehe/Familie gegenüber

Antwort von Crazy87 - 04.02.2019

Ja es ist nicht leicht vor allem man sieht den Partner leiden lehnt jede Hilfe ab und sucht die Lösung oder wie man das auch nennen mag bei Alkohol oder Cannabis das tut noch mehr weh. Ich war dabei ihn zu verlassen aber ich habe es nach so vielen Monaten geschafft das er in die Psychiatrie kommt aber mein bedenken ist das es schlimmer wird weil die Menschen können ja auch sehr gut spielen

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 07.02.2019

Das ist wircklich eine schwere Situation. Gottseidank habe ich keine Kinder aber leider musste der zwangseingewiesen werden was ich auch für richtig halte! Jetz geht es ihm besser nur habe ich gemerkt der gehört nicht in die geschlossene sicher braucht er eine Therapie aber
da sind so viele kranke Menschen mein Mann
ist/wirkt dagegen noch normal obwohl der so viel
scheiße gebaut hat. Ich hoffe dass das nicht wieder vorkommt weil eine zweite Chance kann ich ihm nicht mehr geben. Jetz muss er entscheiden was er aus seinem Leben macht und was aus uns wird

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 07.02.2019

Ja leider ist das eine unheilbare Krankheit und eine blöde Situation und das ist auch bei jedem anders nur ein ist klar Alkohol und Drogen machen dem Menschen bei so was noch mehr kaputt und man wird unbemerkt mit runter gezogen! Wie bist du überhaupt mit der Situation umgegangen? Also was hast du gemacht? Ich werde mich auch therapieren lassen oder wenn Mein Mann damit einverstanden ist auch eine Ehepaar Therapie

Re: Mein Mann hat Schizophrenie

Antwort von Crazy87 - 11.02.2019

Das war auch ein Punkt warum ich ihn nicht verlassen wollte außer das er mir bei den schlechten Zeiten bei stand. Es gibt so viele kranke Menschen die auf der Straße rumlaufen und denen man das nicht ansieht das die krank sind. Mein war 1 Woche in der geschlossenen Psychiatrie heute kommt der in die offene und ich muss sagen auch wenn der Unsinn gemacht hat wo ich die Menschen da gesehen habe, habe ich direkt gesagt du gehörst in die offene und nicht hier hin Gott sei dank waren ich und der Chefarzt der gleichen Meinung aber das heißt nicht das ich ihn daraus holen wollte

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