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Beitrag aus dem Forum Kigakids

Großeltern-Bevorzugung

Frage von März07 - 17.05.2012

Hallo!

Mein Exmann und ich haben einen gemeinsamen Sohn (fünf Jahre). Es war immer wieder das Thema, dass er mehr an mir hängt als an ihm, und auch mehr mit meinen Eltern anfangen kann als mit seinen. Dazu muss man sagen, dass meine Eltern auf einem großen alten Bauernhof leben, mein älterer Bruder mit seinen zwei Kindern lebt gleich daneben, es ist das reine Kinderparadies, und er fährt halt sehr gerne hin. Meine Mutter kann mit ihren Enkelsöhnen sehr gut umgehen. Trotzdem haben wir immer mit den Eltern meines Mannes fast mehr unternommen als wir noch zusammen waren, weil sie in der selben Stadt leben. Sie sind auch lieb und der Kleine hängt auch an ihnen, aber sie leben in einer Eigentumswohnung in der Stadt, sind auch ein wenig steifer und erwarten eher, dass das Kind sich selber beschäftigt. Es ist einfach eine ganz andere Situation dort.

Nun halt ich das grundsätzlich für gut wenn ein Kind beides kennenlernt, es heißt ja nicht, dass er seine andern Großeltern nicht mag, aber mein Ex reagierte da immer ganz extrem drauf. Das ging bis zu heftigen Vorwürfen und beleidigtem Getue, wenn das Kind nur fragte, wann wir mal wieder zu meinen Eltern fahren. So hat sich alles eben auch immer mehr aufgebaut.

Ich persönlich halte von so einem Konkurrenzgetue innerhalb der Familie gar nichts. Meine Ex-Schwiegereltern sind sehr sportlich, fahren oft weg und wollten meiner Ansicht nach gar nicht unbedingt jedes Wochenende den Babysitter spielen. Der einzige, der quertreibt, ist mein Ex. Wer weiß, wie es in ein paar Jahren aussieht? Da sind ihm seine anderen Großeltern vielleicht lieber, weil sie so sportlich sind und viel gereist. Machen kann man doch eh nichts.

Ich bin die Vorwürfe echt leid. Mein Ex bauscht hier Sachen auf, die vielleicht einmal vorgekommen sind als er dabei war (er wollte fast nie mit zu meinen Eltern), lässt das Kind spüren dass er enttäuscht ist, und behauptet, er würde ja eh nur Leute mögen, die ihm keine Regeln aufstellen und bei denen er alles darf.

Gegenüber meinen Eltern finde ich solche Behauptungen eine Unverschämtheit. Sie sind liebevolle Großeltern, aber sie haben auch drei Kinder und zwei Enkel und wissen sehr wohl, wie man erzieht.

Gibt es das bei Euch auch, so eine Bevorzugung einer Seite?

Re: Großeltern-Bevorzugung

Antwort von AnnaMa - 17.05.2012

Hallo,

ich glaube, das lässt sich nicht wirklich vermeiden.

Bei uns wohnen beide Großelternpaare ca. 200 km entfernt.

Als meine Kinder im Baby- und Kleinkindalter waren, sind wir oft zu den Schwiegereltern gefahren. Die haben Babybettchen, Tripptrapps, Türgitter etc. angeschafft, die Kinder auch mal für ein Wochenende zu sich geholt. Auch bei Familienfesten waren wir eher dort, als bei meiner Familie. Dort waren die Gegebenheiten auch unpraktischer: Mein Bruder mit 4 größeren Kindern wohnt auch weiter weg, die haben dann also bei meiner Familie übernachtet - für uns mit weiteren dreien war einfach kein Platz mehr. Und es gab auch keine Babyausstattung dort.

Meine Kinder hingen also eher sehr an den Großeltern väterlicherseits, die sich auch wirklich rührend gekümmert haben. Als wir schließlich 3 Kinder hatten, wurde es etwas weniger, und im Laufe der Zeit ist es meinen Schwiegereltern auch sichtlich zu viel geworden. Die Großen kamen in die Schule, hatten andere Interessen, dann noch ein Baby dazu. Es kam jetzt auch öfter Kritik an den Großen, was für die nicht leicht zu schlucken war. Früher durften sie da alles, und nun waren sie zu laut, zu wild etc.

Gleichzeitig sind die Kinder meines Bruders ins Teenageralter gekommen und wollten nicht mehr immer mit zur Oma. Dadurch waren wir auch öfter mal zum Übernachten da. Jetzt haben die Großeltern mütterlicherseits die interessanteren Ausflüge gemacht, nicht so viel gemeckert (die Teenager meines Bruders haben im Vergleich viel mehr Chaos hinterlassen), da durften sie im Garten Fussball spielen etc. - und irgendwann wollten meine Großen lieber zu dieser Oma.

Die andere Oma fand unsere Kinder zwar stressig (was natürlich ihrer Meinung nach nur an meiner Erziehung hängt - also auch hier lief es nicht frei von Gezicke), war dann aber trotzdem öfter beleidigt, wenn wir nun öfter und länger bei der anderen Oma waren. Nun hat sie aber noch ein Enkelchen hinterher gekriegt (von meiner Schwägerin), das zur Zeit noch ein Baby ist - also viel pflegeleichter als unsere 3 Großen - und das wird genau so verwöhnt wie meine seinerzeit, und wir werden auch nicht mehr so oft eingeladen, "weil ... ja dann schon mit dem Baby da ist, und dann wird das ja zuviel für das kleine Baby"

Es ist also eher eine Frage des Alters und wie es grade passt. Vermeiden lässt sich das eh nicht, und so lange keiner beleidigt ist, kann man das doch ganz gut handlen. Wir haben es dann so geregelt, dass wir die Oma, bei der es grad nicht so gut gepasst hat, dann eben nur für einen Tag besucht haben - morgens hin, abends zurück.

Vlg,

Anna

Re: Großeltern-Bevorzugung

Antwort von alsame - 17.05.2012

Ja bei uns, aber meine Eltern kümmern sich auch. Und meine Schwiegereltern zeigen kein Interesse.

alsame

Re: Großeltern-Bevorzugung

Antwort von pussydeluxe2003 - 17.05.2012

Ich kann mich selbst noch dran errinnern, das ich als Kind auch die einen Grosseltern "lieber" mochte oder mich dort einfach wohler gefühlt habe.... ist halt so... dafür meine Cousine öfters bei der anderen Oma und das war ihre Lieblingsoma...

Re: Großeltern-Bevorzugung

Antwort von Anna111 - 18.05.2012

Ja, ist bei uns auch so ähnlich:

Bei meinen Eltern sind die Kinder lieber. sie wohnen auf dem Dorf, viel Platz, Klettergerüst etc., Hühner, und komplette Kinderausstattung. Auch bin ich in vielen Dingen meiner Mutter ähnlich und ich habe auch einige Rituale aus meiner Kindheit übernommen, so dass unsere Kinder sich dort einfach heimischer fühlen. Von Typ her sind meine Eltern sehr liebevoll und vermitteln unseren Kindern einfach, dass sie die tollsten-lustigsten-hübschesten-witzigsten-pfiffigsten...Kinder der Welt sind. Allermeistens benehmen sie sich dann auch so ;-)

Meine Schwiegereltern sind deutlich älter, steifer, wollen auch gerne miterziehen und haben deutlich mehr eigene Interessen. Da sind die Kinder auch gerne, aber eher quasi als Besuch und nicht wie zu Hause (versteht ihr, was ich meine?) - sie fühlen sich dort wie bei guten Bekannten und nicht heimisch. Viel unangenehme Gespräche gab es auch schon über Sichereitsaspekte (ungeschützer Gartenteich z.B.), so dass ich als die Kids kleiner waren, auch nicht so ein gutes Gefühl hatte, sie dort zu lassen.

LG Anna

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