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Beitrag aus dem Forum Alleinerziehend

Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Frage von Ostfriesenmama - 05.09.2008

Mein Sohn sagt zum Stiefvater Papa und zu seinem Papa Papa.
Nun hat der Papa das rausbekommen und ist super sauer auf unseren Sohn.
Mein Oshn sieht seinen Papa regelmäßig die haben ein super Verhältniss aber er liebt seinen Stiefpapa auch ganz doll und er sagt nun mal Papa zu ihm.

Soll ich ihm das jetzt ausreden ? Es kann doch selbt entscheiden. eR ist 6 Jahre alt.
Mein Mann (also nicht der Exmann) sagt auch Sohnemann zu ihm.
Die beiden sind seit fast 3 Jahren ein Herz und eine Seele.
Ich habe schon beim Kindsvater um verständniss gebeten aber er bleibt sturr und möchte seinem Sohn die Leviten lesen und ihm verbieten Papa zum Stiefvater zu sagen.

Oh man könnte das Leben einfach sein.

Nun hat mein Sohn Angst vorm Papa. Der kommt nächste Woche ausser der Reihe und will nun Klarheit.

Re: Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Antwort von anahid - 05.09.2008

hallo ostfriesenmama,

geh mal in dich und stell dir das szenario andersherum vor. die freundin deines exmannes wird von deinem sohn mama genannt...wie fühlst du dich da?

dir macht es nichts aus? prima...dann fechte es mit dem kindsvater aus.

greetz
anahid

Sorry, das ist ein NoGo!

Antwort von Ralph - 05.09.2008

Hallo OFM,

ganz klare Sache: Gutes Verhältnis zum leiblichen Vater? Dieser kümmert sich? Dann ist die Vokabel und der Bbegriff "Papa" leider eindeutig vergeben, und zwar an den leiblichen Vater. Der Stiefvater kann deshalb NIEMALS der Papa sein, solange der leibliche definitiv präsent ist!

Da gibt es nichts zu beschönigen, als leiblicher Vater würde auch ich Dir auf's Dach steigen und meinem Sohn ganz klar erklären, daß der andere Mann nicht sein Papa ist und auch nie sein kann!

Ich war einmal in einer ähnlichen Situation, aber der leibliche Vater kümmerte sich kaum, sah das Kind bestenfalls 1-2mal im Jahr, wenn überhaupt. ICH war für dieses Kind in den 3 1/4 Jahren der Beziehung mit der Mutter sehr viel präsenter, und das auch noch im frühen Kleinkindalter, das sowieso noch sehr viel mehr prägt als spätere Lebensabschnitte. Aber allein aufgrund der Tatsache, daß der leibliche Vater noch lebt und das Kind auch wußte, wer das war, habe ich von Anfang an die alleinige Bezeichnung "Papa" für mich rundweg abgelehnt. Wir haben uns dann darauf geeinigt, daß das Kind zu mir "Papa Ralph" sagt, aber auch dem habe ich lediglich zugestimmt, weil der leibliche Vater eben im Leben des Kindes so gut wie nicht vorkam.

Bei Euch aber schaut es anders aus. Der leibliche Vater kümmert sich, damit ist er nicht nur Vater, sondern auch Papa. So leid es mir tut, aber ich kann keinen Ersatz- oder Zweitpapa bei Euch sehen, auch Deinen jetzigen Mann nicht. Er muß sich wohl oder übel zurücknehmen und in der zweiten Reihe Platz nehmen. Das heißt ja nicht, daß er nicht ein inniges Verhältnis zum Kind haben kann und soll, aber er ist halt "nur" der Michael, Rudi oder Lutz... nicht mehr, nicht weniger...

Der Vater des Kindes ist im Recht!

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

Tochter sagt Papa und Papa :-)

Antwort von chartinael - 05.09.2008

Ich denke, Vater ist darüber nicht glücklich, ich hab ihm aber gesagt, er möge seinen Unmut herunterschlucken und sich freuen, daß Töchterlein in meinem neuen Partner einen Menschen gefunden hat, den sie gerne Papa nennen möchte. Ich muß ja auch damit klarkommen, wenn sie seine Freundin irgendwann nennen wöllte und mich gelegentlich mit Claudi anredet.

Wenn sie bei Vater ist, und über meinen Partner redet, nennt sie ihn beim Namen, wenn sie bei uns über ihren vater redet nennt sie ihn Dad (meistens erst auf nachfragen, wen sie grade meint).

So ist das nunmal in Patchwork-Familien. Meine Mutter war letztens stinkig, weil sie die Oma meines Partners Uroma nennt und die Eltern von ihm als Oma und Opa bezeichnet und die Eltern von Claudia ebenfalls. Ich hab meiner Mutter das Wort verboten und gesagt, wenn sie möchte, daß gesondert als Stiefoma/-opa zu kennzeichnen, sollte sie bedenken, daß ihr Mann ebenfalls nur Lottis Stiefopa ist und sie zu meinen Brüdern dann wohl nur Halbonkel sagen sollte. Da war sie dann ganz schnell still.

Kristin

es kann nur einen PAPA geben .....

Antwort von salsa - 05.09.2008

da es nur einen papa geben kann ...ist PAPA damit schon besetzt. für deinen freund muss es daher einen anderen namen geben.

als die vorletzte freundin meines ex auch meinte, sie wäre ja die MAMA habe ich klargestellt, dass sie lügt, denn es kann nur eine MAMA geben ...

salsa

Re: Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Antwort von bobfahrer500 - 05.09.2008

- das der Vater sauer ist kann ich verstehen, das er allerdings auf den Buben sauer ist nicht. Wenn euer Verhältnis einigermaßen ist würde ich das Gespräch suchen mit dem Ziel einen Weg zu finden damit alle zufrieden sind und dem Papa aber auch erklären das der Junge da nichts dafür kann. Ich denke er sollte zu seinem Papa eben Papa sagen und zu deinem Mann den Vornamen. Und mal ehrlich, dein Mann muß ihn auch nicht Sohnemann nennen, es gibt 1000de nette Sachen wie man (s)ein Kind rufen kann, da fällt ihm bestimmt etwas ein was nur die beiden dann zusammen verbindet.

Re:

Antwort von IgelMama - 05.09.2008

Meine beiden Großen sagen zum Stiefvater (mein Exmann2) auch Papa.Der leibliche Vater (Exmann1) hat sich nie um unsern Jungen gekümmert, der Kleine kennt ihn gar nicht und um unser Mädel in 8 Jahren genau 5 mal.
Auch nach der Scheidung sagen sie zu meinem Exmann2 (Stiefvater) immer noch Papa und sind regelmäßig bei ihm, genauso wie unser gemeinsamer Sohn. Er behandelt alle 3 gleich, eben wie ein Papa.Und ich finde das auch gut so, er war schließlich die letzten 7 Jahre auch Papa für die beiden Großen und später auch dem Kleinen, als er geboren wurde.

Exmann1 wäre allerhöchstens an einer schönen Nacht mit mir interessiert, aber das wars dann auch.

Re: Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Antwort von littlediamond - 05.09.2008

Hallo!
Also, ich versteh die Aufregung net so ganz...
Klar, jeder fühlt sich angep.... wenn er vom Thron geschubst wird, aber hier gehts ja um dein Kind,oder?
Nicht um den Stolz des VATERS...
Bei uns ist es so, das ich ein 8jähriges Kind hab und ein weiteres aus neuer Beziehung (4 Jahre alt).
Kind 1 hat regelmässiges Besuchswochenende mit seinem leiblichen Vater, genannt Papa.
Meine Beziehung mit dem Vater von Kind 2 besteht immer noch( seit über 5,5 Jahren).
Beide nennen meinen jetzigen Partner PAPA und keiner regt sich auf.
Vater von Kind 1 hat zwar mal blöd geguckt als sein eigenes Kind vom Papa sprach und ihn selbst aber nicht meinen konnte.
Daraufhin hab ich ihm erklärt, das Kind 1 von sich selbst aus kam um zu meinem Partner Papa zu sagen.
Mein Partner und ich hatten Kind 1 erklärt, das er ja eigentlich nicht der richtige Papa ist und er vielleicht doch besser den Vornamen nehmen soll.
Aber, wie hier jemand schon schrieb, er kam sich ausgestossen vor, weil Kind 2 permanent PAPA sagte und er den Vornamen.
Es dachte, mein Partner mag ihn nicht.
Für Kind 1 war das unheimlich wichtig, quasi als Verbund.

Ich persönlich wäre auch schwer "un"-begeistert, wenn ich hören würde, das die Perle meines Ex nun auch MAMA heissen darf....

Wenn jemand, wie zb mein Partner seit 5,5 Jahren permanent fürs Kind da ist, dann seh ich kein Problem darin...
Eine alle 2-Wochen-Mama brächte mich eher zum grinsen.

Egal wie--- ist denn die Liebe und Zusammengehörigkeit zu dem Kind von dem Wort Mama oder Papa abhängig????

Ich weiss, es ist mein Kind, ich hab es geboren.
Der Vater weiss, er hat es gezeugt .

Diese 2 Dinge können niemals dem Vater oder der Mutter genommen werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Naja, so seh ich das....


LGs littlediamond




P.S.:Davon abgesehen gibt es genügend Kinder, die ihre leiblichen Eltern mit Vornamen anreden dürfen........

Re: Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Antwort von safrarja - 05.09.2008

Hallo !

Mein Kids aus erste Ehe standen auch vor dem Dilemma jetzt ist es so ,daß sie zu meinem Exmann :Papa und zum Siefvater : Papi sagen !

lg safrarja

Re: Sohn sagt Papa zum Stiefpapa

Antwort von desireekk - 05.09.2008

Hi

Jetzt maldie andere Seite:

Ich wuchs bei meiner AE-Mutter auf.
Dazu war ich (intensiv)Tageskind bei einer Familie mit 4 Kindern.
Meine Mutter mußte immer sehr viel arbeiten, deshaln habe ich auch mal übernachtet, etc.

Und:

ich habe Mami und Papa und zau noch:
Mutti und papi.

Zweitere waren meine Tageseltern.
Ich habe alle 4 heiß und innig geliebt.
Liebe für den einen muß nichts von der Liebe zu einem anderen wichtigen Menschen in meinem Leben wegnehmen.

Evtl. solltest Du mit Deinem Sohn einen andere Bezeichnung finden, aber auch dem leibl. vater klarmachen, daß er da seinem Sohn die Zuneigung gönnen soll und er froh sein kann, wenn sein Sohn in so einem harm,onischen verhältnis aufwachsen kann.
Mache ihm auch klar, daß Dein Sohn nicht gezwungen wird.

Vorhalötungen schaden dem Kind nur, diese würde ich NICHT zulassen!

Zusatzfrage: wovor hat er Angst???

Liebe Grüße

Désirée
mit 0 leiblichen, dafür aber 4 sozialen "Geschwistern"

schliesse mich Anahid an ...

Antwort von Franzie76 - 05.09.2008

wŸrde es DIR passen, wenn Dein Sohn zu der neuen Freundin Deines Ex Stiefmama sagt???

Wir hatten den umgekehrten Fall doch erst kuerzlich hier:
http://www.rund-ums-baby.de/alleinerziehend/beitrag.htm?id=149245

Ich kann nur von mir persoenlich sagen, dass ich es nicht moegen wuerde, wenn Junior zu einer anderen Frau (Stief)mutter sagt. ICH bin seine Mutter und alle anderen habe ja Vornamen . Genauso wenig wuerde es mir gefallen, wenn er meinen potentiellen neuen Partner mit Stiefpapa anspricht.

LG, Franzie

ich habs grad andersrum

Antwort von Big Mamma - 05.09.2008

mein exmann heiratet heute wiede rund im vorfeld hat mir mein sohn oft erzählt, dass die neue ja seine ziehmama und stiefmama sei. das stösst mir auch sauer auf. faktisch stimmt wohl das stiefmutter ab heute, aber trotzdem hat sie nen vornamen..

mein freund bekommt sehr viel mehr vom leben meines sohnes mit als der leibliche vater und wird trotzdem auch mit vornamen angesprochen. es ist zwar mal passiert, dass er papa gesagt hat, weil der sohn des freundes hier war und ihn immer mit papa angesprochen hat, aber meiner hat es selbst schnell gemerkt und hat sich korrigiert, ohne dass ich was gesagt hätte.

LG MEL

Re: Sorry, das ist ein NoGo!

Antwort von Stryla - 05.09.2008

Ich halte das für nicht so förderlich wenn das Kind in eine "Klarstellung" reinkommt. Abgesehen davon dass es für das Kind belastend ist, könnte es, wenn es ein sehr direktes Kind ist, für einen der "Väter" nach hinten losgehen und zwar ganz gehörig.

Viel besser wäre es, Du würdest mit Deinem jetzigen Mann abmachen, dass er zu Deinem Sohn sagt: "weisst Du..ich habe irgendwie Lust "erdenke irgendeinen Kose/Spitznamen" genannt zu werden. Von Deiner Mutter mit meinem Namen, von Dir mit "Spitznahme" von meinem Chef mit Nachnahmen"

Irgendwie witzig verpacken. Und Deinem Ex sagen Thema hat sich geklärt, lass gut sein.

Öhm, Leute

Antwort von chartinael - 05.09.2008

wieso stellt ihr EURE Bedindlichkeiten ÜBER die des Kindes? Als mein Kind meinem neuen Partner anbot, ihn Papa nennen zu wollen, wollte der das nicht mit der Begründung von Ralph. Daraufhin war meine Tochter sehr traurig und fragte ihn, warum er nicht ihr Papa sein wollte, es wäre doch schön, wenn sie 2 Papas hätte. Irgendwann haben sie das dann besprochen und dann hat er sich damit abgefunden, erst sollte papa , daddy die situation darstellen, jetzt aber sind beide immer mal papa oder immer mal daddy. Keiner ihrer freunde findet das mißverständlich und wenn jemand nachfragt dann sagt sie eben, mein daddy ist mein leiblicher vater und bei meinem papa wohn ich.

Vor allem, wenn später gemeinsame Kinder kommen und diese dann Papa bzw Mama zu dem Elternteil sagen, fühlen sich Kinder oftmals ausgegrenzt, wenn sie das nicht zu dem sagen können.

Ihr solltet Euch lieber darüber freuen, daß euer Ex-Partner so einen Menschen gefunden hat, zu dem das Kind Mama oder Papa sagen möchte.

Oh mann.

Natürlich sollte das Kind da möglichst nicht mit hineingezogen werden...

Antwort von Ralph - 05.09.2008

... aber wenn ich das Eröffnungsposting von OFM lese, so erwartet sie ja Verständnis vom leiblichen Vater und sieht bei sich bzw. innerhalb ihres eigenen Wirkungskreises keinen Handlungsbedarf. Man mag mich korrigieren, wenn ich das falsch verstehe.
Ich versuche nur, mich in den leiblichen Vater hineinzuversetzen, und da würde ich schon darauf bestehen, daß da ganz klare Unterschiede gemacht werden, unter Umständen dann auch unter Einbeziehung des Kindes. So ganz ohne geht es ohnehin nicht mehr, weil die verzwickte Situation ja bereits besteht.

Die Idee, den Stiefvater einen Vorschlag machen zu lassen, halte ich für einen recht guten und gangbaren Weg.

LG
Ralph/Snoopy

Re: Sorry, das ist ein NoGo!

Antwort von Schmusepuu - 05.09.2008

Ich sehe das auch so. Als mein Sohn noch klein und der leibliche Vater noch präsent war ( wenn auch nur 1x monatlich für 2 Stunden) haben mein jetziger Mann und ich Wert darauf gelegt das Papa "Papa" ist und mein Mann ( damals Lebensgefährte) wurde mit Vornamen angesprochen. Und die beiden hatten schon ein sehr inniges Verhältnis. Den Vater gab es halt und ende.
Nachdem der leibliche Vater den Kontakt völlig abgebrochen hat, hat mein Sohn nach einiger Zeit angefangen die Sache zu drehen, sprach von seinem Vater mit Vornamen und meinen Mann mit Papa an. Der hat allerdings den Papajob auch ganz alleine gemacht (mittlerweile seit 4 Jahren).
Darum sehen wir das heute nicht mehr als Problem an, immerhin hat der leibliche Vater sogar das Sorgerecht abgegeben. Da ist die Bezeichnung " Papa" meiner Meinung nach auch nicht mehr gerechtfertigt.

Ihr solltet das unter Erwachsenen klären und dem Kind Konflikt ersparen. Man kann einen Vater der sich auch mit seinem Kind befasst nicht einfach " rauskicken"
LG schmusepuu

Ich würde das Kind entscheiden lassen, WEN es WIE nennt...

Antwort von Möhrchen - 05.09.2008

...meine Tochter war auch in ihrer Tamu-Familie ingegriert und nannte den Vater dort "Papa Thomas"...das fand ich absolut in Ordnung und freute mich, daß sie sich dort so wohl fühlte...

Die angebrachten Vergleiche mit Mutter hinken...denn es ist doch ein Unterschied, WO das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat...Man müßte dann den Vergleich nehmen, daß die Kinder beim Vater leben und der seite Jahren eine Partnerin hat, die die im Alltag die Rolle der Mutter übernimmt...Wenn sich dann das Kind irgendwann entscheidet, diese Frau als "Mama" zu bezeichnen finde ich es einen großen Vertrauensbeweis...

In meinen Augen geht es hier nur um die Befindlichkeiten der Eltern und die verletzten Gefühle...und nicht ums Kind :-(((

Natürlich bleibt der Vater der Papa...und es ist auch verständlich, daß er sich verletzt fühlt...aber sollte er nicht froh sein, daß sich sein Sohn dort so wohl und geliebt fühlt, daß er diesen "Titel" vergeben möchte???

lg heike

@chartinael

Antwort von Ralph - 05.09.2008

Deshalb fand ich damals den Kompromiss mit "Papa Ralph" vernünftig. Es war ein Weg für das Kind, und der Begriff "Papa" war zumindest nicht belegt. Ganz abgesehen davon, daß dadurch auch die inflationäre verwendung von "Papa" verhindert wird. "Papa" ist im Zweifel einmalig, nämlich der Erzeuger. Ein Stiefvater ist austauschbar, zumindest theoretisch. Wieviele hier haben innerhalb weniger Jahre mehrere Partner? Wenn die alle in den guten zeiten zum "Papa" befördert werden, ist das doch auch höchst kritisch. Das soll keine Wertung sein, aber Tatsache ist ja, daß sich EX-Lebenspartner meistens nicht mehr um die Kinder kümmern wollen/können/dürfen. Aber nicht nur deshalb halte ich ein begriffliches Auseinanderhalten von leiblichen, sich kümmernden Vater auf der einen und sich kümmernden Lebensgefährten oder neuen Ehemann auf der anderen Seite für absolut wichtig und erforderlich.

Ich denke auch, daß dies ein Thema ist, wo eigene Emotionen berührt werden, die eben nicht nur die eigenen, sondern die ganz klar ja auch mit dem Kind verbunden sind. Und da sollte man die Emotionen der leiblichen Eltern nicht herunterreden. Die Frage an OFM, wie sie es denn im umgekehrten Fall sehen würde, war deshalb nicht verkehrt, hält sie ihr doch den Spiegel vor. Normalerweise müßte das dann ja auch gewisse Emotionen wecken, sodaß OFM zumindest erahnen kann, um welche Gefühle es geht.

LG
Ralph/Snoopy, der jetzt nochmal reinhauen muß...

Re: Sorry, das ist ein NoGo!

Antwort von bobfahrer500 - 05.09.2008

Man kann einen Vater der sich auch mit seinem Kind befasst nicht einfach " rauskicken"


Aber genau so fühlt er sich gerade.

Hey Salsaqueen, war mir klar, daß Du mich verstehen würdest... :o)

Antwort von Ralph - 05.09.2008





Ralph/Snoopy

Re: es kann nur einen PAPA geben .....

Antwort von bobfahrer500 - 05.09.2008

Mein Sohn hat mich auch schon gefragt wie das so mit Stiefmutter und Stiefvater usw ist. Ich hab ihm gesagt das man nur einen Papa und nur eine Mama hat und das diese in meinem Augen auch schrecklichen Nennungen altbacken und überholt sind. Heute nennt man die neuen Partner beim Vornamen. Somit war das geklärt. Bei uns gibts es auch die bezeichnung Onkel und Tante nicht mehr, er weiß zwar was und wer Onkel und Tante ist, spricht sie aber nur mit Vornamen an und das ist gut so.

und ...es kann nur einen SNOOPY geben ;-) (ot)

Antwort von salsa - 05.09.2008

.

Re: es kann nur einen PAPA geben ..... wirklich?

Antwort von Leena - 05.09.2008

Ich bin nicht der Meinung, dass es nur einen PAPA gegen kann und das dies zwangsläufig der "Erzeuger" wäre.

Mein ältestes Kind ist jetzt neun, es hat seinen "Erzeuger" (auf dessen Wunsch hin) nie (wirklich nie!) gesehen. Ich bin jetzt bald 7 Jahre mit meinem jetzigen Mann zusammen, und wir haben auch noch zwei gemeinsame Kinder. Mein Mann ist auch für das älteste Kind der "Papa", er ist der "soziale Vater" und er ist seit vier Jahren auch der "juristische Vater". Da ginge es doch völlig an jeder Lebenswirklichkeit vorbei, wenn wir darauf bestehen wollten, dass Kind 1 zu meinem Mann, seinem Adoptivvater NICHT Papa sagen würde?!? (Wenn's aus irgend einem Grunde darauf ankommt, unterscheidet mein Nachwuchs im übrigen zwischen dem "ersten Papa" = leiblichem Vater und dem "zweiten Papa" = sozialen/juristen Vater.)

Allerdings ist bei uns die Situation insofern eine andere als in den meisten anderen Fällen hier, weil der "biologische Vater" eben absolut nicht präsent ist. In diesen Fällen fände ich es dann allerdings einfacher, wenn der eine dann eben "Papa" und der andere "Papi" / "Daddy" / "Vati" o.ä. wäre.

Wobei ich die emotionalen Schwierigkeiten bei einem Elternteil, das sich dann quasi noch durch den neuen Partner des Ex-Partners aus der "Elternrolle" hinausgedrängt fühlt, schon voll und ganz nachvollziehen kann.

Mein ältester Nachwuchs erzählt manchmal ganz stolz "Ich habe nicht nur einen Vater, ich habe ZWEI!" und freut sich dann darüber. Vielleicht schafft man es ja, den neuen Partner der Eltern als Bereicherung für das Kind zu sehen und nicht als Konkurrenz, die einem das Kind "wegnehmen" will..? Wobei es sicherlich auch beispielsweise bei der Mutter und ihrem neuen Partner liegt, das auch dem Kind genau so zu vermitteln und das auch so zu meinen...

Re: es kann nur einen PAPA geben ..... wirklich?v--> Jein!

Antwort von bobfahrer500 - 05.09.2008

OKOK - das ist mal wieder einer der Fälle welcher in der Regel die Ausnahme ist.

@IM

Antwort von Ralph - 05.09.2008

Hallo,

Konstellationen wie bei Dir sind ja auch nicht die Fälle, um die es geht. Völlig logisch: Wenn sich der leibliche Vater mehr oder weniger verdrückt, nie präsent ist, nie wirkliches Interesse zeigt (5x in 8 Jahren... das ist ja wirklich kolossal...), dann besteht, denke ich mal, allgemeiner Konsens, daß sich Kinder dann eben die nächste Bezugsperson suchen, und wenn DANN die Stiefväter Papa genannt werden, möchte ich denjenigen sehen, der sich daran stößt. Und je länger dies im Familienverband geschieht, desto enger die Bindung und desto größer die Möglichkeit, daß man sich nach einer Scheidung nicht aus den Augen verliert, völlig klar.

WENN aber der leibliche Vater regelmäßig präsent ist, dann GIBT es nur ihn als Papa. Es gehört für mich zur Defintion des Begriffes Papa, daß zunächst nur der leibliche Vater der Papa sein kann. Erst wenn er durch schuldhaftes, andauerndes Nichtkümmern dieses Attribut verliert, kann es andere "Bewerber" geben.
Beispiel: Mutter und Vater leben getrennt, gemeinsames Sorgerecht. Vater ist Seemann und immer nur unregelmäßig in Deutschland, besucht sein Kind, sooft er es einrichten kann, schreibt ihm Postkarten etc.pp., DANN ist sein leiblicher Vater auch sein Papa, der Papa, der ihn gezeugt hat, der an ihn denkt, der natürliche Vatergefühle hat und sich so gut es geht kümmert. Der Stiefvater kann ganz gewiß eine Bezugsperson sein, die von der Wichtigkeit her ebenbürtig ist... aber eben kein Papa!

Ralph/Snoopy

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