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Geschrieben von Rio am 10.11.2005, 17:49 Uhr

@Schwoba: Heischebräuche: Halloween, Martinssingen, usw.

Hallo,

dass die Kinder erst "neuerdings" immer "schnorren" kommen und alles immer mehr und immer materieller sein muß, wie du weiter unten schreibst, stimmt so nicht.

Das Martinssingen ist überhaupt keine neue Erfindung, das gibt es schon lange.

Es gibt eine ganze Reihe sogenannter Heischebräuche.

Zitat Wiki:
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Ein Heischebrauch ist ein Brauch, bei dem es um das Fordern oder Erbeten von Gaben geht. Oft ziehen Kinder rituell durch die Straßen, das Erbeten ("Heischen") erfolgt häufig durch das Aufsagen von Heischeversen. Anlässe für Heischebräuche sind Hochzeiten, Fastnacht, Neujahr oder der Ernteabschluß. Noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wünschten die „Müllmänner“ und die Schornsteinfeger ein Gutes Neues Jahr, um ein Trinkgeld zu erbitten. Neben zahlreichen regionalen Bräuchen sind im deutschen Sprachraum verbreitet zu finden das inzwischen zur karitativen Veranstaltung umgewandelte Sternsingen Anfang Januar und der seit einigen Jahren immer populärer werdende Halloween in der Nacht auf den 1. November.
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Zitat Ende

Das Martinssingen kannte ich bis vor kurzem auch nicht. Aus meiner Kindheit kenne ich das Kiechle-Rausrufen (=Küchlein= Faschingskrapfen) an Fasching und den "Kleinen Nikolaus" am Abend des 05. Dezember als Heischebräuche.

Diese Heischebräuche sind stark regional geprägt.
Aber bei Weitem nichts Neues, abgesehen von Halloween.

Wobei ich auch an Halloween nichts Schlimmes finden kann: Brauchtum verändert sich im Laufe der Jahre genau wie Sprache.
Und den religiösen/nichtreligiösen Aspekt von Halloween hatten wir gerade vor 2 Wochen diskutiert - also bitte nicht wieder aufwärmen (das ging an die Dämonen-Panikschieber).

Und mir ist es völlig egal, ob die Kinder an Halloween, St. Martin oder Fasching klingeln: sie bekommen was von mir.

Ich kann mich noch erinnern, welchen Spaß das Kiechle-Rausrufen mir früher gemacht hat.
Die "Beute" ist natürlich toll - aber das Beste daran war die Gaudi, die man in solch einem Mini-Trupp hatte.
Und wenn ich mir die kichernden Gestalten heutzutage anschaue habe ich den Eindruck, das ist heute noch genauso.

Viele Grüsse,
Rio

 
5 Antworten:

bei uns wird halt bei Martin nicht "geschnorrt"

Antwort von Schwoba-Papa am 10.11.2005, 17:56 Uhr

deswegen war ich wohl etwas irritiert und dachte das dies wieder ein Erfindung von Kinder,Ritter-Sport,Sarotti und Milka sei :-)))

Im übrigen bitte ich nicht alle Postings von mir zu Bier- bzw. Schokoladenernst zu nehmen, denn
bisher hab ich noch kein Kind an der Türe erschossen, bis jetzt nicht ! :-)

Und Schornsteinfeger kassieren anderst ab als mit "Gutem neuem Jahr" !

Aber Danke für die Info !

Grüßle

Re: bei uns wird halt bei Martin nicht

Antwort von Rio am 10.11.2005, 18:01 Uhr

Hi,

nein, nein, ich hatte deine Posts von unten auch nicht allzuernst genommen.
Ich kann schon den Unterschied erkennen, ob jemand eine lockere Ausdrucksweise pflegt oder Kinder an der Haustüre erschießt *lach*

Gerade Ausdrücke wie Bälger, Gören etc. kommen mir auch von den Lippen - auch für meine eigenen Kinder :-)

Aber weil du Martinssingen als "neue Erfindung" angesehen hast, habe ich den Text reingesetzt.

VG,
Rio

Re: bei uns wird halt bei Martin nicht

Antwort von Schwoba-Papa am 10.11.2005, 19:39 Uhr

Nicht das Singen ist neu für mich, sondern das "schnorren" an den Haustüren !

Gesungen und Laterne getragen hab ich auch mal !

Grüßle

Re: Was heißt hier: bis in die 60ger Jahre des vorigen Jahrhunderts?

Antwort von JoVi66 am 10.11.2005, 20:31 Uhr

Bis heute heischen Briefträger und Schornsteinfeger etc. Bei meine Eltern kommt sogar der Gärtner noch um zu "heischen". Hat sich in ländlichen Gegenden noch nicht rumgesprochen, dass es nur "bis in die 60ger des letzten Jahrh. "so war :-))))))))
Gruß Johanna

Re: Was heißt hier: bis in die 60ger und @Schoba

Antwort von Rio am 10.11.2005, 20:39 Uhr

Hallo Johanna,

*g* ja, das dachte ich auch. Ich bin Ende der 60ger Jahre geboren und in meiner Kindheit kamen die Müllmänner u. Briefträger auch immer.

Aber die letzten 10, 12 Jahre nicht mehr. Nur der Zeitungsauträger kam dieses Jahr, was mich etwas in Verwirrung gestürzt hat. Ich kannte seinen Namen nicht und wußte erst gar nicht, wer das ist und was er von mir will.
Ich hab's dann aber kapiert :-)

@ Schwoba:
Deutsche Sprache -schwere Sprache
Mit Martinssingen meinte ich ausschließlich den Heischebrauch. Das Andere heißt bei uns Martinsumzug; mit Laterne, Roß und Reiter, Kapelle, Singerei und Martinsmännchen.

Klarer Fall von aneindander vorbeigeschwätzt.

Viele Grüsse,
Rio

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