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Geschrieben von lesemammi am 09.08.2005, 23:10 Uhr

Impfung....

Hallo an alle,

ich schreib einfach mal hier rein.
Wir waren heute beim Kinderarzt wegen Auffrischung der Tetanusimpfung. Da fragte man uns ob Saskia schon Windpocken hatte. Sie kommt jetzt in die Schule. Und hatte noch keine Kinderkrankheit.
Da meinte die Dame es wäre sinnvoll sie dagegen impfen zu lassen weil sie sonst in der Schule fehlt wenn sie es bekommt oder ab der Pupertät kanns gefährlich werden. Nur die KK bezahlt das nicht und man müßte es selber tragen. Habt ihr die Erfahrung auch gemacht oder hatten eure Kids alle Windpocken??????

Und zweitens gibt es einen Impfstoff gegen Meningokollen-C-Infektion was schwere Hirnhautentzündungen hervorrufen kann. Wird einmal geimpft und hält ein Leben lang Kosten 60 Euro.

Was würdet ihr tun??? Oder habt ihr schon???

Wollen das nur die Ärzte oder ist es sinnvoll??

Danke für die Antworten im voraus.

LG Claudia

 
12 Antworten:

Re: Impfung ...

Antwort von Martin am 09.08.2005, 23:29 Uhr

Hallo,

meine Kinder (5 und 3) hatten beide bereits Windpocken (1500 Punkte, wer hat mehr?). Ich würde sie nicht impfen lassen. (Aber das ist nun eher theoretisch, da ich es jetzt nicht mehr brauche.)

Windpocken in späterem Alter können gefährlich werden. Lass Dir das aber lieber von einem Arzt erklären.

Ich selbst hatte in der Grundschule 2x über 6 Wochen gefehlt. Wenn man nicht gerade oberblöd ist, kann man das problemlos auf- oder nachholen.

Grüße, Martin

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Re: Impfung ...

Antwort von Sina26 am 10.08.2005, 7:43 Uhr

Ich würde sie auc impfen lassen. Ich sprech jetzt mal egoistisch als Schwangere ;-) Wenn eine Schwangere oder ein neugeborenes Kind sich mit Windpocken ansteckt, kann es sehr gefährlich für Mutter und Kind werden. Ich werde mein Kind schon impfen lassen, damit es keine anderen anstecken kann oder uwissentlich welche, für die es ganz gefährlich wäre.
Lieben Gruß von Sina mit fynn im BAuch

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Re: Impfung....

Antwort von Tiziana30 am 10.08.2005, 7:57 Uhr

Meine Kinder habe die Meningokokken-C-Impfung bekommen. Meine Kinderärztin hat mir das empfohlen, daraufhin habe ich nochmal bei anderen Kinderärzten und bei der Krankenkasse nachgefragt, und es wurde mir überall erklärt, daß das eine äußerst sinvolle Impfung ist, weil die Kinder dadurch auch einen lebenslangen Schutz haben.

Soweit mir gesagt wurde, sind die Krankenkassen am Überlegen, ob sie die Kosten dafür übernehmen. Bis dahin sollte die Quittung aufbewahrt werden, weil dann die Möglichkeit besteht, daß der Betrag erstattet wird.

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Re: Impfung....

Antwort von bine+2kids am 10.08.2005, 7:59 Uhr

Ich bin unbedingt für eine Impfung. Meine Kinder waren nicht geimpft und wie es halt so ist, durch Schaden wird man klug. Meine Tochter bekam mit 13 Monaten die Windpocken und kurz darauf hohes Fieber. Nach einer Woche war dann klar, dass sie sich eine Osteomyelitis eingefangen hat, was für uns bedeutete, dass sie 3 Wochen ins Krankenhaus musste und alle 8 Std Antibiotikainfusionen bekam. Das war eine ganz schöne Quälerei, dauernd waren die Zugänge verstopft, sie hatte Schmerzen und am Anfang die Angst, ob das auch richtig ausheilt. Wir scheinen aber Glück gehabt zu haben.
Mein Sohn hatte die Windpocken auch zu der Zeit, als ich mit meiner Tochter im Krankenhaus war, da hat sich dann Papa drum gekümmert. Das war eigentlich ein ganz normaler Verlauf, aber toll war es auch nicht für ihn.
Viele Grüsse Sabine

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Re: Impfung....

Antwort von tina29 am 10.08.2005, 8:57 Uhr

Guten Morgen,


ich habe dazu mal im Kranke Kinder gepostet....
Freunde meines Kollegen haben das leider mitmachen müssen. Die Kleine hatte die Windpocken im Dezember und im Frühjahr einen Schlaganfall, ausgelöst durch die Viren, die sich noch im Körper befanden - hierzu gab es einen Artikel im Hamburger Abendblatt:

Pauline: Schlaganfall durch Windpocken


Plötzlich humpelte Pauline, ihr linker Arm hing schlaff herunter, sie konnte den Mund nicht mehr richtig schließen: Die Vierjährige aus Wandsbek hatte einen Schlaganfall erlitten. Ausgelöst wurde der Hirninfarkt bei der kleinen Wandsbekerin durch Windpocken.

Pauline ist eines von jährlich wohl mehreren hundert Kindern in Deutschland, die einen Schlaganfall erleiden. Eine Studie der Uni Münster hat jetzt ergeben, daß wohl bei jedem zehnten Kind, das dieses Schicksal erleidet, die Windpocken Auslöser sind. Kinderärzte raten deshalb dringend zu Impfungen - und fordern die Krankenkassen auf, diese Maßnahmen in jedem Fall zu bezahlen.

An Weihnachten 2004 hatte Pauline sich im Kindergarten mit Windpocken angesteckt. Ostern 2005 folgte der Schlaganfall.
Zehn Tage mußte die kleine Patientin im Krankenhaus verbringen. Ob die erlittene Hirnschädigung Langzeitschäden nach sich zieht, können die Ärzte noch nicht sagen.
Vater Frank B.: "Ich bin selbst Internist, aber als diese Sache geschehen ist, war ich ratlos.
Daß es bei Windpocken so schwere Komplikationen geben kann, hatte ich nie gehört."

Die Uni Münster ist die einzige Einrichtung in Deutschland, die Daten über Schlaganfälle bei Kindern sammelt.

Seit 1996 sind den Medizinern mehr als 700 Fälle bekannt geworden.

Bei zehn Prozent der Fälle waren die Varizellen (Windpocken) Auslöser. Oberarzt Dr. Ronald Sträter: "Eine Komplikation, die unterschätzt wird." Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut rät, Kinder impfen zu lassen.

Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): "Die Impfung ist gut verträglich, bietet sicheren Schutz."
Mehr Infos unter www. kinderaerzte-im-Netz.de gibt der BVKJ im Internet. jel

erschienen am 28. Mai 2005 in Hamburg

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Bis zum zweiten Lebensjahr impfen


750 000 Fälle von Windpocken gibt es jährlich in Deutschland. Die Windpockenerkrankung bei Kindern beginnt mit Fieber und Abgeschlagenheit. Das typische Krankheitszeichen, ein juckender Hautausschlag, tritt meist 14 Tage nach Ansteckung auf. Ein bis zwei Wochen später heilen die Bläschen wieder ab. Windpocken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, sind hoch ansteckend, und das schon zwei Tage, bevor der Hautausschlag sichtbar wird. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung zwischen dem 11. Monat und dem vollendeten zweiten Lebensjahr. Ungeimpfte Kinder, die noch keine Windpocken hatten, sollten sich zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr impfen lassen. jel

erschienen am 28. Mai 2005 in Hamburg

Vielleicht hilft Dir das weiter!

LG Tina

PS: Marie wurde nicht geimpft - hatte die Windpocken im Mai 2003 - zu dem Zeitpunkt bin ich ncihtmal auf die Idee gekommen, sie dagegen impfen zu lassen.

Übrigens frage explizit bei der KK nach - bei meinem Kollegen wurde das letztendlich auch übernommen!!

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Re: Impfung....

Antwort von Joy1 am 10.08.2005, 9:08 Uhr

Hallo Lesemami,

meinen Sohn habe ich auch impfen lassen, bei meiner Tochter steht es jetzt an.
Allerdings wundert es mich, dass Du die Kosten dafür selbst tragen sollst? Meine Krankenkasse hat dass bezahlt (09/2004)und wird es auch jetzt bezahlen. Wir haben auch keine Zusatzversicherung oder Gebührenbefreiung usw.

Ob man impfen lässt oder nicht ist eine Entscheidung, die nach Abwägen aller persönlicher Vor- und Nachteile immer noch nicht leicht fällt. Impfgegner sprechen von Spätfolgen, die wir heute noch nicht absehen können.
Ich kann nur sagen, dass mein Sohn die Impfung problemlos überstanden hat. Wir haben quasi gar nichts davon gemerkt. Ich habe mich inzwischen bei zwei Kinderärzten informiert und auch über Internet einige Informationen dazu gelesen.

Meines Wissens verlaufen 7,5% aller Windpockenerkrankungen in Deutschland und Österreich kritisch. D.h. mit schweren Komplikationen, die mindestens einen Krankenhausaufenthalt erfordern, bis hin zum Tod.
Dieser Prozentsatz erschien mir persönlich zu hoch, dass Risiko will ich nicht eingehen.

Die Windpockenimpfung ist übrigens nichts neues. Meine kleine Schwester hat sie bereits vor 29 Jahren erhalten, weil eine Erkrankung für sie als Säugling lebensgefährlich gewesen wäre.
Von daher ist der heutige Impfstoff erprobt und ein ausgereiftes Produkt.

Viele Grüße,
Joy

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Wo soll das alles hinführen?

Antwort von nini+ am 10.08.2005, 11:11 Uhr

Hallo,

Es kann so oder so etwas passieren: es gibt kritische Krankheitsverläufe und es gibt Impfkomplikationen.

Nehmen wir mal an, beides hält sich die Waage. (So interpretiere ich zumindest alle Studien/ Artikel, die ich bisher zum Thema Impfen gelesen habe.)

Fakt ist, dass Viren »nicht blöd sind«: habe neulich etwas über Hib-Viren gelesen, was mich echt staunen ließ - nämlich beeinflussen diese Viren ihren Wirt (den Mensch) so, dass dieser gegen andere Erreger (in diesem Fall Meninkoggen oder waren es Pneumokken?) vorgeht und diese im eigenen Körper »vernichtet«. Hochinteressant.

Jetzt wird nämlich auch klar, weshalb seit einigen Jahren (seit gegen Hib geimpft wird) die Zahl der Hirnhautentzündungen, die durch andere Erreger ausgelöst wurden, zunimmt...

Was sagt uns das? Die Welt ist komplexer als wir ahnen.

Was passiert, wenn nun gegen Windpocken geimpft wird?
Wie lange hält der Impfschutz?
Gehen 85% der Menschen zur Impfauffrischung?
Was passiert, wenn der Impfschutz später nachlässt und man dann im Alter Windpocken bekommt? Oder ist es dann schon eine Gürtelrose? In welcher Form?

In welchem Zusammenhang stehen Windpocken mit anderen Erregern?

Mir fallen viele solcher Fragen ein.
Und so lange man nicht ansatzweise Antworten darauf geben kann, werde ich meine Kinder nicht gegen Windpocken impfen.

LG
nine

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Re: Wo soll das alles hinführen?

Antwort von Joy1 am 10.08.2005, 12:15 Uhr

Hallo Nine,

auf die Fragen gibt es doch eigentlich (fast) alle Antworten.

Varizellen (Windpocken) Impfungen bedürfen keiner Auffrischung. Bei Kindern unter 13 Jahren reicht eine Impfung, bei älteren Kindern und Erwachsenen 2 Impfungen im Abstand von 6 Wochen.
Geimpft wird mit Lebendimpfstoff, der den Varicella-Virus in abgeschwächter Form enthält. Die Immunisierung erfolgt daher quasi durch eine absichtlich herbeigeführte Windpockenerkrankung schwächster Form, die keine sichtbaren Symptome aufweist. Die Immunisierung durch die Impfung ist damit mit der natürlichen Immunität nach Ansteckung durch Tröpfcheninfektion und Krankheit gleichwertig.

Herpes Zoster, sprich Gürtelrose, die Zweiterkrankung der Windpocken, kann jeder Geimpfte bekommen, genauso wie jeder, der ganz natürlich eine Windpockenerkrankung durchgemacht hat. Meistens trifft es "immunschwache Personen".

Natürlich wissen wir nicht gänzlich und vollständig, ob die Impfung nicht doch irgend welche Spätfolgen hat. Doch dafür gibt es bis dato keine Beweise, obgleich die Impfung schon Jahrzehnte durchgeführt wird.
Wir wissen aber im Gegenzug, dass in einigen Fällen (5,7%, ich hatte zuvor einen Zahlendreher, sorry) stationären Behandlungen von Windpockenerkrankungen und deren Komplikationen notwendig sind.

Es bleibt also eine schwierige Ermessensfrage an die Eltern, die durch Abwägung der Risiken auf beiden Seiten dann letztlich zu eine persönlichen Entscheidung führt. Die heißt bei dem einen "Ja, bitte impfen", bei dem anderen, "nein, danke!"

Gruß,
Joy

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Re: Impfung ... Ja, bitte!

Antwort von Agnetha am 10.08.2005, 12:48 Uhr

Meine große Tochter (9 Jahre) hatte als Kleinkind Windpocken und es war so heftig, dass ich mit ihr zweimal zum Notdienst ins Krankenhaus gefahren bin. Sie hatte über Tage hinweg hohes Fieber, war völlig apathisch, hatte die Pusteln an wirklich jeder Stelle des Körpers. Der ganze Kopf war voll, der Körper, in den Ohren, in der Nase, im Mund. Das war wirklich die schlimmste Krankheit, die sie je hatte (und wir haben mit ihr schon ein paar Dinge mitgemacht).
Mein Sohn (15 Monate) hat Neurodermitis. Ihm mit seiner empfindlichen Haut möchte ich die Windpocken noch viel weniger zumuten, wenn es nicht sein muss. Auch wenn die Krankheit bei ihm u. U. ganz anders verlaufen würde.
Ich finde es gut und wichtig, dass es Impfungen gibt. Deswegen habe ich auch wenig Verständnis für die Impfmüdigkeit, die oftmals beklagt wird. Wenn es Impfungen nicht gäbe, würden wir heute nach Pest-, Cholera-, Typhus- oder sonstigen Epidemien zum Opfer fallen ...

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Re: Impfung ... Ja, bitte!

Antwort von Stephie und Mina am 10.08.2005, 14:18 Uhr

Yasmina hatte die Windpocken unfreiwilligerweise mit 2 1/2, weil ihr Cousin, der zur Routine beim Arzt war, sich im Wartezimmer angesteckt hatte.
Bei uns gibt es einen Wartesaal fuer alle. Die Mutter des Kindes hielt es auch nicht fuer noetig, meiner Schwaegerin zu sagen, dass ihre Tochter Windpocken hatte.
Als sie aus einer Flasche Wasser tranken, war es passiert.
Er wiederum gab alles an meine Tochter weiter.
Sie hatte 41 Grad Fieber am 3 Tag, die Windpocken waren bis in den Rachen hinein.
Danach verlief aber alles leicht.

Die Menigogokken-Impfung haben wir machen lassen, Pneumokokken nicht.

LG
Stephie

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Re: Impfung....

Antwort von Mariakat am 10.08.2005, 18:06 Uhr

Ja, lass sie impfen. Meine Tochter ist auch geimpft. Wir lebten früher in den USA und da werden alle Kinder ausnahmslos gegen Windpocken geimpft und warum auch nicht. Ich selber bin GS Lehrerin und hatte mal eine Schülerin in der 4. Klasse die 7 Wochen wegen windpocken gefehlt hat. Sie war im KH und es ging ihr sehr schlecht.
Meinen Sohn (jetzt 8 mon) werde ich auch impfen lassen, wenn die Zeit gekommen ist.
Gruss Mariakat

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Re: Impfung....

Antwort von schnappi am 10.08.2005, 20:18 Uhr

Hallo, meine zwei hatten die WP im Wartezimmer aufgeschnappt. Der Große (damals 3) war über und über mit Pöckchen bedeckt, hatte hohes Fieber und kratzte sich fast die Haut vom Leib. Die Kleine (8 Wochen) hatte kaum 5 Pünktchen.
Der Sohn meiner Freundin hatte auch erst mit 3 die WP und der Verlauf war ähnlich schwer, wie bei meinem Sohn.
Denke mal, je später die Infektion, um so schwerer der Verlauf. Meiner Meinung, impfen ja!
Pneumokokken wo sinnvoll Meningokokken auf jeden Fall. Auch wenns kostet, die Zwergis sind mir zu wichtig.

LG
schnappi

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