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Geschrieben von maleja am 18.02.2006, 23:21 Uhr

Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Ich möchte mal hier eine geschichte erzählen, wie sie bei uns pasiert ist. Es geht hierbei nicht um Sexuellen Missbrauch oder Todesstrafe pro/contra, sondern nur mal so ein Beispiel, wie in unserem guten Deutschland die Prioritäten sind. Und wie es dann vielleicht nicht mehr so sehr verwundert, dass es überhaupt zu Missbrauch etc kommen kann.

Also hier die Geschichte (mihc würde es übrigens auch sehr interessieren, wie IHR an meiner Stelle gahndelt hättet)

Vor einigen Jahren war ich Abteilungsleiterin der Handballabteilung bei uns im Sportverein. Diese Abteilung war Teil einer großen Handballbvereinigung.
Übergeordnet hatten wir einen Jugendkoordinator, der damals 28 jahre alt war. Dieser Jugendkoordinator war also für alle Jugendlichen zuständig.

So, nun war es also vor einigen jahren, dass wir zusammen mit der Spielgemeinschaft (SG) zu einem großen Turnier gefahren sind. dabei waren viele 16 und 17 jährige Mädels (Spielerinnen).

Am ersten Abend wurde natürlich gleich gut getrunken, der Jugendkoordinator, welch gutes Beispiel, war auch gleihc sturzbesoffen. Ok, war seine Sache. Was nun nicht mehr seine Sache war, dass er versucht hat, die Mädels anzumachen. Und zwar auf eine Art und Weise, die nicht mher zu vertreten war. Eine konnte sich wehren, die wollte einfach nicht, mit einer anderen ist er erstmal für einige Zeit verschwunden. Was dort passiert ist, weiß außer den beiden niemand, nur, dass dieses Mädchen sich seit diesem tag komisch dem JK gegenüber verhielt.

Ich habe das ganze leider erst Wochen später mitbekommen. Aber dann habe ich sofort die oberste Hierarchie verständigt mit Anfrage, wie wir darauf reagieren sollen. Immerhin waren das seine Schutzbefohlene. Es bestand ja ein Abhängigkeitsverhältnis (das dazu hin)

Was glaubt Ihr wohl, was die Antwort war? (muss dazu sagen, dass dieser handballverein ein sonst absolut männlich geführter Verein ist)

Mir wurde von oberester Stelle ab sofort untersagt, diesen Vorgang irgendwie in der Öffentlichkeit zu erwähnen (da kannten sie mich aber schlecht), ich müsse sonst miteiner KLage gegen mich rechnen. Und außerdem würde ihc die Zukunft dieses jungen Herren gefährden (er ist angehender Lehrer). Und das könnte mich teuer zu stehen kommen. Und außerdem (so von einigen Damen gesagt), man müsse sich doch die Mädels bloß mal anschauen, wie die rumlaufen würden...die hättens doch darauf angelegt.

Ich würde aus einer Mücke einen Elefanten machen (was ist denn schon schlimmes passiert?). Wenn man bedenke, dass man in USA nicht mal als Mann gleichzeitig mit einer Frau in Aufzuf dürfe, ohne gleich eine Anzeige wegen sexueller Nötigung zu bekommen etc etc etc. So ein Gelaber durfte ich mir dann von allen Seiten anhören.

Soll ich noch sagen, dass das Ganze vor 5 jahren passiert ist, und dieser junge nette Mann immer noch Jugendkoordinator in der Spielgemeinschaft ist?


So, das mal einfach so als Hintergrund, wo man/frau mal anfangen könnte, etwas zu verändern.

Und, wie hättet Ihr reagiert, als Ihr von dem Vorfall erfahren habt?

Grüßle Silvia

 
19 Antworten:

Re: Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Antwort von asya am 19.02.2006, 0:05 Uhr

Das ist wieder mal ein Beispiel dafür, daß den Straftätern (und sexuelle Nötigung ist nunmal eine Straftat) mehr Aufmerksamkeit und Verständnis geschenkt wird als den Opfern.
Deine Handlung war richtig, allerdings werden jetzt viele sagen nicht ausreichend.
Ich bin gegen Morde an Menschen und Tieren. Niemand hat das Recht einem anderen Menschen ( wenn auch Straftäter) das Leben nehmen zu dürfen. Allerdings sollten diese Menschen ihre Strafe absitzen undzwar lebenslänglich, denn nur 1 Irrtum im Bezug auf Richterspruch, Gutachten kann einem Menschen wieder das Leben kosten.
Das ist so ein emotionales Thema, daß wir nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen können. Es gibt Affekthandlungen, es gibt Notwehr, die als Totschlag gilt,usw.
Wer einem anderen Menschen Leid zufügt muss bestraft werden und ich glaube fest daran, daß diese Menschen spätestens vor Gott die rechte Strafe erhalten. Aber die Todesstrafe ist in meinen Augen fast genauso grausam.
Ich habe auch Kinder, es kann sie genauso treffen. Ich werde alles was in meiner Macht steht tun, um die Gefahr, daß meine Kinder Opfer werden können einzudämmen. Ihnen genug Selbstwertgefühl und Selbsbewusstsein immer wieder "anerziehen". Ich werde wenn nötig zur Löwin mutieren, wenn es darum geht meine Kinder zu beschützen.
Ich werde allerdings auch - soweit wie möglich- dafür Sorge tragen, daß meine Kinder nicht zukünftige Täter werden könnten. 100% ist kaum etwas im Leben, aber einfach aufmerksam sein, wenn nötig objektiv betrachten, genug Perspektiven bieten, wenig TV, Freundeskreis beobachten, Auffälligkeiten sichten,usw.

Wir wohnen 2Km von einer forensischen Klinik entfernt.Natürlich habe ich Angst, aber nicht vor dieser Klinik sondern von falschen Richtersprüchen, falschen Gutachten, sehr klugen Straftätern.
Leider ist vor einigen Monaten ein Straftäter beim begleiteten Ausgang entwischt und direkt neben der Klinik ist ein Asylantenheim, viele Wohnhäuser und eine Strassenbahn. Er wurde zwar gefasst, aber es hätte auch anders ausgehen können...
Ich wiederhole nochmal, bei so einem emotionalen Thema können wir nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.


Und die Gerechtigkeit wohnt auf einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat....


lg
asya
PS:Dieser Beitrag beinhaltet meine Gedanken zu diesem Thema, es soll niemanden persönlich angreifen.
Andere Meinungen sind wie immer andere Meinungen, die auch lesenswert sind, denn wo 2 einer Meinung sind, ist einer überflüssig. Sofern diese Meinungen Argumente beinhalten und nicht der Provokation dienen.

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re.

Antwort von asya am 19.02.2006, 0:09 Uhr

Maleja falls du noch nicht müde bist, hier ist ein Bericht über die Forensik-Klinik Eickelborn.
---------------------------------
Weil man den Trieb nicht wie einen Blinddarm entfernen kann

Die Forensische Psychiatrie kann die Straftäter in ihrer Obhut nicht heilen, nur bessern: Jede Freilassung birgt das Risiko der falschen Prognose

Von HANS-WERNER LOOSE
4000 Menschen werden in Kliniken für Forensische Psychiatrie behandelt und verwahrt - Mörder und Kinderschänder. Wenn einer dieser Kranken ausbricht und rückfällig wird, schlägt die Empörung hohe Wellen. Die größte deutsche Klinik steht im westfälischen Eickelborn. Dort soll auf Anordnung eines Richters in drei Tagen ein gefährlicher Totschläger entlassen werden - gegen die Warnung der Ärzte.
Eickelborn - Der gepflegte Park ist 274 000 Quadratmeter groß. Alte Eichen und Buchen spenden Schatten. An den Wegen blühen Rhododendren und Rosen. Schmucke Häuser, um die Jahrhundertwende gebaut, fügen sich in die Idylle. Ein Stück Rasen ist gerodet. Auf einer Kiesfläche, so groß wie ein Kinderspielplatz, stehen Skulpturen aus Stein und rostigem Eisen: Eine Figur steht auf dem Kopf und reckt die schön ausgeformten Hände in den Himmel; eine andere kauert zusammengekrümmt hinter Stacheldraht; die dritte hat drei Köpfe. Männer aus Haus 16 haben ihre Gefühle umgesetzt. Die Künstler sind Mörder und Totschläger mit doppeltem Stigma - krank und gefährlich.

Die hellen Häuser sind nur von Ferne schön. Sie sind so abnorm wie die 357 Bewohner. Gitterstäbe vor den Fenstern, dick wie Wasserschläuche, malen lange Schatten an die Wände der Zimmer, die Zellen sind. Pförtner hinter Panzerglas öffnen die Durchlässe in den 4,50 Meter hohen Zäunen mit doppeltem Stacheldraht und Kameras elektronisch erst nach Mikrofonkontakt und Blick auf die Monitore. Schlüssel gibt es hier nicht. Sicherheitsschleusen geben den Weg zu den beiden Etagen nur frei, wenn die stählernen Eingangstüren wieder fest verriegelt sind.

Dennoch werden die Hürden noch höher. Bagger wühlen im Erdreich, um Platz für Fundamente eines zweiten Zauns zu schaffen, der fünf der neun Häuser des Westfälischen Zentrums für Forensische Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn umschließen soll: 5,40 Meter hohe Gitter auf Stahlprofilen, mit durchsichtigen Acrylglasplatten selbst gegen Wurfanker gesichert, an der Spitze 2,10 Meter nach innen gebogen, 950 Meter lang, pro Meter 2800 Mark teuer. Das Werk ist der letzte Verbesserungsvorschlag des technischen Leiters Arno Raschert, der sich nach 18 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet hat.

Der neue Zaun vor den alten Häusern der kranken Seelen, den Experten für unüberwindlich halten, soll den 2250 Einwohnern des Dorfes Eickelborn in der Soester Börde jene absolute Sicherheit suggerieren, die es nirgendwo gibt. 1990 hatte ein Patient beim Freigang ein 13jähriges Mädchen getötet, vier Jahre später ein ausgebrochener Sexualtäter eine Siebenjährige. Der jüngste Ausbruch hätte durch keine Mauer vereitelt werden können, vielleicht aber durch verschärfte Kontrollen der Besucher: Vor zwei Wochen setzte ein 44jähriger einem Pfleger einen Schreckschußrevolver an den Kopf, nahm auf dem nahen Friedhof eine alte Frau als Geisel und wurde drei Stunden später von einem Sondereinsatzkommando nach einem Beinschuß gefaßt.

Der Mann gilt als harmloser Kleinkrimineller: Er hatte nicht aufgehört, ohne Führerschein Lastwagen zu lenken, und war vom Gericht wegen einer Persönlichkeitsstörung nach Eickelborn geschickt worden. Seine Nachbarn sind von anderem Kaliber: psychisch gestörte Mörder und Totschläger, Räuber und Diebe, Brandstifter und Erpresser. Jeder vierte ist ein Sexualstraftäter mit erwachsenen Opfern, zwölf Prozent sind Kinderschänder, je ein Prozent haben Erwachsene oder Kinder mißbraucht und umgebracht.

In Deutschland werden mehr als 4000 Menschen in 63 Kliniken für Forensische Psychiatrie behandelt und gesichert, 1400 in den acht Anstalten in Nordrhein-Westfalen, im chronisch überbelegten Eickelborn sogar in Fünf-Bett-Zimmern. Und die Enge nimmt zu: Jährlich verurteilen die Gerichte etwa 1500 Sexualtäter zu Haft ohne Bewährung; 100 von ihnen müssen in den unbefristeten Maßregelvollzug. Dort kostet jeder Platz den Steuerzahler jeden Tag 450 Mark, dreimal soviel wie in einem Gefängnis.

Das Land Nordrhein-Westfalen alimentiert die Klinik Eickelborn mit jährlich 95 Millionen Mark. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster, dem 18 Kreise und neun kreisfreie Städte angehören. 19 der 519 Planstellen sind mit Ärzten besetzt, 34 mit Psychologen, 15 mit Sozialarbeitern und fünf mit Pädagogen. Zwei Drittel der Angestellten sind Pflegerinnen und Pfleger. Michael Osterheider (42), Psychiater, Neurologe und Psychotherapeut, ist seit Anfang des Jahres der Leitende Arzt. Er habilitiert mit einer Forschungsarbeit über "Differenzierte Behandlungsstrategien bei Angststörungen unter Routineanwendungsbedingungen" und hat eine große Herausforderung ausgemacht: "Ich will diese Klinik und ihre Patienten entstigmatisieren."

Um etwas für das lädierte Image der größten deutschen Klinik für Forensische Psychiatrie zu tun, möchte Osterheider 80 bis 100 Betten auslagern und "Menschen endlich menschenwürdig unterbringen". Doch keine Kommune in Westfalen will einen Neubau für Kranke, die als Monster und Bestien verteufelt sind, die das Grauen in sich tragen. Als der Landschaftsverband laut über eine moderne Entlastungsklinik im 70 000 Einwohner großen Herten nachdachte, gingen die Bürger auf die Barrikaden. Sie entwarfen Szenarien wie aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer", wo der geniale Irre Hannibal Lecter einer jungen Psychologin noch durch die Gitterstäbe Angst macht. Die Düsseldorfer Landesregierung beugte vor dem Volkszorn das Knie, Gesundheitsminister Axel Horstmann (SPD) klebte ein Trostpflaster: Er schnürte ein Paket mit einem Volumen von 30 Millionen Mark für die forensischen Kliniken. Eickelborn erhält neben dem neuen Zaun ein Gutachterinstitut für Forensik, das Stiefkind der Psychiatrie. Das Modellprojekt, das der Landschaftsverband seit 1993 angemahnt hat, kostet pro Jahr 450 000 Mark und soll vier Jahre laufen.

Denn Fachärzte für Psychiatrie müssen sich ganze 15 Stunden mit Forensik beschäftigen, um bei Gerichten als Gutachter anerkannt zu werden. Professor Norbert Leygraf (47) aus Essen, einer der drei Lehrstuhlinhaber für Forensische Psychiatrie in Deutschland, fordert, "daß nicht länger jeder pensionierte Landesmedizinaldirektor, der viel Zeit hat, zum Gutachter berufen wird". Die Mehrheit dieser Richter in Weiß bestehe "bestenfalls aus Autodidakten". Und: "Ein Drittel aller Gutachten in NRW, die zu Einweisungen in geschlossene Anstalten geführt haben, stammen von Pensionären."

Michael Osterheider hat für seine Patienten in Eickelborn - zu 95 Prozent Männer - eine durchschnittliche Verweildauer von 4,91 Jahren mit Tendenz nach oben ausgerechnet, "aber es gibt auch Einzelfälle von 20 Jahren und mehr, und es kann vorkommen, daß sie die Klinik erst verlassen, wenn sie tot sind". Die meisten sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Die Fluktuation nimmt ab. 1997 gab es 45 Abgänge und 56 Aufnahmen. 20 stehen auf der Warteliste. Bei den meisten Frauen und Männern ist nach erfolgreicher Therapie Ausgang 1:1 möglich - begleitet von einem Pfleger. Ausgang in begleiteten Gruppen gibt es für Sexual- und Gewalttäter grundsätzlich nicht mehr, nicht mal zum Einwohnermeldeamt. 158 Männer sind ohne jede Chance auf Lockerung der Verwahrbedingungen.

Osterheider hält grundsätzlich auch Sexualtäter und Kindermörder für therapierbar, trotz der Rückfallquote von 28 Prozent - sie sind nicht geheilt, sondern nur gebessert, weil man den Trieb nicht wie den Blinddarm aus dem Körper schneiden kann. Zehn bis 15 Prozent der Straftäter, denen Gerichte nach Paragraph 20 jede Schuldfähigkeit abgesprochen oder nach Paragraph 21 heruntergestuft haben, seien weder behandelbar noch therapiefähig. "Glücklicherweise", sagt er, "ist die Psychiatriegläubigkeit der siebziger Jahre von ideologischen Verkrustungen befreit worden."

Haus 15 liegt neben einem Teich mit Seerosen und Enten. Bis zur gotischen Kirche von Eickelborn sind es drei Fußminuten - wenn nicht die sechs Meter hohe, braun geflieste Mauer wäre. Jeder Neuzugang wird in diesem Haus mit der Sicherheitsstufe eins untergebracht, auch Untersuchungshäftlinge zur psychiatrischen Begutachtung. 66 Männer, sechs mehr als geplant, teilen sich derzeit die Betten in zwei Etagen. 20 schlafen in vergitterten Einzelzimmern. Ärzte und Pfleger tragen Infrarotmelder, die auf Knopfdruck oder wenn sie vom Hosenbund gerissen werden, Alarm auslösen.

Am Fenster eines Dreierzimmers hängt ein schwarzgelber Schal. Sein Besitzer, ein 22jähriger pummeliger Fan von Borussia Dortmund, tippt auf Jupp Heynckes als Nachfolger von Nevio Scala. Auf dem Flur sprechen er und seine Nachbarn, ein 19jähriger mit Bartflaum und ein dünner, kindlicher 30jähriger, über den Grund für ihren Aufenthalt so freundlich und unbefangen wie über das Wetter: sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Kindesmißbrauch. Ein 52jähriger Lehrer mit schwarzem Zopf mischt sich ein: "Ich auch."

Wann das ungleiche Quartett in ein anderes Gebäude verlegt wird, ob und wann sich einmal die Schleusen öffnen, entscheiden die Richter - im günstigsten Fall nach fünf bis sechs Jahren. Jahr für Jahr überprüfen sie die Dauer des Maßregelvollzugs in jedem Einzelfall nach der Begutachtung durch das geschulte Klinikpersonal. Wohlverhalten ist kein Kriterium, kriminelles Verhalten nur bedingt vorhersehbar. Alle drei Jahre werden zudem Expertisen von externen Psychiatern eingeholt, weil falsche Prognosen sich als tödliche Irrtümer erweisen können.

Indes: Nicht immer hören Laien auf Fachleute. Ein junger Richter vom Amtsgericht Lippstadt hat angeordnet, daß Holger G. am Montag entlassen werden muß - obwohl die Ärzte dem 26jährigen, der ihnen 1992 mit einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren wegen gemeinschaftlichen Totschlags anvertraut worden war, "eine schwere Persönlichkeitsstörung" attestieren, "eine negative Behandlungsprognose" stellen und ihm "keinerlei Lockerungen" zugestehen können. Der Leitende Arzt hat vergeblich versucht, den Totschläger zu behalten, denn er befürchtet einen Rückfall. "Ich soll dafür die Beweisführung antreten", beschreibt Michael Osterheider sein Dilemma und kommentiert zornig: "Und wenn es dann passiert, stehen wir wieder als die Idioten da."

Irgendwann hat jemand im Pflegerzimmer in Eickelborn einen alten Kaffeebecher zurückgelassen. "Die Welt ist ein Irrenhaus", lautet der Spruch darauf. Wirklich komisch klingt das in dieser Umgebung nicht.


Quelle http://www.welt.de/daten/1998/05/22/0522s373245.htx?search=Forensik+Dortmund&searchHILI=1

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Re: Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Antwort von Tina78 am 19.02.2006, 7:56 Uhr

Naja da ich die Geschichte nur aus deinen Erzählungen kenne kann man sich auch nicht unbedingt ein richtiges Bild von machen da du auch von Emotionen geleitet bist.
Es kann durchaus auch so gewesen sein dass die Mädls mit 16/17 wirklich sehr freizügig waren und die ein oder Andere es darauf angelegt hat. Ich war selber 16/17, ich war selber im Sportverien und mega verknallt in den Jugendwart... was hät ich drum getan dass er mit mir mal rausgeht:-) mal so nebenbei gesagt.
Letztendlich weiss man ja nicht ob und was er gemacht hat und ob das nicht eine einmalige Situation war weil er eben besoffen war und er sich damit an dem Abend nicht mehr so ganz unter Kontrolle hatte.
Klar dürfte nicht sein, aber mein Gott ich seh das auch nicht ganz so tragisch. Ich war auch schon mit verschiedenen Vereinen unterwegs wos etwas feucht fröhlich herging und dann die Schranken auch mehr fielen als sie sollten, aber zu Schaden kam mit Sicherheit da keiner.

Solange das Verhalten dieses " Lehrers" nicht so auffällig ist dass man zwangsläufig von irgendwelchen Missbräuchen ausgehen muss, hät ich mich da sicher auch rausgehalten .
Wenn dann nämlich wirklich nichts war und du ihn hingehängt hättest nur weil du der Meinung war da hät was unanständiges laufen können hättest du ihm womöglich wirklich die Laufbahn total vermasseln können.

Tina

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Mal ganz nüchtern betrahtet ist das einfach mal wieder ein Fall von ...

Antwort von 3 mal mami am 19.02.2006, 9:26 Uhr

Wo kein Kläger da kein Richter.

Ich weiß nicht ob du die richtige Frage gestellt hast wie WIR reagieren würden sondern bei mir bauen sich Fragen auf wie...

Warum hast du nicht die eltern informiert.
Warum hast du dich einschüchtern lassen von diesem ganzen "Gelaber" (wie du es nennst)oder hast du dich nicht einschüchtern lassen?
Warum bist du nicht auf das Mädel zugegangen.

Um deine Frage zu beantworten.

Ich bin mir nicht sicher wie ich reagiert hätte ist ne echt schwierige Frage sicher käme das auch auf meine situation und position an.
Ruhe gelassen hätte mir das aber keine .
ich hätte wie gesagt versucht die eltern aufmerksam zu machen oder sonstiges.

Aber die Angst im Nacken zu haben dass einem keiner glaubt wäre wohl recht groß.
DAher hätte das Mädel selber MIT in Aktion treten müssen

Ich habe aber ein beispiel wo ich mich nicht habe von anderer Gelaber abhalten lassen.

Bei meinem EX laß ich im Emailpostfach eine email an seine 14jährige NICHTE!

"Hey süße ich will dich heiß hernehmen ... etc"

ich habe mit der Schwester (das war in dem momant die person meines vertrauens) geredet.LOGISCH SIE hat das runtergespielt, und gesagt das muss ein missverständnis sein.Ich solle net sowas rumerzählen wenn er so einen RUF bekäme dann wäre ich schuld und er hätte nur Probleme.

NAja ich war dann auch hin und her gerissen.Schlußendlich hatte ich aber keine ruhe diese mail war EINDEUTIG Also hab ich all meinen Mut zusammen genommen und ihren VATER informiert,der hat sich bedankt bei mir und wollte das mit ihm klären.Somit hatte ich das in die Hände gelegt die dafür verantwortlich sind ihr Kind zu schützen , mir ging es besser und mein ex sagte dazu er hätte diese mail NICHT geschrieben sondern sein Neffe

(??????????????) der Vater der 14 jährigen glaubte ihm,tja MIR war das egal ich habe mein möglichstes getan.

Und selbst wenn es der Neffe war.... auch das ist krank in meinen augen coesin und cousine (er volljährig)? naja aber ich kann nicht das Kindermädchen spielen.

aber ich fand schon dass ich richtig reagiert habe, oder?

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Re: Mal ganz nüchtern betrahtet ist das einfach mal wieder ein Fall von ...

Antwort von maleja am 19.02.2006, 10:33 Uhr

na, das eine Mädel hat es uns erzählt. dadurch haben wir ja erst davon erfahren (das Weggehen und Verschwinden mit dem anderen wurde dagegen beobachtet). Und dass sie das alles nicht wollte, ihm gesagt hätte und er trotzdem weitergemacht hat. Und dieses Mädel hatte kurz zuvor einen Abschiedsbrief geschrieben. Und der JK wusste davon. (er wurde ja als Vertrauensperson eingeweiht. Sprich, auf dieses Mädel muss man ein bißchen aufpassen).
Ich habe mich nicht sehr davon abschrecken lassen. Und habe auch weitergekämpft. Ihc wollte auf jeden Fall erreichen, dass er eine Verwarnung bekommt. Denn sein Verhalten hat sich immer wieder wiederholt. Und ich kenne ihn ja auch. Und weiß, welch menschenverachtendes Verhalten er an Tag legt. Klar, meine Animosität hat da vielleicht auch noch eine Rolle gespielt.

Aber trotzdem, wenn das ein Lehrer mit einer Schülerin gemacht hätte, hätte das sicherlich Konsequenzen mit sich gebracht. Und Tina, wenn Dein Jugenwart mit Dir für 2 Stunden am Strand verschwunden wäre, weil Du doch so verliebt in ihn warst, oder wenn ein Lehrer was mit einer verliebten Schülerin anfängt...dann bekommt der Schwierigkeiten. Vertrauenverhaältnisse dürfen nciht ausgenutzt werden. Basta. (Es wäre was anderes, wenn sich der Typ nun wirklich in eins der Mädels verliebt hätte. Aber nur zum poppen an Strand, das geht meiner Meinung nach einfach nicht)

Die Mädels haben wir mit Absicht nicht in das Ganze mit einbezogen. Denn das wäre für sie wahrscheinlich noch schlimmer gewesen. An Pranger gestellt. Und deshalb haben wir die Eltern auch nicht informiert. Bzw kenne ich die Eltern. Den einen wäre die GEschichte völlig am Allerwertesten vorbei gegangen. Und die andere hätte solch ein Theater gemacht, das wäre nun auch völlig destruktiv gewesen.

Naja, zumindest waren nun alle informiert. Leider hat es den wenigsten was ausgemacht.

Und Tina, Deiner Ansicht nach, ist ja auch jede Frau, die mit Minirock rumläuft selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird, oder? das wäre nämlich die logische Fortsetzung davon.

GRüßle Silvia

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Re: Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Antwort von nili72 am 19.02.2006, 10:35 Uhr

also ich muß sagen dass im alter von 16 oder 17 schon in der lage sind sich gegen übergriffe eines mannes zu wehren oder zumindest im nachhinein anzuzeigen wenn was war.
mit 17 kann es ja auch sein dass sie ein auge auf ihn geworfen hat.vielleihct hat sie ihm an dem abend gebeichtet auf ihn zu spinnen und er hat ihr nen korb gegeben.das würde auch das komische verhalten im nachhinein erklären.ich weiss ja auch nicht wie alt der kerl war der mit ihr verschwunden ist.ist ja wohl nicht verboten wenn so ein jugendwart eine beziehung mit ner SCHÜLERIN anfängt.ausser er war schon jenseits von gut und böse.
ich hätte wohl mit ihr geredet und ihr meine hilfe angeboten für den fall dass sie sie braucht!
man kann das leben eines mannes ja auch kaputt machen, wenn solche behauptungen aufgestellt werden und es war nichts..

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Doch, es ist verboten

Antwort von maleja am 19.02.2006, 10:43 Uhr

So wie es auch für einen Lehrer verboten ist. Und wenn das Mädel nicht will, dann hat er es gefälligst in Ruhe zu lassen. Er war 28 (stand aber oben mit dabei). Und selbst, wenn das andere Mädel es darauf angelegt hat. Gerade er als Schutzbefohlener darf das nicht ausnützen. basta.

Ist aber interessant, wie Ihr die Geschichte seht....

Denn, meiner Meinung nach, spielt das Alter keine Rolle. Sexuelle Belästigung hat mit Alter nix zu tun. Und mit 16 hat nicht jede ausreichend Selbstbewusstsein, sich gegen eine "mächtigen" Menschen zu wehren. Und nachher hinzustehen und in anzuzeigen o.ä.

Ok, vielleicht würdet Ihr das Ganze auch nochanders sehen, wenn Ihr dieses Arschloch (sorry, anders kann ich ihn nicht bezeichnen) selber kennen würdet. Das ist so einer, der nachher auch noch bei seinen Kumpels damit prahlt. Und wenn sie noch Jungfrau war, dann erst recht. Der macht immer einen Scheiß, den niemand gut findet, und prahlt nachher damit rum.

Und ab wann war es "was"? Ab einer Vergwaltigung? Oder erst, wenn das Mädchen dadurch auch noch schwanger wurde? ODer wenn er es umgebracht hat? Oder ab wann?

Genau darum ging es mir doch. Dass man vielleicht auch schon mal im KLeinen reagiert. Aber anscheinend finden es ja die meisten als harmlos, wenn ein Mann ein Mädchen sexuell belästigt. Ist ha selber schuld, Könnte sich ja wehren.

Boah.

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Re: Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Antwort von Frosch am 19.02.2006, 10:48 Uhr

Hallo!

Es ist natürlich diskussionswürdig, wie da der Täter zum Opfer gemacht wurde :-/

Aber das spiegelt im Endeffekt unsere Gesellschaft wider. Gerade das Argument: Wenn die Mädels sooo rumlaufen, daß sie es selbst herausfordern. Sollen sie denn eine Burka anziehen, damit sie auch JA nicht irgendeinem Mann auffallen??!?

Jetzt ohne Ironie:
Klar sollte Mädchen mit 16 Jahren schon so weit sein, daß sie einem Mann aktiv (!) zeigen, wenn er zu weit geht.
ABER: Wenn das Mädchen freiwillig mit ihm mitgegangen ist, sollte man zumindest darüber nachdenken, ob sie nicht auch etwas wollte. Wenn sie nun seltsam zu ihm war, kann das auch den Grund haben, daß er nicht mit ihr "zusammen" bleiben wollte. Mädchen in dem Alter sehen meist nach der Intimität so, daß man auch miteinander "geht". Und können es dann nicht fassen, wenn der Mann nur auf eine Affäre raus war.

Soweit, so gut:
ABER er dürfte seine Position NIE so ausnutzen! Er hat einen Auftrag (Schutz und Aufsicht!), den er mißbraucht hat. Schon allein der übermäßige Alkoholgenuß hätte zum Rausschmiß führen sollen. Und daß er die Mädels angemacht hat und mehr, ABSOLUT zum Rausschmiß!

Wie ich reagiert hätte: Ich hätte natürlich das Ganze auch publik gemacht. Wie gesagt, es kann ja nicht sein, daß der Täter zum Opfer gemacht wird! Wahrscheinlich wäre der Alkoholgenuß schlimmer aufgestoßen als sein Verhalten den Mädels gegenüber :-/

LG Antje

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Also maleja

Antwort von 3 mal mami am 19.02.2006, 11:07 Uhr

zu diesem thema stimme ich vollkommen mit dir überein.

das kann nun wirklich net angehn dass wenn eine 17 jährige selbst schuld hat.

sorry nili aber das kann net dein ernst sein.

wenn ein erwachsener mann sich nicht mal bei einem teenager im Griff hat dann hat er in diesem fall schlicht weg den falschen job bekommen,basta.

er hat sich strafbar gemacht! oh kann denke doch mal an deine eigenen kinder.würdest du da auch so reden?
nur weil meine 17j. tochter im mini geht darf sie als freiwild behandelt werden und man darf IHR NEIN ignorieren?

egal ob sie nein gesagt hat oder nicht.
er hätte in keinem fall sich körperlich nähern dürfen weil er eben kein recht dazu hat schutzbefohlene in irgendeiner weise als mädchen fürs poppen zusehen.

auch wenn eine 17 j. aufreizend rumläuft.
für ihn ist sie tabu
und sie hat noch nicht das wissen darüber deswegen ist sie auch tabu für ihn
und wenn danach ein nein kommt ist das sowieso in jedem fall zu akzeptieren.

das ist meine meinung dazu

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Re: Also maleja

Antwort von nili72 am 19.02.2006, 11:15 Uhr

wenn für sie die sache so eindeutig war, dann frage ich mich warum sie nicht mehr unternommen hat.
wenn er auf jeden fall was getan hat dann wart ich nicht auf verschiedene zeichen von ihr,dann uinternehme ich doch selberwas..oder nciht?

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nili

Antwort von 3 mal mami am 19.02.2006, 11:22 Uhr

ja die fragen hab ich ihr ja schon gestellt.

maleja hast etwas erreicht?

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Re: Einfach eine Geschichte aus meinem Leben

Antwort von nili72 am 19.02.2006, 11:26 Uhr

ich kenn den mann nicht und kann mir deshalb wahrscheinlich auch nicht wirklich ein urteil über diese sache bilden.
kann nur soviel sagen:mein freund ist 28
und ist betreuer bei der feuerwehr für die JUNGEN,die sind zwischen 13 und 17,18.
er selber sagt man(n)muß vorsichtig sein wie weit spaß mit mädchen in dem alter geht!
wenn ich mir vorstelle eine hätte ein auge auf ihn und würde ihn ANMACHEN, ihm würde aber nachgesagt er hätte was angestellt, würd ich verrückt werden und ein kleiner komischer nachgeschmack würde bleiben...bei allem vertrauen zu meinem freund!
und ich habe nicht gesagt dass die mädchen selber schuld sind...ich finde nur dass man nen unterschied machen muß ob einer 12,13 jährigen oder einer 16,17 jährigen sowas passiert, eine ältere kann sich doch selber schon besser helfen und weiß auch schon wie sie gegen sexuelle übergriffe eines lehrers oder einer anderen VORGESETZTEN person angehen kann.

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Re: nili

Antwort von maleja am 19.02.2006, 11:30 Uhr

Schaut mal, selbst bei Euch gab es nun ganz klare Signale, dass ich wohl überreagiere.
Ich habe es an höchster Stelle gemeldet, habe alle Leute, die es betrifft informiert (u.a. sogar einen Polizisten, der in diesem Bereich - Prävention - arbeitet) und damit habe ich es meinerseits bruhen lassen. Aber, wie Ihr seht, lässt es mich 5 Jahre später immer noch keine Ruhe.

Nein, passiert ist nix. Nur, dass er es ja mitgekriegt hat und wusste, dass er sich das nicht nocheinmal leisten kann.

Aber eins weiß ich genau, wenn der Lehrer von meinen Kinder werden würde, wäre es ein Grund für mich, die Klasse zu wechseln. Und evtl würde ich auhc die anderen Eltern informieren. Weiß nicht, was ich machen würde. Zumindest ihn ganz genau beobachten.

Grüßle Silvia

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Re: Mal ganz nüchtern betrahtet ist das einfach mal wieder ein Fall von ...

Antwort von nili72 am 19.02.2006, 11:33 Uhr

du hast in deinem ersten bericht nicht genau geschrieben!
es war nur die rede davon dass du den verdacht hattest.nicht dass du mit dem anderen mädchen geredet hast.
und ohne ein gespräch mit dem betroffenen mädchen hast natürlich nichts ausrichten können.

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@maleja: Übetrtreibungen?

Antwort von Ralph am 19.02.2006, 13:22 Uhr

Hi Silvia,

nun mal gemach. :-)

Wir sollten nun wirklich aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

Daß irgendetwas vorgefallen ist, ist wohl angesichts des Verhaltens des Mädchens später sehr wahrscheinlich. Von daher wäre ich auf das Mädchen zugegangen und hätte ihm die Chance angeboten, sich anzuvertrauen (ob ich als Mann da nun der richtige wäre, steht dahin). Daß mit dem Jugendtrainer darüber hätte gesprochen werden müssen ist auch klar.

Aber: Es war vorher nun mal hoch hergegangen, was zwar keine Entschuldigung ist, aber dennoch das Ganze für meine Begriffe etwas entzerrt.
Ich sehe hier ganz sicherlich ein Vergehen aufgrund seiner Stellung, aber weder ist er für mich zu diesem Zeitpunkt oder nähere Fakten zu kennen geistig gestört, noch allgemeingefährlich. Das ist doch nun nicht vergleichbar mit dem Sexualstraftäter, der sich an 10jährigen vergreift.

Viel schlimmer finde ich das Verhalten seitens der Vereinsebene. Nicht das Verhalten Eures Jugendtrainers ist für mich der eigentlich große Skandal, sondern das Verhalten der Menschen, die da hätten intervenieren müssen, um ihn auf seine Stellung und Lage unmißverständlich hinzuweisen, evtl. auch unter Androhung von (strafrechtlichen) Konsequenzen.

Du würdest ihn nicht als Lehrer Deiner Kinder haben wollen? Meine Güte, Silvia, genaues weißt Du nicht, vielleicht ist da wirklich nur eine Grenze relativ harmlos überschritten worden und im Grunde das Ganze eine Bagatelle im Vergleich zu den Tätern, über die hier so häufig diskutiert wird.
Ganz ehrlich, ich würde das so, wie Du es geschildert hast, eher als verspätete "Jugendsünde" sehen, über die in Verbindung mit seiner Leitungsfunktion zu sprechen gewesen wäre. Denn ohne diese wäre sein Verhalten strafrechtlich überhaupt nicht relevant gewesen. Deshalb: Die Relationen sehen und wahren! :-)

Mir paßt Dein Fall aber trotzdem sehr gut in unsere Todesstrafendiskussion hinein. Der hätte doch nach Gusto der Befürworter am besten gleich die Rübe ab haben müssen, denn VIELLEICHT steigert er sich ja noch, oder? Und dann wäre das doch eine prima Lösung, Todesstrafe als Generalprävention sozusagen... :-)

Oder soll er doch noch nicht auf's Schafott? Dann aber bitte Begründung, warum dieser gerade nicht, und zusätzlich bitte weiter formulieren, ab wann dann z.B in diesem Fall die Todesstrafe unerläßlich gewesen wäre.

Ich bin gespannt! Du auch? ;-)

Viele Grüße nach BW
Ralph/Snoopy

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@Ralph

Antwort von maleja am 19.02.2006, 13:48 Uhr

Wenn Du meine Einleitung lesenwürdest, hättest Du da lesen können, dass ich expliziet erwähnt habe, dass es hier NICHT um TS oder sexuellem Missbrauch geht.
Sondern lediglich um die (nun immernoch hauptsächlich männliche) GEsellschaft, wie die reagiert. Und wie man vielleicht schonim Kleinen anders reagieren könnte.

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nochmals Ralph

Antwort von maleja am 19.02.2006, 13:56 Uhr

Und ehrlich? Ich hab Angst vor dem Typ. Meiner Meinung nach tickt der nicht ganz richtig. Und das, was er mit den Mädels gemacht hat, war ja nur ein Beispiel (weil es halt von derThematik hergepasst hat). Für mich ist er wirklich eine tickende Zeitbombe. Höchstgradig verhaltensauffällig. Allerdings auch wieder ien typisches Opfer. Vom Vater jahrelang geschlagen und gedemütigt worden. Musste schon sehr früh auf seine Mutter aufpassen (da sein Vater sie immer krankenhausreif geschlagen hat etc).
Eigentlich müsste man mit dem Typ Mitleid haben. Aber, wie gesagt, ich habe eher Angst vor ihm und würde meine Kinderkeine Sekunde lang alleine mit ihm wissen wollen.

Und so, wie der unter Druck steht (moralisch, gesellschaftlich, innerlich zerrissen), kann da jederzeit die Bombe hochgehen.

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An Maleja:

Antwort von Frosch am 19.02.2006, 14:20 Uhr

Und so, wie der unter Druck steht (moralisch, gesellschaftlich, innerlich zerrissen), kann da jederzeit die Bombe hochgehen.
--> Vielleicht wissen das die anderen auch? Aber dann müßten sie entsprechend reagieren - wobei man vielleicht damit die Büchse der Pandore öffnen würde. Ich will ihn aber durch meine Worten NICHT in Schutz nehmen... Mich wundert es nur, daß so einem Mensch diese verantwortungsvolle und anstrengende Position zugewiesen wird.

Es ist schlimm, wie Erwachsene unter Erlebnissen der Kindheit leiden... Wie war das mit der Prävention...? Aber das führt zu weit.

LG Antje

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Re: Jugendwart

Antwort von Andrealine am 19.02.2006, 14:43 Uhr

Hallo Silvia,
ich gebe Dir völlig Recht. Der Mann hat eine Vertrauensstellung im Umgang mit Jugendlichen (egal wie alt die sind) und muss sich im Griff haben - sprich allen möglichen Reizen "widerstehen". Ob das Mädel nun freiwillig oder unfreiwillig eine sexuelle "Beziehung" zu ihm hat, ist dabei völlig belanglos. Ich weiss auch gar nicht, ob "nur" der Vorstand eines Vereines hierüber zu entscheiden hat oder ob da nicht übergeordnete Stellen hier ein Interesse an einem solchen Fall hat (ist schliesslich MIssbrauch an einem Schutzbefohlenen). Aber ich kenne sowas auch: Während meiner Schulzeit hatte meine beste, 16jährige Freundin mit unserem Lehrer (Anfang 40) ein Verhältnis. Ich fand das von beiden unmöglich! Zudem war er ein "Wiederholungstäter". Er hat sich immer seine Freundinnen aus der Schülerschaft gesucht... Nur meine Loyalität zu meiner damaligen Freundin hat mich davon abgehalten den Schuldirektor einzuschalten, wobei ich davon überzeugt war, dass er das wusste und duldete. Sicherlich ist es verständlich, dass man sich persönlich näher kommt, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt. Schliesslich gibt es die meisten Ehen am Arbeitsplatz. Aber ich finde, dass dort wo man mit SChutzbefohlenen bzw. Minderjährigen zutun hat, besondere Charaktere gefragt sind und nicht solche männlichen Luschen, die beim ersten bauchfreien Top meinen, sie wären am Drücker.
Liebe Grüsse
Andrea

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