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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 19.04.2004, 10:58 Uhr.

Das hört sich ganz wie Fumi an...

Hallo Nicole,

als ob Du Fumi beschrieben hättest, ehrlich. Sie ist auch eine der Besten in der Klasse, nicht die allerbeste, aber überdurchschnittlich. Aber zu Hause kam jeden Tag der Hausaufgabenkrampf. "Ich kann das nicht!", "Ich bin zu dumm!", "Ich muß wieder in den Kindergarten, weil ich zu dumm bin!" - es war fürchterlich. Fast jeden Abend hat zuerst sie geheult und dann ich, weil ich mich so hilflos fühlte. Fumi geht in den Hort, wo unter Aufsicht eine Stunde Aufgaben gemacht werden. Meistens hatte sie in der Stunde gerade mal ein Fünftel geschafft, obwohl die Lehrerin sagte, daß die Aufgaben in einer Stunde zu schaffen sind. Nun gut, bei Fumi kam auch immer noch der "Überhang" aus dem Unterricht dazu, weil sie dort auch so langsam war. Die Lehrerin hat gesagt, daß sie nach einer Stunde zügigem und konzentriertem Arbeiten ruhig den Rest bleiben lassen kann, sie braucht die Übung ja gar nicht so dringend. Aber das war Fumi auch nicht recht, sie wollte nicht als Außenseiter dastehen. Also haben wir teilweise bis 10:00 Uhr abends uns beide gequält, unterbrochen von kurzen paziergängen zum Abreagieren und Weinkrämpfen auf beiden Seiten.

Natürlich hat das ganze Drama auch Fumis Einstellung zur Schule geprägt. Immer öfter sagte sie, sie wolle weglaufen oder ins Heim, damit sie nicht mehr zur Schule müßte. Als ich ihr dann erklärt habe, daß sie auch im Heim in die Schule muß, kam der Höhepunkt: Sie sagte, sie würde sich umbringen, damit sie nicht mehr in die Schule muß. Da war für mich der Punkt erreicht, an dem ich mich für professionelle Hilfe entschieden habe. Und es war eine gute Entscheidung!

Nach mehreren Tests hat sich einiges herausgestellt:
1. Fumi hatte eine Leseschwäche, die sie durch intelligentes Raten bisher gut überspielt hatte. Sie wurde in die Deutsch-Förderklasse der Schule aufgenommen und liegt inzwischen lesemäßig im Durchschnitt.
2. Fumi ist hochbegabt.
3. Fumi hat eine ADS ohne Hyperaktivität, die sie durch ihre Hochbegabung bisher gut überspielt hat. Aber das war natürlich megaanstrengend, und es geht auf Dauer einfach nicht. Wir haben Tips bekommen, wie wir ihr das Konzentrieren einfacher machen können, und sie selber hat auch gemeinsam mit uns Strategien entwickelt, die ihr das Leben erleichtern. Glücklicherweise haben sowohl die Horterzieher als auch die Lehrerin super mitgeholfen.

Fumi ist jetzt in der 2. Klasse und hat keine nennenswerten Probleme mehr. Sie schafft die Hausaufgaben an durchschnittlich 4 von 5 Tagen im Hort, seit sie dort einen Extraplatz weit weg von den anderen bekommen hat. Sie bekommt von den Horterzieherinnen positive Verstärkung (das war ihr wichtig, Lob von uns Eltern konnte sie irgendwie nicht ernst nehmen - "Ihr habt mich ja lieb, ihr MÜSST mich ja toll finden" *grins*). Lustigerweise hat ihr auch geholfen, daß die Hausaufgaben und Exen seit Anfang des 2. Schuljahres mit einem System bewertet werden, das später in das Notensystem übergeht. Es fällt ihr leichter, sich selber einzuschätzen und im Klassenverband einzuordnen.

Natürlich kann bei Deinem Sohn etwas ganz und gar anderes dahinterstecken. Ich will nur deutlich machen, daß die "Testerei" gerade in so festgefahrenen Fällen sehr hilfreich sein kann. Vielleicht magst Du zunächst einen Termin ihne Kind bei der Schulpsychologin ausmachen. Auf jeden Fall solltest Du mit der Lehrerin sprechen und sie mit einbeziehen.

Ich bin jedenfalls totfroh, daß wir das jetzt gemacht haben und nicht länger gewartet haben. Wir haben jetzt noch ein Jahr Zeit, die neuen Methoden und Strategien einzuüben. Danach kommt die Empfehlung für die weiterführende Schule, und ich hätte es megatraurig gefunden, wenn Fumi aufgrund ihrer Probleme eine "falsche" Empfehlung bekommen hätte. Fumi hat die Tests sehr souverän gemeistert, obwohl sie auch zunächst nicht so richtig wollte.

Nebenbei: Fumi wächst auch zweisprachig deutsch/englisch auf.

Sorry, das war jetzt sehr lang. Aber Dein Posting hat mich so an unsere Situation vor rund einem Jahr erinnert.

Ich wünsche Euch alles Gute,
Elisabeth.

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