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Geschrieben von Steffi528 am 11.08.2004, 12:27 Uhrzurück

Re: wegen "Sozialarbeiter"

Hallo ihr,

ich kann mich bei den meisten Argumenten von marit, und Co anschließen.
Dennoch bin ich auch der Ansicht, das das Reinigen der Parkanlagen schon Aufgabe von Sozialhilfeempfänger sein kann.

Begründung: Junge, alleinstehende Männer und Frauen müssen sich nicht auf Kosten der anderen ausruhen.

Bei uns wird das jetzt immer mehr praktiziert. Die Sozialhilfeempfänger, die für bestimmte Arbeiten taugen, werden zu diesen Diensten herangezogen.
Entweder sie arbeiten für ein Taschengeld, oder sie werden gekürtzt.
Das funktioniert teilweise sehr gut und zwar so gut, das einige von denen, die in "Faulheit" abgerutscht sind, plötzlich erkennen, das Arbeit auch Spaß machen kann.
Und so kommen einige dann sogar zumindest zu Zeitverträgen.

Das Argument, die Kommunen sollen mehr Leute einstellen, ist zwar schön gedacht, aber nicht durchführbar.
Es ist einfach kein Geld mehr da.
Wenn also da eingestellt werden soll, muß an anderer Stelle gekürzt und gestrichen werden.

Ich bin schon der Ansicht, das nicht weiter im sozialen Bereich gestrichen werden soll, nur um arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger weiter den Popo zu waschen.
Zum Beispiel
Parkanlage sollte gereinigt werden --> stellen wir jemanden dafür ein, obwohl wir das Geld nicht haben --> dafür streichen wir die freiwillige Stelle der Sprachförderung im Kindergarten.
Da möchte ich lieber den sozialen Bereich gestärkt haben und dafür einen 18 - 25 järigen bei der Arbeit sehen.

Diese Arbeitseinsätze gelten jedoch nur bei alleinstehenden Erwachsenen, denen man es schon gut zumuten kann, zu arbeiten.
Alleinerziehende Mütter, Ältere oder die, die wirklich auch die Hilfe benötigen, sollten sie behalten, bzw. da sollte das soziale Netz wesentlich dichter gestrickt werden. Hier sind insbesondere auch die Kinder zu nennen, die in immer größeren Zahlen in die Sozialhilfe rutschen.

Und noch mal zum Thema "Faulheit". Es gibt solche und solche Menschen in der Sozialhilfe und es gibt Leute, die schon so lange in der Sozialhilfe sitzen, das sie allein es nicht mehr schaffen, z.B. einen halbwegs geordneten Tagesablauf hinzubekommen.
Diese Leute sind "faul" und können gar nichts mehr dazu.
Wenn man diesen Leuten eine Aufgabe gibt, an die sie sich halten können, mit ein paar Regeln etc., dann können diese Leute sogar ihren inneren "Schweinehund" überwinden und auch für sich wieder in den Spiegel sehen.

Steffi

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