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Geschrieben von Ralph am 10.08.2004, 12:02 Uhrzurück

Stammtischgeläute... :-)

Hallo Mister,

da bist aber auf mehreren Ebenen auf dem Holzweg! ;-)

Zum einen empfinde ich es nicht als Skandal, wenn auch alleinerziehende Mütter (und Vater) Anspruch auf einen KTH-Platz haben. Wie, bitte schön, soll es denn sonst etwas werden mit der - erfolgreichen - Arbeitssuche? Das ist als Alleinerziehender sowieso schon ein Spießrutenlauf, weil es glöeich heißt "der/die ist wegen des Kindes eh häufig krank, also bloß die Finger weg!!". Leider kein Einzelfall, sondern immer häufigere Praxis bei den Personalchefs.
Wenn dann noch bei Bezug von Sozialhilfe der Zugang zu KTH-Plätzen grundsätzlich unmöglich gemacht wird, sind die ohnehin lauen Zukunftsperspektiven bei dieser Bevölkerungsruppe (Alleinerziehende)gleich Null. Ich kann mir kaum denken, daß dies Dein Anliegen war. :-)

"Die fährt ein Auto und bezieht Sozialhilfe!"
Der Satz ist mir zu indiffernziert. Ist es eine alte alte Gurke, die der Freund immer mal wieder auffixt, die im Verkauf keine 1000,- € bringen würde, ja mein Gott, warum denn nicht? Wenn allerdings vor der Tür ein krachneuer Chrysler oder Focus stehen würde, dann, ja dann, würde auch ich mich aufregen.
In zeiten, wo immer mehr Mobilität verlangt wird, der ÖPNV aber entweder nicht genügend ausgebaut oder sogar heruntergefahren wird, unterschätzen viele, wie hoch die bedeutung eines Autos grade im ländlichen Bereich ist.
Andererseits sind aber nur dort die Mieten noch so gering, daß sie für die Ämter angemessen sind. Arbeitssuche nur mit Auto möglich? heute auch kein Einzelfall mehr, kann also ebenfalls nicht Dein Anliegen gewesen sein, oder? ;-)

Den Sozis geht es zu gut, die solten den Park fegen gehen... ich schließe mich Marits Meinung uneingeschränkt an.
Es ist gar keine Frage, daß auch im bereich der Sozialhilfe vieles heruntergeschraubt werden kann und muß, wobei ich hier ausdrücklich nur die Hamburger Verhältnisse beurteilen möchte, weil ich die 8 1/2 Jahre intern miterlebt habe. :-)

Unterm Strich ist nicht die Sozialhilfe zu hoch, sondern es sind die untersten Lohnstufen zu niedrig angesetzt. Es grenzt an einen Skandal, daß ein Arbeitnehmer, der 40 Stunden die Woche arbeiten geht, eine vierköpfige Familie heutzutage nicht mehr automatisch durchbringt. Da stimmt etwas mit dem Lohngefüge nicht!
Und die Sozioalhilfe soll sich per lege an den untersten Lohnstufen bzw. an den Verhaltensweisen dieser Arbeitnehmergruppe orientieren. Wie soll sie das aber, wenn im Grunde die Bezieher unterster Lohnstufen im Grunde genommen sogar noch sozialhilfeberechtigt sind??
HIER liegt der Hase im Pfeffer!! :-)

Was Du da gepostet hast, ist zu kurz gedachte Stammtisch-Philosophie... ;-)

Viele Grüße
Ralph/Woodstock

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