Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

© fotolia, albert schleich

 

Gebärhaltung

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Gebärhaltungen oder Gebärpositionen. Sie können unterschiedliche Vorteile bringen, indem sie den Geburtsverlauf unterstützen und dem Baby helfen können, sich leichter ins Becken hineinzudrehen. Ihre Hebamme wird Sie während der Geburt bei der Einnahme einer für Sie angenehmen Gebärhaltung unterstützen und Ihnen im Falle eines langsamen oder stockenden Geburtsverlaufes eventuell auch zu einem Positionswechsel raten.

Im Bett/im Liegen


Nach wie vor bringen die meisten Mütter bei uns ihr Baby im Liegen in einem Geburtsbett auf die Welt. Diese Gebärhaltung hat den unbestrittenen Vorteil, dass sich die Mutter während der Wehenpausen sehr gut ausruhen und entspannen kann. Nachdem in dieser Lage die Schwerkraft kaum unterstützend wirkt, dauert die Geburt aber oft ein wenig länger. Wichtig ist, dass sich die Gebärende auch im Bett gut mit den Händen und Füßen abstützen kann, dann steht einer Geburt im Liegen nichts im Wege. Medizinisch bringt eine Geburt im Geburtsbett den Vorteil, dass die Frau in der Rückenlage am einfachsten versorgt werden kann, und die Geburtshelfer leichter eingreifen können.

Seitenlage/Halbseitenlage


Bei einer Geburt im Liegen kann die Seitenlage oder Halbseitenlage Vorteile bringen, da sie die Vena Cava (Rückenvene) entlastet und dem Baby die Drehung ins mütterliche Becken erleichtert.

Vierfüßlerstand/Knie-Ellbogen-Lage


Viele Frauen empfinden diese Geburtshaltung als angenehm, da sich die Wehen gut veratmen lassen und der Rücken entlastet wird. Der Vierfüßlerstand eignet sich nicht nur für die Austreibungsphase, sondern besonders für die Eröffnungsphase.

Aufrechte Gebärhaltung/auf dem Gebärhocker/im Hocken


Zu den aufrechten Gebärpositionen gehören Stehen, Sitzen oder Hocken. Der Vorteil all dieser Haltungen ist, dass die Mutter sich gut bewegen kann, was die kindliche Drehung ins Becken fördert. Die Schwerkraft wirkt hier optimal auf den Beckenboden, was sowohl die Öffnung des Muttermundes (Eröffnungsphase) wie auch die eigentliche Geburt (Austreibungsphase) erleichtern und beschleunigen kann. Allerdings ist eine aufrechte Haltung auf die Dauer sehr anstrengend, weshalb eine tatkräftige Unterstützung durch den Partner nötig ist, der die werdende Mutter von hinten stützen sollte. Erleichtert wird das Sitzen oder Hocken auf einem Gebärhocker oder Gebärstuhl. Eine Geburt ist außerdem im Stehen möglich. Hier kann sich die Mutter beispielsweise an einem Seil festhalten.

Wassergeburt


Immer mehr Babys kommen heute auch in einer Gebärwanne zur Welt. Bei einer Wassergeburt hilft das warme Wasser der Mutter zu entspannen, wodurch die Geburt oft als weniger anstrengend und weniger schmerzhaft empfunden wird.


Mehr Informationen über die verschiedenen Gebärhaltungen bekommen Sie in unserem Schwangerschaftsbereich mit vielen Themen zur Vorbereitung auf die Geburt…
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.