Unser Lexikon für die Schwangerschaft

Schwangerschaftslexikon

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Geburtseinleitung

Am Ende einer Schwangerschaft wird eine Einleitung der Geburt in der Regel nur dann vorgenommen, wenn die Gesundheit der Mutter oder die des Babys dem Arzt oder der Hebamme gefährdet erscheint. Dies kann der Fall sein, wenn beispielsweise ein CTG entsprechende Anhaltspunkte liefert, sich eine Plazentainsuffizienz abzeichnet oder das Baby sehr lange - d.h. etwa 10-12 Tage - nach dem errechneten Termin immer noch nicht geboren wurde.

Die ersten Wehen - man spricht von Eröffnungswehen - werden normalerweise durch ein körpereigenes Hormon der Schwangeren ausgelöst.

Bei der Geburtseinleitung werden Medikamente verabreicht - mittels Wehentropf oder über eine Tablette, die in die Scheide gelegt wird - die dieses Hormon künstlich herstellen und die Geburt so in Gang setzen. Auch alternative Methoden, wie beispielsweise ein so genannter Wehencocktail oder Akupunktur, können helfen, eine Geburt "anzuschubsen". Dies sollte jedoch nur in Absprache und unter Beobachtung einer Hebamme gemacht werden. Außerdem gibt es vergleichsweise sanftere Methoden der Geburtseinleitung z.B. mit Hilfe von Prostaglandinen (als Gel oder natürlich vorkommend im Sperma) oder auch mit einer Eipollösung.

Eine Einleitung wird auch in riskanten Situationen vorgenommen, um den Zeitpunkt für die Entbindung zu bestimmen, wenn optimale Voraussetzungen in einer Entbindungsklinik gegeben sind. Jedoch: Nach einer Einleitung ist das Risiko für einen Kaiserschnitt deutlich erhöht.
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