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Mir wird alles zuviel

Hallo,
Keine Ahnung ob ich hier richtig bin, wahrscheinlich hätte auch jedes andere Form gepasst. Jedenfalls läuft bei mir momentan alles nicht so wirklich rund. Mein Mann fühlt sich für kaum etwas verantwortlich. Wir gehen beide arbeiten, ich halbtags. Haben eine zweijährige. Einige Haustiere, wovon er unbedingt noch eins wollte. Der Haushalt bleibt komplett an mir hängen, was während der Elternzeit auch in Ordnung so war. Aber es wird überhaupt nicht darauf geachtet, selbst mal was wegzuräumen. Kleider Schuhe liegen überall, wenn ich nichts sage oder selbst anpacke..... Wir haben ein riesengroßes Haus, welches ich auch nicht wollte, was super viel Arbeit macht, ebenso der Garten. Ab und zu macht er dann mal Kahlschlag, den Rest hab ich.
Die Betreuung unserer Tochter übernehme ich fast ausschließlich, wenn man die Zeit in der Krippe abzieht. Schlaflose Nächte seit der Geburt, hab ausschließlich ich.
Immer mehr merke ich, was häufiger Streitpunkt ist, dass er absolut keine Nerven für das Kind hat. Oder er macht es unbewusst extra, wenn ich dabei bin. Momentan haben wir halt das typische TrotzAlter und das ständige quengeln, was mich in den letzten Wochen auch an den Rande des Wahnsinns treibt, wenn ich ehrlich bin. Aber da könnte ja jemand, der den ganzen Tag eigentlich nicht im Haus ist und das nicht mitbekommt, mal etwas entspannter sein? Stattdessen wird dann das Kind gefragt oder vor dem Kind gesagt, das ist doch nicht richtig im Kopf sein könnte und das doch mit ihm was nicht stimme... worauf hin ich dann sauer werde, und natürlich sofort Partei ergreife für mein Kind. Er ist ständig nur mit sich selbst beschäftigt. Egal ob PC oder Fitnessstudio ... ich hab nicht so viel Freiraum.
Egal was ist, ich muss hier halten, weil ich hab ja so einen easy Job und kann mir meine Zeiten recht frei einteilen. Hinzukommt, dass er wirklich den ganzen Tag aus dem Haus ist und mit seiner ganzen Stelle nur knapp mehr verdient als ich mit meiner halben. Was mich auch oft sauber macht. Weil ich immer denke, er könnte sich auch einfach mal bewerben. Oder es zu mindestens mal versuchen.
Zu alldem kommt hinzu, dass ich hier absolut unzufrieden und unglücklich bin. Seit mehreren Jahren wohnen wir jetzt schon hier, ich habe immer noch keinen Anschluss gefunden. Freunde von früher habe ich nicht. Das Verhältnis zu meiner Familie ist seit der Geburt etwas belastet. Insbesondere zu meiner Mutter, zu meiner Schwester habe ich kaum Kontakt. Einzig in meiner Schwiegermutter, mit der ich früher überhaupt nicht zurecht kam, habe ich jetzt sowas wie eine Verbündete bzw. Unterstützung gefunden.
Ich fühle mich einfach total allein, habe niemanden mit dem ich reden kann. Was mich dann natürlich ab und zu, zu solchen dämlichen Aktionen treibt, dass ich anderen Leuten manchmal zuviel erzähle. Was sich dann natürlich wiederum rächt.
Ich habe auch ein total schlechtes Gewissen gegenüber meinem Kind, weil wir keine Bekannten oder Verwandten haben, die , wenn wir überhaupt noch welche haben, Kinder haben, mit denen mein Kind mal in Kontakt kommen könnte. Meistens sind wir immer nur alleine. Ich weiß nicht ob das unbedingt schädlich ist? In der Krippe Hat sie jedenfalls Schwierigkeiten auf andere zu zugehen. Obwohl sie sich sehr wohl fühlt. Ich war im PeKipp, ich bin im Spielkreis, wir waren im Kinderturnen, Sind seit fast einem halben Jahr in der Krippe..... nichts. Mir scheint, die anderen Leute sind alle übersättigt mit Freunden und Bekannten. Ich überlege auch ständig ob es an mir liegt, dass ich wirklich ätzend bin oder was falsch mache. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nie wirklich viele Freunde hatte, ich war eigentlich immer eher ein Einzelgänger. Jedoch komme ich eigentlich mit anderen immer schnell ins Gespräch und würde auch nicht sagen , dass ich generell unsympathisch bin? Ich bin öfter umgezogen, daher wenig verwurzelt.
Mein Mann weiß das alles, wir reden auch hin und wieder darüber, jedoch kann er es natürlich auch nicht ändern, ihm geht es ähnlich obwohl er aus der Gegend ist.
Ich fühle mich zur Zeit einfach ausgelaugt und fertig und wenn dann noch solche Sachen passieren, wie das ich rausbekomme, dass die Nachbarschaft über uns redet, auch wenn es Belanglosigkeiten sind, und mir im Kindergarten gesagt wird, dass ich die Einrichtung schlecht machen würde.... tja, dann ist das alles ganz schön viel auf einmal. Und wenn man dann noch niemanden hat, mit dem man da mal drüber reden kann.... ich weiß auch nicht wer oder wie das passiert ist, dass mir das unterstellt wurde und wer da gepetzt hat oder ob da überhaupt jmd was gesagt hat oder ob das alles zufällig raus kam, weil ich mich halt wirklich bei einigen Leuten Darüber geäußert habe, dass ich zu Beginn sehr unglücklich war ... ich weiß es nicht.
Ich habe nicht mal Bekannte, die ich einfach spontan mal einladen kann. Die eine die ich habe, unsere Kinder sind fast gleich alt , Hat nie Zeit, ständig was anderes vor und wir sehen uns eigentlich nur an solchen Tagen wie Geburtstagen oder besonderen Ereignissen. Was ich persönlich sehr schade finde. Das habe ich ihr auch schon einmal gesagt, worauf hin sie mir entgegnete, dass das bei ihr einfach so ist und sie auch noch andere Freunde hat. Wenn man es dann allerdings in drei Monaten nicht einmal schafft sich zum Schwimmbad zu verabreden mit den Kindern??? Naja, da weiß man dann auch wo man steht.
Auf meiner Arbeit läuft es auch nicht mehr so rund für mich, seit ich wieder eingestiegen bin. Nachts schlafe ich sehr schlecht, ich schlafe nie für mich ausreichend und das seit den letzten zweieinhalb Jahren nicht. Bin ständig müde und natürlich auch total überreizt und gereizt. Was ich dann wiederum oft an meiner Tochter auslasse. Oder einfach inkonsequent werde, weil ich mir anders nicht mehr helfen kann. So denke ich mir dann oft selber, was stellst du das Kind jetzt vor Möglichkeiten, die es noch gar nicht verstehen kann , ich habe dann aber einfach nicht mehr die Kraft adäquat zu reagieren.
Momentan denke ich einfach nur noch ich mache alles falsch, wobei das sicherlich nicht so ist, aber es fühlt sich stark danach an.
Der Clou ist, dass ich das eigentlich alles viel besser wissen müsste, da mein Job eigentlich ist, anderen zu sagen was sie richtig und falsch und besser machen könnten.
Ich weiß nicht ob es anderen vielleicht auch so geht, aber bei mir ist es momentan so, ich fühle mich total isoliert und teilweise jetzt auch beobachtet. Zwischen meinem Mann u mir wird es nicht bessser. Das Problem ist aber glaube ich, wir sind alles was wir haben, auch wenn wir uns ständig auf die Nerven gehen. Wir haben schon oft darüber geredet und wir sind uns auch darüber einig dass es so nicht weitergehen kann, dass wir aber an uns arbeiten wollen. Nur so langsam schwindet bei mir die Hoffnung. Es ist einfach zu viel passiert und es gibt zu viele Unstimmigkeiten und Streitauslöser. Ich habe mich hier in diesen Ort noch nie wohl gefühlt, vielleicht wäre das woanders auch nicht besser , aber jetzt haben wir hier ein Haus und wo sollte ich hin? Mir tut das auch alles irgendwie so leid, weil ich denke, eigentlich müssten wir super glücklich sein. Es geht uns gut, wir haben alles was wir brauchen. Aber diese latente Unzufriedenheit, die hört einfach nicht auf und ich habe nicht die Möglichkeit das dauerhaft abzustellen. Ich versuche irgendwie allem gerecht zu werden und schaffe gar nix mehr.

von Nesaja am 18.09.2017, 9:11 Uhr

 
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*10 Antworten:

Geht's Dir jetzt besser?

Antwort von blubb12 am 18.09.2017, 10:15 Uhr

Einfach mal alles rauslassen hilft ja auch schon. Das weißt Du ja sicherlich, wenn Du beratend tätig bist.Vielleicht hattest Du ja selbst in der letzten Stunde schon Ideen, wie's besser werden kann.

Wenn Du, wie Du schreibst, selbst in einem beratenden Beruf tätig bist: hast Du dann nicht Kontakte oder kennst jemanden, bei dem Du Dich professionell auskotzen kannst? Direkt auf Deiner Arbeit wahrscheinlich nicht, man will den Kollegen ja auch nicht alles auf die Nase binden, aber sonst?

Kannst Du Dir Deine Freiräume mit Hilfe Deiner Schwiegermutter, einer babysittenden Nachbarstochter oder einem professionellen Babysitterservice schaffen? Selbst zum Sport oder zur Musik gehen, wo man ja auch Leute kennen lernen kann?
Für den Haushalt kannst Du Deinem Mann ja sagen, entweder er hält sich daran, seine Sachen weg zu räumen und Dich zu unterstützen, oder er muss eben eine wöchentliche Putzkraft (mit-)finanzieren. Gleiches gilt natürlich für den Garten.

Einem Mann, der selbst keine Geduld mit einem müden und überforderten Kind hat, selbiges auf's Auge zu drücken, habe ich mir im Verlauf der letzten Jahre abgewöhnt. Ich habe nur ein schlechtes Gewissen, wenn Kind nachts brüllt, Mann brüllt und Kind noch mehr brüllt. Da kümmere ich lieber selbst, außer ich gehe wirklich absolut auf dem Zahnfleisch.

Jetzt zu sagen, "richte Dir Dein Leben für Dich selbst ein" ist wahrscheinlich nicht hilfreich, da Du dann Deinen Mann ja raus nimmst, was vielleicht zu noch mehr Streit führt. Das musst Du selbst entscheiden. Wie man Kontakte zu anderen Menschen herstellt, weiß ich auch nicht so recht. Ich bin auch eher Einzelgängerin. Ich habe eine gute Freundin aus meiner Studienzeit, mit der ich alle paar Monate weg gehe, und eine Arbeitskollegin, mit der ich auch manchmal private Dinge bespreche und selten auch mal weggehe. Mein Freund hat noch zwei Freunde aus unserer Studienzeit. Mit meinen Orchesterkollegen gehe ich alle paar Wochen nach der Probe was trinken.

Der Rest beschränkt sich auf unverbindliche Gesrpäche mit den Nachbarn oder anderen Kitaeltern.

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von Leena am 18.09.2017, 12:43 Uhr

Ich hatte heute früh auch so einen Moment - Montagmorgen, allgemeines Chaos, allesamt müde, jau. Ich versuche noch in vorletzter Minute, das Schulbrot für Kind4 (1. Klasse) fertig zu machen und einzupachen, und rufe meinem Mann zu, er soll schon mal den Turnbeutel dazu stellen. "Was weiß ich denn, wie sein Turnbeutel aussieht?!?" Argh. Warum ist es eigentlich immer mein Job, den Überblick zu behalten und zu schauen, dass es keine ernstlichen Verluste irgendwo gibt?

Insoweit - Tipps habe ich keine, auch nach 18 Jahren "Familienbetrieb" nicht.

Ich merke aber ganz deutlich - wenn es mir gut geht, kann ich mit solchen Situationen souverän umgehen. Wenn nicht - dann nicht.

So gesehen - ich schätze, Deinen Mann wirst Du nicht mehr grundlegend ändern können. Bleibt also zu schauen, was Du für DICH tun kannst, dass es Dir insgesamt besser geht. Vielleicht mal alleine rausgehen, Kino, ausgiebig shoppen, Café, Joggen gehen - was auch immer eben Dir gut tut. Ich find's nur wichtig, wenn man dem Mann den Nachwuchs überlässt, NICHT in Hör- und Griffweite zu sein, sonst steht (mir zumindest) doch alle paar Minuten ein Kind im Zimmer oder ein Mann, der wissen will, wie er xy machen soll. Bringt nichts und stresst erst recht alle Beteiligten... also raus. ;-)

Alles Gute für Dich!!!

(Das schlechte Gewissen dem Kind gegenüber, was mangelnde Verwandte und Verwandte mit Kind betrifft, würde ich mir abgewöhnen, das ist, wie es ist, und schlechtes Gewissen ändert daran auch nichts!)

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von tonib am 18.09.2017, 17:29 Uhr

Das ist, glaube ich, nicht eine so untypische Situation. Kinder in dem Alter sind oft unheimlich anstrengend, und wenn Du keine Hilfe hast und Dich darüber ärgerst, nehmen Verzweiflung und Erschöpftheit noch zu. Zum Glück wird das mit fortschreitendem Alter des Kindes besser.

Hast Du die Möglichkeit, irgendwie Zeit für Dich herauszuholen? ZB indem Du, wenn Du Deinen Mann schon nicht verpflichten kannst, mal einen Babysitter engagierst und Dich in der Zeit einfach mal hinlegst oder ins Wellnessbad gehst? Ob Du ausgeruht bist oder nicht, davon hängt so viel ab: Kraft, Humor, Energie.
Mir scheint das eine lohnende Investition zu sein.

Und, so banal es immer klingt: sich selbst wichtig nehmen, wenn es schon sonst vermeintlich keiner tut. Schöne Dinge machen - für mich z.B. Museum, Oper, Ballett, für andere anderes.... und nicht immer nur Rücksicht nehmen.

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von jannas am 18.09.2017, 17:47 Uhr

Hallo,
was meinst du denn zu einer Mutter-Kind-Kur?
Ändert nichts grundsätzlich an den Problemen.
Aber du bist mal raus aus dem Alltag.
Keine Arbeit, Haushalt, Alltag.
Etwas anderes hören und sehen, neue Erfahrungen und Kontakte.
Dazu gehören meist auch ein paar Gespräche mit Therapeuten, vielleicht hilft das schon beim Gedanken sortieren.
Ein Versuch ist es doch wert, oder?

 

Vielen lieben Dank

Antwort von Nesaja am 18.09.2017, 19:58 Uhr

Für eure Worte und Ideen.
MKkur habe ich auch schon überlegt, allerdings arbeite ich ja noch nicht so lange.
Mit joggen hab ich auch wieder angefangen, aber da kommt eben auch ständig was zwischen.
Aber es ist wirklich ein stetes auf und ab. Mal besser mal schlechter. Nur mit unserer Beziehung.... ich glaube das wird schwerer als gedacht, vor allem wenn alles andere mal besser läuft.
Da gibt es kaum bis keine netten Worte mehr. Geschweige gegenseitiges Verständnis:(

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von desireekk am 18.09.2017, 21:06 Uhr

Hallo,

ichglaube, dir würde etwas Zeit FÜR DICH gut.
Magst Du dich mal im gerade begonnen VHS Programm umschauen was es da gerade so gibt?
Und wenn es nur etwas für 2-3 Abende oder Samstage ist. Aber es wäre ein Anfang.
Geht Dein Mann denn weg? (Sport, Hobby, etc.)
Fragt er Dich, oder geht er quasi einfach.

Genau so machst Du es auch.
Oder such dir einen Wochenendkurs raus und fahre da mal hin.
Jodelkurs (ernsthaft!) oder eine Wanderung von Hütte zu Hütte o. ä.

Bei uns gabg es die Regelung dass der Papa EINE Nacht pro Woche für das Kind verantworlich war. Er durfte sich die nacht sogar raussuchen, aber die war ER dran. er kann ja Fr-Sa oder Sa-So nehmen. Aber das gibt auch Dir die Chance mal durchzuschnaufen.

Im Haushalt würde ich darum bitten, dass er feste Aufgaben übernehmen kann. Frag ihn welche, aber das sind dann auch "seine".
Und ja... völlig ändern wirst Du IHN nicht können,. aber er kann sich anpassen wen er will.
Geh mit ihm essen, ohne Kind und besprich mal ein paar Sachen.
Fremde Umgebung hilft die Emotionen im Griff zu behalten.

LG

D

 

Re: Vielen lieben Dank

Antwort von tonib am 18.09.2017, 21:27 Uhr

Meinst Du, Du kannst Deinen Mann zu einer Paartherapie bewegen? Man denkt immer, man müsste das doch selbst (und günstiger) hinbekommen, aber so ist es eben doch nicht. Wenn er überhaupt nicht will, ist das evtl. auch eine Entscheidungshilfe.

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von Bookworm am 19.09.2017, 10:36 Uhr

hast PN

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von Danyshope am 19.09.2017, 16:49 Uhr

Meiner Meinung nach sind gerade die ersten 1-2 Jahre wenn man wieder arbeitet die härtesten. Danach hat es sich meistens "eingespielt" - oder es ist einfach auch der Umstand das das Kind selbstständiger wird. Keine Ahnung.

Aber ich weiß noch wie fertig ist teils in dem Zeitraum war. Bei mir kam aber noch,jedenfalls im zweiten Jahr, dazu das mein Mann mich nicht weiter hätte unterstützen können. Da musste ich einfach funktionieren.

Irgendwann ging es dann besser und noch später entspannte sich das ganze. Inzwischen klappt es recht gut und wird immer besser.

Ist dir jetzt evtl keine sooo große Hilfe, aber vielleicht gibt es dir doch etwas Kraft und Zuversicht.

 

Re: Mir wird alles zuviel

Antwort von cereza am 21.09.2017, 8:59 Uhr

Ohweia, das hört sich gar nicht schön an.
Gewisse Haushaltsprobleme haben wir auch, das Problem mit Freunden, Bekannten und Verwandten nicht,wir wohnen da, wo wir mit kurzen Unterbrechungen immer gewohnt haben.
Ich würde nichts aufrechnen oder mich so verhalten, wie der Mann, das bringt nichts.
Wir haben, nachdem sich alle bei mir wie im Hotel gefühlt haben, eine Liste gemacht, wer für was zuständig ist. Es ist für mich manchmal schwer, das wirklich einzuhalten (geht ja schneller, wenn man es selbst macht....), aber gerade die Kinder erinnere ich tapfer daran, zurückzukommen und ihr Zeug zu erledigen. Bei meinem Mann schaue ich einfach weg. Einmal, kurz nach unserem neuen Plan, hat er die überquellende Pappetonne nicht rausgestellt. Ich habe mir echt auf die Finger gebissen *lach* sie aber stehenlassen. Das wir nun 2 Wochen auf die neue Abholung warten mussten, habe ich dann als "egal" abgetan, er kann die Pappe ja zum Wertstoffhof fahren,....
Jeder darf einen anderen bitten, seine Aufgabe wegen Zeitmangel o.ä. zu übernehmen, aber daran denken muss sein.
Erledigt jemand seine Aufgaben immer wieder nicht, wird das beim Abendessen besprochen. (Kinder können z.b. in ihr Hausaufgabenheft eine kurze Notiz zur Erinnerung machen- da ihre Jobs sich größtenteils auf Freitag belaufen)

Kontakte finden ist nicht leicht, ich würde es mal mit einem Sport/Musik(Instrument lernen)/VHS-Kurs/Verein probieren. Wenn du 1,2 regelmäßige Termine hast, hat das auch den Vorteil, das dein Mann im Umgang mit dem Kind sicherer werden kann. Im Moment ruht er sich ja auf dir aus, und so wird das ein Kreislauf immer mehr zu deinem Nachteil. Würde ihm auch mal deutlich sagen, dass das Kind euer gemeinsames ist, und du dir nicht gerade vorgestellt hast, alles alleine zu machen, das du keine Lust auf Geschrei hast, sobald er auftaucht, und er sich gefälligst wie ein Elternteil verhalten soll, nicht wie ein Geschwisterkind, ein 15jähriger Teenager, der beleidigt ist, dann gibts auch kein ständiges Geschrei. Pack ihn ruhig ein bisschen an seiner Ehre.
Vielleicht kannst du dich auch mal über Kindererziehung belesen oder ihr beide! mal eine Elternberatung machen, um das ständige Trotzen zu vermeiden. Das geht wirklich. Dann seid ihr wieder etwas entspannter und habt gerne Zeit mit eurem Kind.

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