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Geschrieben von mami06 am 29.05.2011, 22:06 Uhrzurück

@Petra28 und shinead

an Petra: Da stimme ich dir voll zu. Ich denke, dass die Kinder im Kindergarten sehr wohl sehr viel lernen können. Außerdem ist es so, dass wir unserer Tochter ja nicht verbieten, verschiedene Dinge zu lernen, nur weil sie eben noch nicht zur Schule geht (sie liest schon ein bißchen, rechnet gut und ist auch sonst fit),

aber (und hier auch an shinead): Aus der Erfahrung mit den beiden älteren Kindern weiß ich, dass ein großer Teil des unbeschwerten Kinderlebens heutzutage leider wirklich mit Schulbeginn endet. Wir (also ich als mittlerweile fast 40jährige) hatten damals in der ersten Klasse drei oder vier Stunden. - Heute haben unsere Grundschüler fünf oder sechs Stunden, und das jeden Tag! Außerdem sind sie an drei Tagen in der Woche fest bis 16.00 UHr in der Schule und kommen nicht - so wie ich damals, um 11.30 Uhr nach Hause. Sie MÜSSEN lesen, schreiben, rechnen, wenn das der Stundenplan erfordert, wohingegen meine Tochter noch lesen KANN, wann und wenn sie will. Und wenn sie das nicht will, dann lässt sie es eben.

In Berlin wird ohnehin recht früh eingeschult (alle, die im Einschulungsjahr bis Ende Dez. 6 werden, MÜSSEN eingeschult werden). Ich kenne mehrere Kinder, die nach dem Mittagessen in der Schule in der Kuschelecke eingeschlafen sind, weil sie so geschafft waren vom Vormittag! Es sind 5jährige, die da schon den halben Tag konzentriert arbeiten sollen!

Nee, nee, meine mittlere Tochter ist bestimmt ein helles Kind, und auch wenn sie kürzlich beim Kinderarzt mit dem Kopf geschüttelt haben, als ich sagte, dass ich sie nicht vorzeitig einschulen lasse, denke ich, dass es nicht falsch ist, ihr noch ein Jahr die Freiheit zu gönnen, selbst darüber zu entscheiden, was sie wann lernen möchte und ob sie sich in der Kita Mittags zum Schlafen hinlegen will, wenn sie müde ist.

Sollte sie dann nächstes Jahr so dermaßen oberschlau sein, dass sie die Schuleingangsphase (an unserer Grundschule sind Klassen 1-3 gemischt) in zwei Jahren durchläuft, ist mir das genauso recht, wie wenn sie ganz "normal" drei Jahre braucht.

In der Klasse meines Sohnes ist ein Junge, der als Erstklässler auch regulär eingeschult wurde, obwohl er hätte früher gehen können. Er ist hochintelligent und wahnsinnig wissbegierig/fleißig. Er liebt die Schule, frisst die Bücher und Hefte geradezu, langweilt sich aber keinesfalls. Die Eltern sind ebenfalls der Meinung, den richtigen Entschluss gefasst zu haben.

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