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Geschrieben von Tini mit Charlotte am 20.06.2003, 11:07 Uhrzurück

Re: Noch was zum amerikanischen Essen..

Linda,

Freiheit ist dort nicht viel anders als hier. Meldepflicht hat ihre guten Seiten und keine Meldepflicht so ihre Nachteile. Amerikaner in Deutschland sind zB von der Meldepflicht angetan und der damitverbundenen Wahlbenachrichtigung. So wird das in den USA nämlich nicht gehandhabt.

Ladenschlußgesetze sind nervig und müssen meines Erachtens überholt werden. Shoppen ist durchaus angenehmer in den USA. Aber das als Auswanderungsgrund zu nehmen, ist mehr als albern. In Deutschland ist sehr viel reguliert, ohne Frage, aber in anderen Fällen auch mehr Freiheit, seien es Scheidungen (no-fault), Abtreibungen, Gleichgeschlechtliche Partnerschaften ... Andererseits ist auch vieles überreguliert: Kirchensteuer, GEZ, Scheidung, Heirat etc. Statt der Ehetauglichkeitsbescheinigung muß man in den USA aber zB einen Bluttest teilweise auch einen HIV-Test über sich ergehen lassen.

Aber zu Freiheit und den Vorgärten: Umzäunungen sind schon sehr praktisch, damit die Kinder nicht auf die Straße rennen (in der Stadt) in der Kleinstadt oder auf dem Land ist das eher irrelevant. Der Backyard ist jedoch meistens umzäunt. Statt der Jugendschutzgesetze, die in Deutschland landesweit gelten, kann in den USA der Betreiber einer Mall regulieren, ob Jugendliche sich in dieser aufhalten dürfen. Viele gehen dazu über, das Jugendliche nicht in Gruppen, nicht ohne Einkaufswunsch, und nicht vor bzw nach dem Kinobesuch sich innerhalb der Mall aufhalten dürfen. Ach ja, und nicht ohne Eltern. Trinken nicht vor dem 21. LJ, manche counties sind dry oder halbdry ... kein einkauf von spirituosen am Samstag, am Sonntag, am Wochenende, oder nach 18 Uhr.

Aber halte Dich doch nicht nur bei dem Essen auf. Die von dem Hans oder Peter oder wie auch immer aufgezählten Restaurants und wo er gerne ist, sind einfach nicht unbedingt ... wie soll ich's denn bloß sagen ... besonders gut.

Es gibt einige Sachen, die durchaus gut schmecken: Pecan Pie (allerdings nur der meiner Stiefmutter), Blackberry Cobbler (gleiches), Cherry Pie ... wenn nicht zu süß. Apple Pie mag ich überhaupt nicht, German/French Crepes gefallen mir besser als American Pancakes. Donuts sind ebenfalls eklig, da finde ich diese Pfannekuchen mit Pflaumenmuß und Zucker in Deutschland leckerer. Nach guten Brot muß man in den USA suchen, oder es selbst backen. Bagels finde ich super, aber anstelle von Muffins, wären Brötchen in ihren vielfältigen deutschen Formen besser. Die Milch schmeckt in Wisconsin am besten. In Georgia nur solala.

Vielfältige Eßmöglichkeiten ... eine ganze Schar von Fast-Food-Restaurants, von denen mir die meisten nicht gefallen ... außer Wendy's ... die Familienrestaurants sind nicht so viel besser ... aber erträglich. DQ hat einen leckeren swirl, den wir immer daheim aßen ... chocolate/vanilla swirl und häagen dasz coffee/vanilla/strawberry. Manchen Leute mögen Ben&Jerry. Ich nicht. Viele Sachen sind in den USA süßer als in Deutschland. Die Schokolade ist dort nicht besonders qualitativ. Aber Nestle's Turtles habe ich schon immer mal ganz gerne gegessen. Smoothies sind ebenfalls eine nette Sache, die man nach Deutschland exportieren sollte. Und Starbucks natürlich auch. Von den Buchläden, sollte man sich Mitgliedschaften abgucken. Linda, mir gefällt die USA sicher sehr, aber ich verschließe mich nicht vor ihren Shortcomings. Mir gefällt Deutschland auch sehr, aber hier gibt es ebenfalls sehr viele Sachen, die einer Veränderung bedürfen.

Das auch in den USA gute Köche umherlaufen, weiß ich aus erster Hand. Mein Schwager ist Chefkoch in Colorado und war Koch des Jahres 2002. Er hat an vielen internationalen Wettbewerben teilgenommen ...

Aber nun mal kurz zu seinen beliebten Restaurants:
Jack in the Box - hervorragend
KFC - leckere side dishes
Chekkers/Rally's - leider sehr selten
Popeye's - gefällt ihm gut
...
subways - da eß ich gerne
dq - siehe ice cream
wendy's
und einige locale deli's

dann kommt er zu den familien restaurants:
IHOP (da laß ich mir aber immer was zusammenstellen)
Ihm gefällt Chuckecheese ... yuck ... mir überhaupt nicht ... viel zu fettig .... und wie ich finde für kinder völlig ungeeignet.
Dann kommt er zu Restaurants und ich habe keine Ahnung wie einige es auf diese Liste schaffen konnten ... Red Lobster finde ich furchtbar, Applebees ist auch nicht besser ... Shoney's ... tut mir leid, aber irgendwie sind das alles Ketten und keine Restaurants.

Unter Restaurant verstehe ich eigentümliche Person was anderes, nicht ein Franchise.

Aber egal. Ich gehe halt lieber zu kleineren, unbekannten, inhaberbetriebenen, non-franchise restaurants und davon gibt es einige, aber dort geht der otto-normal-verbraucher nicht hin und der das land.der.freien-liebende hans oder peter wohl auch nicht.

Oh, da gibt es eine Kette, die wie ich finde doch durchaus mit europäischen establishments mithalten kann: Cheesecake-Factory :) Super lecker und nicht nur wegen des Käsekuchens. Ist aber nur in einigen Städten zu finden. Leider.

Kristin

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