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Geschrieben von Ralph am 29.09.2005, 18:37 Uhrzurück

Ich meide inzwischen die Bahn ziemlich konsequent... (Dampfablassung!!)

Schade eigentlich, denn ich war früher mal ein beisterter Bahnfan, nur, das war zu den goldenen Bundesbahnzeiten, als das noch ein Staatsbetrieb war.

Was mich nervt?

1.
Will ich mir ein Ticket kaufen, habe ich grundsätzlich WArtezeiten ohne Ende, spontan sich entschließen und Fahrkarte holen... abends um 21 Uhr am HH-Hbf. gerne mal eine halbe bis dreiviertel Stunde...

Fazit: Zuviel Personal eingespart, Service unzumutbar.

2.
Die Bosse der Bahn setzen immer mehr auf den überteuerten ICE und vernachlässigen m.E. das Angebot in der Fläche. Was nützt mir der teure schnelle Zug, wenn ich Schwierigkeiten habe, diesen aus Kleintuttlingen zu erreichen bzw. dorthin mit der Bahn zu gelangen. Lange Aufenthalte auf den Bahnhöfen ist kein Vergnügen.

Fazit: Schlechtes Breitenangebot mit immer geringerer Taktung, --> unzumutbar.

3.
Überfüllte Züge, nein danke! Unzumutbar...

4.
Dann diese Bindung an einen ganz bestimmten Zug. Früher galten die Fahrkarten eine ganze zeit lang.

Dazu paßt eine Geschichte, geschehen vor zwei Jahren, die ich das allerletzte fand und die mich entgültig gegen die BAhn aufgebracht hat:

Meine Kinder waren mit meiner Ex nach Spanien geflogen. Da ich mit meiner damaligen Partnerin eine Woche vor Rückkehr meiner Kinder bereits nach Süddeutschland zu ihrer Familie fuhr, sollten die Kinder nach ihrer Rückkehr am Freitag sonntags mit der Bahn nachkommen. Ich hatte im Internet die gewünschte Verbindung herausgesucht und ausgedruckt.
Mit diesem Ausdruck ging ich zum Schalter in HH-Hbf. und holte die Karten samt Reservierung, der Mitarbeiter war freundlich und nett. Soweit alles klar. Die Kinder sollten mittags gegen 12 Uhr starten und abends dann in Süddeutschland sein.
Erstaunt war ich dann, als ich einen Notruf meiner Tochter Sonntags gegen 12.15 Uhr kriegte... die Karten seien nicht gültig, die seien für eine Woche früher ausgestellt worden, der Schaffner wolle SOFORT erhöhtes beförderungsentgelt, sonst müßten sie am nächsten Bahnhof aussteigen!!! Erklärungen schlug er in den Wind, er wolle entweder eine gültige KArte oder Knete. PAnisch bezahlte meine Tochter erstmal für ihren damals 14jährigen Bruder mit ihren letzten Euros. Dann fragte der Schaffner meine nicht volljährige Tochter, ob sie eine geldkarte hätte... kurz, die Situation spitzte sich zu.
Ich bin mit meiner freundin sofort in die Stadt zum Hbf. gedüst und habe Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, (Sicherheitsdienst oder wie das da hieß, habe gesagt, daß ich SOFORT den entsprechenden Zugführer/Chef vom Dienst oder sonstwen sprechen will, oder es knallt!!!), um die Kinder im Zug zu behalten.
Meine Tochter mußte dann ein Schuldanerkenntnis unterschreiben (!!!), um im Zug bleiben zu können.
DAs GAnze wurde zudem sehr indiskret vor den Augen aller Fahrgäste abgewickelt, meine Kinder kamen sich wie Aussätzige vor.
Abends kamen sie fix und fertig, traurig und auch wütend doch noch an.

Zuhause habe ich mich dann erkundigt. DA kriegte ich zu hören, daß ich die KArten bei Empfang prüfen müsse... Ich habe dann den ganzen Kram an die Bahn Abt. Kundenservice geschickt samt NAchweis (Flugtickets), daß die Kinder eine Woche vorher nicht mal in Deutschland waren und der fehler offensichtlich war, die BAhn bestand auf die Nachzahlung (ich rede hier von wqeit über 100,-Euronen!!!). Nicht ohne mir als lieben Kunden einen Gutschein über 10,- € beizufügen, den ich dankend zurückgesandt haben samt bissigem Kommentar... Kein Wort der Entschuldigung, vielmehr diverse Standardhinweise auf die "hervorragende Schulung unseres Personals"... (ich sage dazu nix!)...

Fazit: Die Bahn hat meine Kinder bereits in jungen Jahren durch dieses Trauma nachhaltig als Kunden verloren, und ich habe seinerzeit entgültig mit der Bahn abgeschlossen. Der fehler am Schalter war eine Sache, darüber kann man reden, aber die Behandlung meiner Kinder und der in meinen Augen völlig unprofessionelle Umgang des Schaffners mit dieser Situation (die Kinder hatten ja Karten bei sich, es handelte sich also nicht um blinde Passagiere, der fehler war plausibel nachvollziehbar!) haben das Maß für mich erst richtig voll gemacht. Ich habe mir seinerzeit geschworen, nur noch Bahn zu fahren, wenn es sich absolut nicht vermeiden läßt!
Ich kriege immer noch Mordgelüste, wenn ich an diese Situation meiner Kinder damals denke... *fauch*

Mir tun die vielen Mitarbeiter leid, die tagtäglich ihr Bestes tun. Der Murks liegt nicht bei ihnen, sondern im System. Und mir fällt auf, daß dieser ganze Mist besteht, seitdem die Bahn privatisiert ist und Rendite abwerfen soll.

Nein danke!!


Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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