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Geschrieben von Leena am 05.05.2011, 15:00 Uhrzurück

Durchgefallen bei der Einschulungsuntersuchung

Wir hatten heute Einschulungsuntersuchung, und die Ärztin vom Gesundheitsamt ist der Auffassung, unser Nachwuchs sei noch nicht schulreif - geistig wäre er fit, körperlich ginge es, aber emotional sei er noch nicht reif. (Er ist übrigens ein Kann-Kind, Anfang August geboren, und Stichtag ist hier in Hessen der 01.08.)

Geistig wäre er ja absolut fit, war das Fazit der Ärztin nach 10 Minuten Untersuchung, aber da käme es gar nicht darauf an, körperlich wäre er nicht soo weit, aber da könnte er lernen, den Stift richtig zu halten, nur emotional wäre er einfach noch total kindlich, er würde mit den anderen Kindern in der Klasse nicht klar kommen und wir täten ihm nichts Gutes... er wäre zu ehrgeizig und wir auch. :-(

Es war nicht unsere Idee, ihn vorzeitig einzuschulen (sein großer Bruder, auch im August geboren, ist auch nicht vorzeitig eingeschult worden), der Kindergarten kam damals auf uns zu, sie wären der Auffassung, er wäre schon soweit... Er war jetzt das Jahr also in der Vorschulgruppe, die Erzieherinnen sind der Meinung, er ist geistig mehr als fit und bestreite den "Unterricht" da quasi im Alleingang, wenn man ihn ließe, klar, beim Malen gibt er sich keine Mühe... dafür kann er nach einer Stunde quasi den kompletten Unterricht noch einmal abspulen, z.B. wenn sie über die Bundesländer gesprochen haben - hinterher weiß er wirklich immer noch alles, dass es schon fast unheimlich ist...

Wie gesagt - mit dem Malen (und Basteln) hat er es nicht so. So sollte er heute bei der Untersuchung ein Kreuz nachmalen, das Kreuz bestand aus einer Innen- und einer Außenlinie, und er macht einfach zwei Striche aufs Papier, das wäre doch ein Kreuz, da wesentliche wäre doch da, so seine Begründung... da ist er faul, und findet, warum soll er sich Arbeit machen... ja, das weiß ich. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass das in einem Jahr anders sein wird!

Die Ärztin erklärte jedenfalls, sie wäre gegen eine vorzeitige Einschulung, die letzte Entscheidung läge bei der Schulleiterin, die käme dann noch mal auf uns zu, wenn alle Kinder "gesichtet" wären, und es käme ja auch darauf an, wieviele Kinder es wären und ob es noch Platz gäbe in der Klasse oder nicht, aber sie würde eindeutig abraten und werde das der Schulleiterin auch so sagen...

Und das Ganze hat sich auch noch vor dem Kind besprochen, und der kleine Kerl ist jetzt völlig verdattert, er möchte doch in die Schule und Lesen lernen dürfen... na, danke schön.

Die Ärztin hat das Kind ganze 10 Minuten gesehen, hat sich nicht vorgestellt, nicht gesagt, was sie warum tut, nur Hauptsätze um sich rum geknallt, und meint jetzt, geistig wäre das Kind ja fit, körperlich ginge, aber emotional eben nicht...

Allein ihr Argument, er würde mit den Kindern in der Klasse nicht klar kommen... ich kann's nicht nachvollziehen! Er ist mit einigem Abstand der jüngste in seiner Kindergarten gewesen, die ersten zwei Jahre, und er hat da absolut null Probleme... das wiederum konnte die Ärztin überhaupt nicht glauben...

Ich bin jedenfalls ziemlich durch den Wind und nicht bereit, das so auf sich beruhen zu lassen.

Wir haben uns die Sache nicht einfach gemacht, wir hatten -zig Gespräche, vor allem mit den Erzieherinnen im Kindergarten, die ihn nun seit 4 Jahren kennen, und diese Ärztin schaut ihn 10 Minuten an und beurteilt dann seine emotionale Reife und sieht in ihrer Kristallkugel, dass er mit den anderen Kindern in der Klasse nicht klar kommen wird..?

Wie gehe ich jetzt am gescheitesten weiter vor?

Abwarten, bis irgendwann die Schulleiterin auf uns zu kommt, will ich eigentlich nicht.

Also - Gespräch mit dem Kindergarten, von uns aus um ein Gespräch bei der Schulleiterin bitten, was sonst noch..?

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