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Geschrieben von donnalüttchen am 22.07.2011, 17:09 Uhrzurück

Dass ein nahezu

sozialistischer Ansatz die Ursache für die griechische Staatspleite ist, hast du nicht verstanden, oder? Diese Umverteilungskiste funktioniert ja nur, so lange genug zum Umverteilen da ist. Sind die Staaten inklusive ihrer Banken pleite, gibt's auch keine "Mittel" mehr, die man irgendwohin schieben kann, wo null Wirtschaft existiert.

Du weißt, was so wirtschaftlich los ist in Ostafrika? Dass da schon seit Jahrzehnten partiell keinerlei gesellschaftspolitische Ordnung herrscht, ist dir entgangen? Da geschehen noch und nöcher Verbrechen an Menschen, für die unser Rechtsempfinden keinerlei Begriffe hat.

Natürlich muss erst einmal die größte Not gelindert werden, aber wirkliche Hilfe verpufft schon Jahrzehnte in dieser Region. Brunnen, die gebohrt werden, werden von Banden zerstört... Felder tragen mehr Minen als Getreide, welches dort durch Bewässerung wächst, jemals aufwiegen könnte. Ich kenne einen findigen Mann, der Geräte zur Minenräumung entwickelt hat, die wenig kosten und von einem einzelnen Menschen bedient werden können. Bisher ist die Minenräumung mit teurem Spezialgerät nehezu unbezahlbar. Die Produktion öffentlich gefördert zu bekommen, ist aber mehr als schwierig und HIlfsorganisationen haben einen anderen Fokus. Klar, jetzt macht eine Dürre die eh kargen Ernten auf den wenigen nutzbaren Feldern wieder zunichte - Bewässerungsysteme, Minenräumgeräte und Saatgut müssen noch Jahrzehnte in die betroffenen Regionen gebracht werden. UNd das ist nur der Grundstock einer Konsolidierung der Lebenssituation.

Übrigens: einige Hilfsorganisationen haben auch während der Japankatastrophe immer wieder darauf hingewiesen, dass die Spenden bitte nicht zwecksgebunden werden, da bspw.besonders für Somalia dringend Geld benötigt würde. Diese jetzt medial hochgeschaukelte Katastrophe dauert also schon etwas länger an. Diese hier von einigen Damen hochgespielte Kampagne hat zwar den Effekt, dass vielleicht ein paar Euro mehr von Leuten gespendet werden, die sich sonst nicht so sehr um diese THematik scheren, aber grundsätzlich zu unterstellen, dass alle, die sich anderweitig engagieren oder nicht mit einsteigen in das Entsetzensgeheul ob der Bilder von verhungernden Kindern, herzlos wären, ist etwas am Ziel vorbei geschossen. Natürlich helfen 3 Millionen Alibi-Euros denen, die dadurch HIlfslieferungen bekommen, aber das Kernproblem liegt ja doch ganz woanders... bspw. in Rüstungsexporten, die dann doch auf Umwegen wieder in die Händer derer gelangen, die solche Gegenden in der Welt zu dem machen, was die Ursache für die Hungerkatastrophen ist.

Und bevor auch ich angeblafft werde, ob ich gespendet hätte... es gibt auch Menschen, die sich permanent engagieren - wie, wo und wieviel, sei doch jedem frei gestellt und ist ja nicht unwesentlich von der eigenen Lebenssituation. Wichtig ist doch nur, DASS sich Menschen engagieren...

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