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Schwangerschaft

Die Rolle der Plazenta in der Schwangerschaft

Die Rolle der Plazenta in der Schwangerschaft Was hier links auf den ersten Blick aussieht wie eine technische Zeichnung ist das Funktionsschema der Plazenta, eines wahres Wunderwerks der Natur.
 
Neun Monate lang ist sie für die Versorgung des Babys zuständig, bevor sie mit der Geburt ihre Aufgabe erfüllt hat.

Rechts oben im Bild sieht man die beiden ankommenden Nabelschnurarterien des Babys, über die das Blut in die Plazenta fließt. Die dunkelblaue Farbe soll verdeutlichen, dass es sich um sauerstoffarmes und mit Stoffwechsel-Abbaustoffen belastetes Blut handelt. In der Plazenta erfolgt nun die "Auffrischung", indem dieses Blut bei sehr langsamer Strömung entlang der Stoffwechselmembran zwischen Zotten hindurchsickert. Gesteuert und aufrechterhalten wird diese Strömung durch den mütterlichen Kreislauf, den Pulsschlag der Zotten selbst, sowie durch Kontraktionen der Gebärmutter.

Auf der anderen Seite der Stoffwechselmembran sickert frisches, mit viel Sauerstoff und Nährstoffen beladenes Blut (rote Farbe) der Mutter durch die Zotten der Membran. Diese Membran ist jedoch für Blutkörperchen zu dicht, weshalb sich der mütterliche Blutkreislauf und der des Babys während der Schwangerschaft nicht vermischen können und voneinander getrennt bleiben.

Für Sauerstoff und Nährstoffe ist sie durchlässig genug, damit sich das Blut des Babys während dieses "Aneinander-Vorbeifließens" damit anreichern und als frisches Blut zurückfließen kann (rote Farbe). Auf diesem Weg kann das Baby auch seine Stoffwechsel-Abbauprodukte an den mütterlichen Kreislauf abgeben.

Auch der Abfluss des Blutes aus der Plazenta wird gesteuert - durch ein perfektes Klappensystem in der herausführenden Plazentavene, bevor es über die Nabelschnurvene wieder in den Körper des Babys gelangt. Das typische, spiralförmige Aussehen der Nabelschnur kommt übrigens daher, dass sich die beiden zur Plazenta führenden Nabelschnurarterien und die von ihr wegführende Nabelschnurvene miteinander zu einer spiralförmigen Schnur verdrehen. Alle drei Blutgefäße werden von der feinen "Amnionscheide" wie von einem Schlauch umschlossen, so dass das Baby, greift es nach der Nabelschnur, immer alle drei in der Hand hält.

Leider ist der Filter der Plazentamembran aber auch "großporig" genug, um Gifte, Medikamente und kleine Krankheitserreger (Viren) passieren zu lassen. Darum ist eine gesunde Lebensweise der Mutter und eine Vermeidung von Infektionskrankheiten - soweit möglich - sehr wichtig.

Das Leben der Plazenta ...

... beginnt im Grunde schon kurz nach der Einnistung der Eizelle in die Schleimhaut der Gebärmutter, wenn das einsetzende, gewaltige Zellwachstum des Embryos mit Nährstoffen versorgt sein will. Dazu bilden sich erste Chorionzotten auf der äußeren Eihaut des Embryos, die zunächst den Kontakt zum Kreislauf der Mutter herstellen und später mit ihren reich verzweigten, ein dichtes Netz von feinsten Blutgefäßen enthaltenen Bäumchen die eigentliche Plazenta aufbauen. Mit dem fortschreitenden Wachstum des Fetus wächst auch die Plazenta mit. Bis zum Ende der Schwangerschaft wird dieses überaus leistungsfähige Organ zu einer Art Scheibe mit etwa 2-4 cm Stärke, rund 20 cm Durchmesser und ca. einem Pfund Gewicht angewachsen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird sie die Aufgabe der Organe des Babys übernehmen, also der Leber, der Lunge, der Nieren etc. - anfangs komplett - später, mit der fortschreitenden Funktionsfähigkeit der Organe, dann weniger. Bis zur Geburt bleibt ihre Leistungsfähigkeit jedoch unbedingt lebensnotwendig für das Baby.

Ganz "nebenbei" produziert sie Hormone, die die Schwangerschaft aufrechterhalten, hält viele Schadstoffe und Krankheitserreger (Bakterien) vom Kreislauf des Babys zurück, die sie mit dem mütterlichen Blut "überfluten" und stellt selbst Immunstoffe zur Infektionsabwehr her. Am Ende der Schwangerschaft wird sie sogar einen Teil der Hormone produzieren, die die Wehentätigkeit auslösen und in der Folge die Geburt in Gang setzen.

Ihr arbeitsreiches Leben endet mit der Geburt des Babys, wenn sie sich (normaler-
weise) von selbst von der Gebärmutter ablöst und mit einem Teil der Nabelschnur zur Nachgeburt wird. Noch einmal Aufmerksamkeit schenkt ihr die Hebamme, die sie sorgfältig untersucht, um festzustellen, ob kein Rest in der Gebärmutter zurück geblieben ist, der möglicherweise Nachblutungen auslösen oder eine weitere Schwangerschaft behindern könnte.

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