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Medikamente in der Schwangerschaft

Egal ob Sommer oder Winter:
Husten, Schnupfen oder einfach nur Kopfschmerz kann Frau jederzeit erwischen. Die meisten greifen dann zu Pillen und Pülverchen und schon geht's ihnen besser. Als Schwangere hat man es da nicht so einfach.
 

Die Einnahme von Medikamenten kann sich auch auf das ungeborene Kind auswirken. Das ist spätestens seit der Contergan-Katastrophe Anfang der 60er Jahre deutlich geworden. Da es jedoch manchmal unumgänglich ist, Arzneimittel einzunehmen, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen, sollte der Arzt auf jeden Fall über die Schwangerschaft informiert werden.

Das gilt auch bei der Einnahme von sonst so harmlos erscheinenden Mitteln gegen Kopfschmerzen oder Erkältungen. Denn auch bei diesen Medikamenten kann es in bestimmten Fällen zu Nebenwirkungen bei der Schwangeren und beim Baby kommen.

Besonders kritisch ist die Einnahme von Medikamenten zwischen der 3. und 8. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit entstehen die einzelnen Organe des Kindes und das Baby ist besonders gefährdet. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft können bestimmte Medikamente das Wachstum und die Funktionen des Kindes beinträchtigen.

Das trifft natürlich nicht auf alle Medikamente zu. Dennoch sollten alle Einnahmen gründlich mit dem behandelnden Arzt bzw. Gynäkologen abgesprochen werden. Wer während der Schwangerschaft krank wird, sollte Nutzen und Risiken von Medikamenten gut gegeneinander abwägen. Denn zwar wirken sich Medikamente auch auf das Kind aus, eine kranke und geschwächte Mutter sollte jedoch alles tun, um wieder gesund zu werden.

In vielen Fällen helfen schon ganz einfach, nicht-medikamentöse Mittel. Gönnen Sie sich bei Kopfschmerzen etwas Ruhe oder gehen Sie an die frische Luft. Greifen Sie bei Erkältungen auf lang bewährte Methoden zurück. Viel Flüssigkeit, am besten warmer Tee, und Inhalieren hilft oft am besten. Bei einer verstopften Nase lässt Sie eine Kochsalzlösung wieder frei atmen.

Anders sieht es bei bakteriellen Entzündungen aus. Hier ist vielfach die Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten wichtig, um die Gesundheit der werdenden Mutter nicht zu gefährden. Ihr Arzt wird wissen, welches Mittel Sie unbesorgt einnehmen können.

Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch, die regelmäßig oder einmalig Medikamente eingenommen haben und jetzt unsicher über deren Auswirkungen sind, finden deutschlandweit in zwei Beratungszentren weiteren Rat.


Institut für Reproduktionstoxikologie
KH St. Elisabeth (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm)
Elisabethenstraße 17
88212 Ravensburg

Tel.: 0751-872799
Fax: 0751-872798
E-Mail: paulus@reprotox.de
www.reprotox.de

Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie
Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Tel.: 030-30686734
Fax: 030-30686721

Wir wünschen allen Schwangeren, die sich mit einer Krankheit herumplagen müssen,
gute Besserung!

 
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