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Epiduralraum

Keine Angst
vorm Kaiserschnitt


Der Kaiserschnitt gehört in den Geburtskliniken längst zu den
Routine-Eingriffen. Etwa 30 Prozent aller Babys werden heutzutage durch einen Kaiserschnitt geboren. Insbesondere die Zahl der geplanten Kaiserschnitte ist seit einigen Jahren steigend.

Bei einem geplanten Kaiserschnitt, der in der Regel 7-10 Tage vor dem errechneten Termin erfolgt, wird die schwangere Frau einen Tag vorher in die Klinik eingewiesen und gründlich untersucht. Zur Vorbereitung gehört auch ein Gespräch mit dem Narkosearzt, der den Ablauf und die Risiken erklärt. In der Regel wird angeboten, den Kaiserschnitt mit einer Peridural-Anästhesie (PDA) durchzuführen. Diese Narkose-
methode hat den Vorteil, dass die Geburt bei vollem Bewusstsein miterlebt wird und die Mutter ihr Kind sofort in die Arme schließen kann. Auch die Erholung für Mutter und Kind verläuft deutlich schneller als nach einer Vollnarkose.

Der Moment, an dem man dann tags darauf in den OP geführt und für die Narkose vorbereitet wird, ist für die allermeisten Frauen sicher mit verständlicher Angst verbunden. In der sterilen Umgebung mit Ärzten und Schwestern in OP-Kitteln wird manch einer werdenden Mutter erst bewusst, dass eine richtige Operation auf sie zukommt. Hilfreich ist es dann, wenn der werdende Vater, der heute in der Regel dabei sein darf, Mut macht und die Hand hält.

Vor der eigentlichen PDA wird mit einer dünnen Kanüle ein Betäubungsmittel gespritzt, das die Haut unempfindlicher macht. Das ist in etwa vergleichbar mit einer Spritze beim Zahnarzt oder beim Impfen. Nach diesem kleinen Pieks merkt man die etwas dickere Nadel zum "Epiduralraum" kaum noch (s. Grafik). Der vom Narkosearzt anvisierte Epiduralraum liegt vor dem Rückenmark - die Kanüle wird also nicht direkt ins Rückenmark gesetzt, wie manchmal fälschlich angenommen wird.

Da bis zum Wirkungseintritt der PDA rund 30 Minuten vergehen können, ist es jedoch nur in einem frühen Geburtsstadium oder bei einem geplanten Kaiserschnitt möglich, dieses Verfahren anzuwenden. Während die werdende Mutter auf dem OP-Tisch liegt, wird das Operationsfeld durch ein Tuch abgeschirmt und der Narkosearzt legt meist an einer Hand noch eine Kanüle für eventuelle weitere Infusionen und bereitet das Blutdruckmessgerät für die fortlaufende Überwachung vor. Dabei prüft er immer wieder, ob die Narkose schon voll eingesetzt hat. Nach einigen Minuten geht es dann los. Mit einem Querschnitt entlang der Schamhaargrenze (die Haare wurden am Abend vorher entfernt) wird zunächst die Bauchdecke, dann die darunterliegenden Gewebeschichten und die Gebärmutter geöffnet. Dann hebt der Arzt das Baby vorsichtig heraus, die Nabelschnur wird durchtrennt und die Hebamme nimmt das Baby in Empfang. Von dem Schnitt merkt die Frau überhaupt nichts und schon Minuten später kann sie ihr Kind in den Arm nehmen.

Überwältigt von diesem Glücksmoment bekommt die Frau von der weiteren Operation selten noch etwas mit. Während sich Baby und Eltern zum ersten Mal kennenlernen, vernäht der Arzt die Wunde und legt noch eine Drainage, über die das Wundsekret abfließen kann. Dieses ist der längste Teil der Operation und nimmt noch einmal etwa 30 - 45 Minuten in Anspruch. Eine Zeit, die jedoch schnell vergeht, weil die Eltern so mit dem Neugeborenen beschäftigt sind, dass sie alle Zeit der Welt vergessen. Anschließend wird die frischgebackene Mutter noch einige Stunden in einem Nebenraum überwacht. Auch Mütter mit Vollnarkose wachen hier schon nach kurzer Zeit wieder auf und das Baby kann zum ersten Mal gestillt werden.

Ganz leicht ist das allerdings nicht, denn die vielen Schläuche behindern das Halten des Babys schon ein wenig. Der Vater oder eine Hebamme helfen jedoch sicher gern. Nach rund zwei Stunden lässt die PDA nach und die Mutter kann ihre Beine wieder bewegen. Durch den Tropf können schmerzstillende Mittel verabreicht werden, wenn es beim Nachlassen der Narkose zu Schmerzen an der OP-Narbe kommt. Diese etwa 10 bis 15cm große Narbe verheilt im weiteren Verlauf übrigens sehr schnell und ist nach einigen Monaten kaum noch zu sehen.

Die Stunden nach dem Kaiserschnitt, in denen sich der Körper von der Narkose und der Operation langsam zu erholen beginnt, sind noch mit schmerzenden Bewegungen und meist auch mit einem gehörigen Maß an Erschöpfung verbunden. Mit der Hilfe der sehr bemühten Schwestern ( das Baby liegt zwar nebenan im Bettchen - doch ist man kaum in der Lage, es selbst herauszunehmen ) vergeht aber auch diese Zeit und am Tag nach der Operation wird man meist schon ermuntert etwas aufzustehen. Das gelingt jedoch nur kurz und in gebückter Haltung. Der Tropf wird entfernt und man bekommt endlich etwas zu trinken und zu essen. Danach geht es von Stunde zu Stunde besser und nach der ersten Dusche könnten die jungen Mütter schon wieder Bäume ausreißen. Nach weiteren drei bis vier Tagen sind sie dann in der Lage, sich genauso selbständig um ihr Kind zu kümmern wie Mütter, die eine vaginale Entbindung hatten. Die meisten Kaiserschnitt-Mütter bleiben rund 10 Tage in der Klinik, manche gehen aber auch schon früher nach Hause.

Obwohl die Geburt und die Erholung gut verlaufen sind, sind manche Mütter nach einem Kaiserschnitt enttäuscht. Sie haben das Gefühl, nichts oder zu wenig geleistet, oder sogar ganz versagt zu haben. Dabei ist auch ein Kaiserschnitt nicht gerade eine bequeme Methode, ein Kind auf die Welt zu bringen. Die Operation ( und die Angst davor ) hinter sich zu bringen und erst einmal wieder auf die Beine zu kommen, steht den Anstrengungen der vaginal gebärenden Frauen nicht nach.

Ob Kaiserschnitt oder vaginale Entbindung - die Mütter haben alle eine großartige Leistung vollbracht und das eigene Baby ist der schönste Lohn dafür.

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