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Es war einmal...

Es war einmal ...


... ein Ammenmärchen.
 
Im Laufe ihrer Schwangerschaft bekommt wohl jede Frau viele "goldene" Regeln zu hören, auf die mindestens 100%tig Verlass ist - besonders von erfahrenen Groß- und Schwiegermüttern.
Wir sind einmal abgetaucht in das Reich des Wahrsagens und haben ein paar Ammen-
märchen und -tipps hervorgeholt :-)

Bis zum Augenblick der Geburt ungeklärt blieb bis ins Zeitalter der modernen Medizin hinein die uralte Frage: Wird es ein Junge oder ein Mädchen ? Mangels "Einblick" versuchte man sich anderweitig zu behelfen und zog Großmutters Wissen zur Klärung heran - die auch den einen oder anderen guten Tipp im Petto hatte, die Sache von vornherein zu beeinflussen. So war es bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts in ländlichen Teilen vor allem des süddeutschen Raumes noch üblich, die Hosenträger des Mannes während der Hochzeitsnacht aus dem Fenster zu hängen - wollte man einen Stammhalter. Das sah zwar ein bisschen albern aus, konnte aber auch nicht schaden.

Junge oder Mädchen?

War die Frau schwanger geworden, verschaffte man sich in früherer Zeit gern Klarheit über das Ergebnis, indem man ihr eine Rose und eine Lilie reichte. Nahm sie die Lilie, wurde es ein Junge - nahm sie die Rose, erwartete sie ein Mädchen.

In ganz Deutschland über Jahrhunderte weit verbreitet waren auch folgenden Regeln:

Wenn die Frau während der Schwangerschaft "blühend" aussieht, freut sich ihre Seele auf einen kleinen Kavalier. Wirkt sie dagegen eher blass und abgeschlagen, so macht ihr schon jetzt ein kleines Mädchen als künftige "Konkurrentin" die Zeit schwer.

Eine andere Regel wusste: Hat die Frau viel unter Sodbrennen zu leiden, kann sie sich auf einen Stammhalter freuen - hat sie viel Hunger auf Süßes, ist ein Mädchen zu erwarten. Ist der Bauch mehr spitz als rund - oder ist das Baby sehr lebendig, tritt viel und schlägt Purzelbäume, ist ebenfalls ein Stammhalter in Sicht.

Wer ganz sicher gehen wollte, wandte die folgende Methode an: Ein kleiner Gegenstand, z.B. ein Ring oder ein Anhänger wird an einem Faden befestigt und als Pendel über den Nabel der Schwangeren gehalten, die flach auf dem Rücken liegt. Bewegt sich das Pendel langsam kreisend, wird es ein Mädchen - bewegt es sich ähnlich wie das Pendel einer Standuhr von einer Seite zur anderen schwingend, wird's ein Junge.

Die Frauen der Eskimos schliefen auf Anraten der erfahrenen und älteren Frauen gerade dann, wenn sie schwanger geworden waren, noch eine Zeit lang häufiger mit ihrem Mann, da man annahm, dass zur Zeugung eines Sohnes kein einzelner Akt genüge - ein starker Sohn vielmehr "aufgebaut" werden müsse. Darüber hinaus tranken die Frauen Wasser, auf das der Mond geschienen hatte, der der Frau neben ihrer Fruchtbarkeit selbst auch einen Stammhalter schenken konnte - wenn er ihr denn wohlgesonnen war. Je häufiger sich der Mond in den darauffolgenden Tagen zeigte, desto wahrscheinlicher wurde die Geburt eines Jungen.

Interessanterweise spielt auch in unseren Breiten der Mond eine Rolle. So war man von je her davon überzeugt, dass bei Mondwechsel besonders viele Kinder zur Welt kommen.

Den Zeitpunkt der Geburt versuchte man vorherzusagen, indem man den "zunehmenden Mond" - den Bauch der Mutter - maß. Beim Erreichen von 100 cm stünde die Geburt unmittelbar bevor, glaubte man.

Zur vorzeitigen Klärung der Frage: Junge oder Mädchen ? geben die Frauen einiger Stämme Afrikas Saatgut unter jeweils einen roten Pfefferstrauch und einen Feigenbaum. Keimt es unter dem Pfefferstrauch zuerst, wird's ein Junge. Ist unter dem Feigenbaum der erste Halm zu sehen, wird ein Mädchen zur Welt kommen.

Aber auch die alten Ägypter wussten sich vor ein paar tausend Jahren schon zu helfen: zwei kleine Beutel, einer mit Emmer, der andere mit Gerste gefüllt, befeuchtete man mit Wasser und ein wenig Harn der Frau. Wenn beides nach einer gewissen Zeit keimte, würde sie ein gesundes Kind gebären - wenn nicht, waren Opfergaben fällig, um die Laune der schwangeren Nilpferdgöttin Thoeris (Schutzgöttin aller schwangeren Frauen) ein wenig aufzupeppen. Zeigte zuerst die Gerste einen Keim, konnte man mit einem Jungen rechnen, keimte der Emmer zuerst, ließ das auf ein Mädchen schließen.

Ein deutsches Ammenmärchen verhieß der Frau Zwillinge, wenn sie gegen Ende der Schwangerschaft einen bräunlichen Längsstreifen auf der Mitte des Bauches bekamen.

Vom Storch ...

... und seiner Rolle als Überbringer der Kinder wussten man vor Jahrhunderten zu allererst in den skandinavischen Ländern zu berichten, aus denen die "Mär" stammt. Ihr zufolge beißt der Storch die Frau, die guter Hoffnung ist, ins Bein, daraufhin muss sie das Bett hüten und der Storch bringt der Gebissenen ihr Baby.

Vermutlich hat die Geschichte ihren Ursprung in dem beeindruckenden Miteinander der liebevollen, monogam lebenden Storcheneltern und ihrer Jungen. Dazu kam, dass Störche oft an Teichen und Brunnen, in Sümpfen und Mooren zu sehen waren, wo sich nach altem Glauben die Seelen ungeborener Kinder aufhalten. Aber auch schon die Menschen im griechischen und römischen Altertum beeindruckte das Leben der Störche: ihnen fiel auf, dass die Jungvögel die alten oder kranken Eltern umsorgen, füttern und schützen. Die Folge war u.a. das "Storchengesetz" im alten Rom - die "Lex Ciconaria" - das Kinder dazu verpflichtete, sich um die Eltern im hohen Alter zu kümmern.

In ganz Westeuropa gilt der Storch auf dem Dach als Kinderbringer (und Frühlings-
bote) bis heute als ausgesprochenes Glückszeichen. In vielen Gegenden war es weitverbreiteter Brauch, ihm das Nisten auf dem Dach zu erleichtern, indem man dort tellerförmige Metallgestelle anbrachte, die die Nester tragen sollten - wie z.B. heute noch in der wunderschönen Altstadt Straßburgs im Elsass zu sehen.

Was dem Baby schaden kann ...

... konnte man früher ebenfalls in Ammenmärchen finden. So glaubte man z.B., dass ein zu warmes Bad ebenso zu einer Frühgeburt führen könne wie ein Erschrecken der Schwangeren. Darüber hinaus nahm man an, dass schon ein einziger Schock zu Missbildungen beim Ungeborenen führen könne.

Um böse Geister bei der Geburt fernzuhalten ...

... hielt man in früheren Zeiten die Fenster des Raumes geschlossen und streute Kümmel oder Majoran auf die Fensterbank. Möglichen Dämonen, die sich bereits im Zimmer aufhielten, stellte man im Mittelalter unlösbare Aufgaben, um sie zu beschäftigen: z.B. einen Strick aus Sand drehen oder ein gekräuseltes Haar glattklopfen. "Auf einem Tisch deponierte man etwas Brot und Salz als sicheres Abwehrmittel gegen alle sonstigen Plagegeister." ( Grimm: "Deutsche Mythologie" )

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