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Gefühle und Stimmungen in der Schwangerschaft



Gefühle und Stimmungen in der Schwangerschaft  
Auch wenn äußerlich noch nichts auf eine Schwangerschaft hindeutet, läuft im Körper der Frau schon alles auf Hochtouren, um werdendes Leben entstehen zu lassen.

Nicht nur körperlich verändert sich nun viel, auch die Gefühle und Stimmungen der Schwangeren sind Schwankungen ausgesetzt, die an eine Achterbahnfahrt erinnern.
 
 

"Ups" und "Downs" - bei jeder Frau verläuft die Kurve der Stimmungsschwankungen anders. Mal ist die werdende Mutter voller Vorfreude auf das Baby, mal überwiegen Ängste, Zweifel, Unsicherheit. Mehr oder weniger heftige Gefühlsschwankungen sind also völlig normal.

Die Psyche der Schwangeren durchläuft drei klassische Stadien:

Das Stadium der Anpassung - erste Stimmungsschwankungen

Kurz nachdem sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, spürt die werdende Mutter erste Veränderungen: Der Bauch ist aufgedunsen, die Brüste spannen und die Frau fühlt sich jetzt häufig müde und antrieblos. Möglicherweise wird sie auch von morgendlicher Übelkeit geplagt. In dieser Anfangsphase setzt sich die Frau oft intensiv mit ihrer zukünftigen Mutterrolle auseinander, denkt über berufliche, finanzielle und alltägliche Veränderungen nach, die ein Kind mit sich bringen wird. Ein solch massiver Einschnitt in das bisherige Leben löst natürlicherweise auch Ängste, Unsicherheiten und Zweifel aus. Klar, dass sich dies in einem Wechselbad der Gefühle bzw. in Stimmungsschwankungen äußern kann. Die Schwangerschaft ist wie die Pubertät eine "Wendezeit", und Umbruchsituationen sind nahezu immer mit psychischen Turbulenzen verbunden.

Dazu kommen neue Erfahrungen: Statt einfach nur "guter Hoffnung" zu sein, wird die Schwangere beim Arztbesuch Untersuchungen durchlaufen und muss sich entscheiden, ob sie eine pränatale Diagnostik wünscht oder nicht. Denn bei einer nicht therapierbaren Behinderung oder Krankheit stellt sich dann die Frage des Schwangerschaftsabbruchs.

Auch in der Partnerschaft kann es zu heftigen Auseinandersetzungen kommen, insbesondere, wenn das Kind ungeplant oder gar ungewollt ist. Aber auch beim Wunschkind hat der Mann möglicherweise (noch) kein Verständnis für die psychische Labilität der Partnerin, da er von dem Kind noch gar nichts sieht. Schwangere lehnen in den ersten Wochen zudem auch oft die Sexualität ab. Gründe dafür können Unwohlsein oder Sorge vor Verlust des Babys sein. Diese Verhaltensänderungen können beim Partner zu Unsicherheiten führen.

Das Stadium des Wohlbefindens - gute Gefühle überwiegen

Etwa ab dem fünften Schwangerschaftsmonat (berechnet wird die Schwangerschaft vom 1.Tag der letzten Regel und dauert daher zehn Monate) setzt ein Stadium ein, dass die meisten Frauen so richtig genießen. Die anfänglichen Unpässlichkeiten sind überstanden, und die Auseinandersetzung mit der neuen Situation ist meist abgeschlossen. Die Stimmungen werden stabiler.

Stolze Gefühle entwickeln die meisten Schwangeren nun auf den immer runder werdenden Babybauch, und der Partner, Verwandte, Freunde, Kollegen und Bekannte nehmen jetzt häufig Anteil an der Schwangerschaft. In diesen Wochen sind Frauen fast immer unternehmungslustig, genießen noch einen schönen Urlaub mit dem Partner zu zweit. Nicht selten steht in dieser Phase auch ein Umzug an, manchmal auch die Hochzeit. Außerdem beginnt der Geburtsvorbereitungskurs, und der Austausch mit anderen werdenden Eltern nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Die Hebamme als kompetente Ansprechpartnerin wird zu einer vertrauensvollen Bezugsperson.

Das Stadium der Belastung

Beschwerlich wird die Schwangerschaft im letzten Drittel - dem 3. Trimester, denn das wachsende Baby verursacht bei der werdenden Mutter häufig Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Verstopfung oder auch Venenprobleme/Krampfadern. Geplagt wird manch eine Frau auch von heftigen Kindstritten. Ängste vor der Geburt, vor einem behinderten Kind oder vor Überforderungen im Alltag äußern sich durch Alpträume.

Eine Sonderstellung innerhalb dieses Stadiums nimmt die Zeit des Mutterschutzes ein. Endlich kann sich die Schwangere ganz ihrem Baby widmen. Der "Nestbautrieb" wird voll ausgelebt, das Kinderzimmer eingerichtet und die Namensauswahl intensiviert. Oft wird die Partnerschaft mit neuen Gefühlen des Miteinanders nun intensiver erlebt, weil die gemeinsame Verantwortung für den Nachwuchs verbindet. Zudem genießt die Frau einen "inneren Frieden" mit ihrem Kind. Veränderungen treten jedoch oft schon vor der Geburt im Bekanntenkreis auf. Kinderlose wenden sich manchmal ab, dafür entstehen neue Freundschaften mit anderen werdenden Eltern. Auch im Hinblick auf den Bekanntenkreis fahren Gefühle und Stimmungen auf und ab.

In den letzten Wochen werden Alltagsaufgaben oft mühsam, der dicke, schwere Bauch ist schwer zu tragen. Häufige Pausen sind jetzt wichtig, die Frau braucht zunehmend mehr Ruhe. Irgendwann jedoch kommt es zu einer inneren Unruhe und Ungeduld im Warten aufs Kind. Und wenn die Wehen dann einsetzen, ist Aufregung fast immer mit im Spiel, denn der große Tag ist gekommen: Das Baby wird geboren.

 
von Ute Linnert

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