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Rätsel Gestose


Die Gestose, eine Erkrankung, die nur in der Schwangerschaft auftritt - früher auch Schwangerschaftsvergiftung genannt - gibt Ärzten und Wissenschaftlern nach über hundert Jahren der Forschung noch immer Rätsel auf.

 

Der Begriff Schwangerschaftsvergiftung trifft nicht den Punkt

Gebildet aus "gestatio" = Schwangerschaft, steht der Begriff Gestose heute für eine schwanger- schaftsbedingte Erkrankung der werdenden Mutter. Nachdem man über viele Jahrzehnte hinweg annahm, dass ein spezielles, vom Körper produziertes "Gift" der Auslöser sei - daher der Begriff Schwangerschaftsvergiftung - weiß man es heute (etwas) besser. Dennoch sind die Meinungen unter Experten zur Gestose nach wie vor geteilt.

Während die einen an der bis heute gängige Bezeichnung "EPH-Gestose" - sie orientiert sich an den drei Symptomen Ödeme (Edema), Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Bluthochdruck (Hypertonie) - festhalten, wird diese Bezeichnung von anderen Forschern und Ärzten inzwischen durch die neuen Begriffe "hypertensive Erkrankung in der Schwangerschaft" (HES) oder "schwangerschaftsinduzierte Hypertonie" (SIH) ersetzt. Der Grund dafür ist die Orientierung an dem Anstieg des diastolischen Blutdrucks auf Werte über 90 mmHg.

Der "diastolische" Druck ist der Strömungsdruck des Blutes zum Herzen zurück. Der "systolische" Druck ist der Austreibungsdruck des Blutes vom Herzen weg. Der kritische Wert des "systolischen" Drucks - hinsichtlich einer Gestosegefahr - liegt bei 140 mmHg.

Den Hauptaugenmerk auf den Blutdruck zu legen halten wiederum andere Mediziner für falsch. So erklärte Dr. Walter Klockenbusch (Uniklinik Münster) gegenüber der Zeitschrift "Unser Baby": "Viel zu lange hat man sich auf das Symptom Bluthochdruck konzentriert, das aber nur ein Sekundärphänomen ist ..." Dr. Klockenbusch fordert ein Umdenken und weitere Forschung, wie z.B. diejenige, die inzwischen nach dem "Faktor X" sucht, der die Innenauskleidung der Blutgefäße beeinträchtigen könnte. Nach neueren Erkenntnissen ist aber auch denkbar, dass die Plazenta als ein Auslöser beteiligt ist, worauf sich momentan englische Forschungen konzentrieren (eine zumeist in der frühen Schwangerschaft auftretende Form der Gestose kann eine Plazentainsuffizienz mit sich bringen, die zu einer Unterversorgung des Babys führt - hierbei ist die Rolle der Plazenta selbst bisher ungeklärt).

Andere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die die EPH-Symptome zeigende Gestoseform auf eine Fehl- oder Mangelernährung der Mutter zurückzuführen ist. Vertreter dieser Meinung verwenden anstelle des Begriffes "EPH-Gestose" zunehmend den Begriff "Stoffwechselstörung in der Spätschwangerschaft".

Die "Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V." ist der Ansicht, dass an einer solchen Mangelernährung bei Schwangeren auch die verunsichernden - ihrer Meinung nach zu niedrigen - Richtwerte über die unbedenkliche Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ihren Anteil haben können.

Andere Vermutungen hinsichtlich der Ursache der Gestose besagen, dass es - aus welchen Gründen auch immer - zu keiner ausreichenden Anpassung des mütterlichen Organismus zu den schwangerschaftsbedingten Veränderungen der Gebärmutter gekommen sein könnte - wobei z.B. die Blutflüssigkeit nicht in dem Maße zugenommen hat, wie es zur Aufrechterhaltung eines geregelten Kreislaufs in einem erweiterten Gefäßsystem erforderlich ist. In diesem Fall würde der Körper mit einer Engerstellung des Systems reagieren, um die fehlende Blutmenge durch Verringerung des Raums innerhalb der Gefäße auszugleichen.

Die Symptome der Gestose neben dem Bluthochdruck

Eine allgemeine Verengung/Verkrampfung des Blutgefäßsystems kann aufgrund der mangelnden Durchblutung zu einer anhaltenden Unterversorgung mit Sauerstoff führen, die wiederum Ursache für Funktions- und Gewebeschäden der Organe sein kann. So kann es zu der gesteigerten Durchlässigkeit der Nierenkapillaren kommen, die sich mit einer vermehrten Eiweißausschüttung im Urin bemerkbar macht (der Teststreifen zeigt mehr als 1 g Eiweiß pro Liter) - während die Zurückhaltung von Natriumsalzen und Wasser zu Ödemen führt.

Das sogenannte HELLP-Syndrom - HELLP ist eine Zusammensetzung von Anfangsbuchstaben englischer Fachbegriffe - bezeichnet eine der beiden gefährlichsten Komplikationen der Gestose (HELLP und Eklampsie). Hierbei kommt es zu einem Nachlassen der Leberfunktion, die sich durch Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und evtl. Durchfall bemerkbar macht. Diese Form der Gestose ist besonders tückisch, weil sie sich binnen weniger Stunden voll ausprägen kann - aber nicht muss. Ein schneller Blutdruckanstieg kann dem vorausgehen. Für eine klare Diagnostik müssen die Laborwerte überprüft werden, weil nur sie einen klaren Aufschluss über das Vorliegen der Erkrankung geben können.

Kommt es neben einem Bluthochdruck zu einer vermehrten Eiweißausschüttung, spricht der Arzt von einer Präeklampsie.

Die Eklampsie ist die schwerste Form der Gestose, zu der es bei einer entsprechenden ärztlichen Überwachung aber nur noch selten kommt. Bei diesem Verlauf kann das Leben von Mutter und Kind gefährdet sein.

Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung

Eine Früherkennung der Gestose kann es im Grunde nur bei einer konsequenten und gründlichen Schwangerschaftsvorsorge geben (Kontrolle von Blutdruck, Urin - sowie die ärztliche Beurteilung von Ödemen). Für Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft einen Bluthochdruck bei sich feststellten, für Diabetikerinnen und nierenkranke Frauen, Erstgebärende und werdende Mütter von Mehrlingen trifft dies in besonderem Maße zu.

Zur Vorbeugung: Aufgrund der Erfahrungen der "Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V." - sie besteht seit 1984 und hat inzwischen rund 500 Mitglieder, darunter Mütter, Hebammen und Gynäkologen - kann eine ausgewogene Ernährung aus eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost das Auftreten einer Gestose in vielen Fällen verhindern.

Schonung ist wichtig

Ausschlaggebend für den Erfolg der ärztlichen Behandlung einer Gestose ist eine weitestgehende Schonung der werdenden Mutter, evtl. auch konsequente Bettruhe und Beendigung der beruflichen Arbeit. Jeglicher Stress sollte jetzt vermieden werden. Keinesfalls aber sollte man sich zu den längst überholten und gefährlichen ( ! ) "Obst-und-Reis-Tagen" überreden lassen. Ebenso gefährlich ist eine bewusst flüssigkeitsarme oder auch salzarme Ernährung. Auch Mittel zur Entwässerung - inklusive pflanzliche Mittel wie entwässernde Kräutertees - bewirken in aller Regel eine Verschlechterung des Krankheitsbildes: Mit der Entwässerung "dickt" das Blut zunehmend ein und kann noch schlechter fließen. Noch höherer Blutdruck ist oftmals die Folge.

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Fragen zu diesem Thema:
  
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