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Geschrieben von sasu am 05.06.2003, 7:08 Uhrzurück

sorry, sie suchen ja doch eifrig nach ihm: USA suchen in Krater nach Husseins Leiche.....mt

Ingenieure des US-Militärs haben damit begonnen, einen Bombenkrater auszugraben und seinen Inhalt zu sichern. Sie hoffen, in den Trümmern Spuren Saddam Husseins zu finden.

Irak ist nach wie vor ein Land voller Trümmer und Bombenkrater. Die meisten interessieren nicht weiter, doch einer hat jetzt besondere Aufmerksamkeit erlangt: Nach einem Bericht der «New York Times» vermuten die US-Streitkräfte dort, wo sich einst ein Gebäude befand, die Überreste Saddam Hussein – oder zumindest DNA-Spuren, die seinen Tod belegen könnten.

Nachbarn glauben nicht an Husseins Tod
Am 7. April hatten amerikanische Geheimdienste die Meldung eines Informanten erhalten, Hussein träfe sich mit seinen beiden Söhnen und einigen hochrangigen Mitgliedern seiner Regierung in einem Haus im Mansur-Bezirk. 45 Minuten nachdem der Hinweis einging, wurde das Gebäude von vier Bomben in Schutt und Asche gelegt, jede für sich mit einem Gewicht von etwa einer Tonne.

Die Meinungen über den Verbleib Saddams gehen auch in diesem Fall weit auseinander: Die anwohnenden Iraker sind sich sicher, er sei am Leben. Einige wollen Hussein zwei Tage nach dem Bombenabwurf noch gesehen haben.

Cheney: Wir haben Hussein
Die Amerikaner sehen das anders. Vizepräsident Cheney sagte: «Ich denke, dass wir Saddam Hussein erwischt haben. Es wurde beobachtet, wie er aus dem Schutt gegraben wurde und nicht mehr atmete.»

Um diese These belegen zu können, sammeln die Amerikaner jetzt sämtlichen Schutt aus dem Bombenkrater ein und bringen ihn in ein Labor. Dort sollen die Trümmer genauestens auf menschliche Rückstände und DNA-Spuren untersucht werden. Mit dieser Methode konnte man schon Opfer der Anschläge auf das World Trade Center identifizieren.

Die Zeit drängt
Dieser aufwendige Vorgang wird jedoch seine Zeit brauchen: Trotz Schichtdiensten rund um die Uhr könnte alleine das Ausgraben des Kraters bis zu zwei Wochen dauern. Die eigentliche Untersuchung der Trümmer wird noch viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, sagte Militär-Ingenieur Captain D.J.Gibb.

Dabei drängt die Zeit: Die Alliierten brauchen dringend Saddams Leiche. Tony Blairs Sonderabgesandter für Irak, John Sawers, sagte in einem Interview mit der Londoner «Times», die Ungewissheit um sein Schicksal würde zu politischer Verunsicherung führen. Das Fehlen einer Leiche des Diktators würde Ängste im Land schüren, Saddams Baath-Partei könne die Macht wieder an sich reißen.

Deswegen wird jetzt mit aller Energie versucht, endlich dieses Rätsel des Irak-Kriegs zu lösen. (nz)

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