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Geschrieben von JaMe am 26.05.2011, 14:29 Uhrzurück

Muß mich mal auskotzen! Sorry länger geworden als beabsichtigt!

Hi

Ich sage vorweg schonmal "Sorry", da ich mich hier vielleicht in etwas hineinsteigern werde, was eigentlich ein Fall von "Kann doch mal vorkommen" ist. Dafür muß ich aber ein bißchen weiter ausholen.

Anfang Mai habe ich beim duschen einen leichten Knubbel in meiner Brust bemerkt. Ich war mir anfangs allerdings nicht wirklich sicher, ob ich da wirklich was merke oder ob ich mir da was einbilde. Also habe ich meine Brust mal vernünftig abgetastet und vor allem rechts und links miteinander verglichen. Könnte ja auch sein, dass dieser "Ist-er-da-oder-nicht-Knubbel" da tatsächlich sein muß, was ja nachvollziehbar gewesen wäre, wenn ich ihn an gleicher Stelle auf der anderen Seite auch gefunden hätte. Habe ich aber nicht. Allerdings habe ich ihn links (wo er mir vorher aufgefallen war) auch nicht mehr gespürt. Ich habe also mit den Schultern gezuckt und habe mich abgetrocknet und angezogen. Zu diesem Zeitpunkt war ich eher verwirrt und irritiert als ängstlich (vor allem, weil wir familiär in dieser Beziehung überhaupt keine Vorgeschichte haben).

Allerdings hat mich diese ganze Sache einfach nicht mehr losgelassen. Ich habe dauernd gefühlt. Mal dachte ich, da wäre was, mal war ich mir dann nicht mehr so sicher. Nach etwa 4 Tagen (lag ein Wochenende dazwischen) habe ich mir dann doch einen Termin bei meiner Frauenärztin geholt. Ich mußte sowieso langsam mal wieder hin. Ich habe dann auch einen sehr schnellen Termin bekommen (3 Tage später), als ich von dem Knubbel sprach. Als ich aufgelegt hatte, habe ich allerdings erstmal ordentlich geheult, weil ich jetzt die Existenz des Knubbels das erste Mal wirklich zugegeben habe. Das war einfach zuviel für mich in dem Moment.

Bei der FÄ lief dann allerdings alles normal. Sie fing an mit ganz normaler Vorsorgeuntersuchung, was mich einen Moment verwundert hat, da ich doch eigentlich einen bestimmten Grund hatte. Allerdings habe ich mir dann im Stillen gesagt, dass, wenn da wirklich was ist, sie es ja auch erfühlen müßte. Und wenn sie nichts sagt, kann ich ja immer noch sagen "Ach ja, ich habe da letztens was bemerkt. Ist das so in Ordnung oder eher nicht." Dazu kam es allerdings nicht, weil sie gleich merkte, dass da links etwas war. Einerseits hat mich das beruhigt, weil ich dadurch die Sicherheit hatte, dass ich mir nichts eingebildet habe. Andererseits kam dann aber auch die Frage "Was um Himmels willen ist das?". Da hat mir meine FÄ aber sehr schnell die Angst genommen. Sie sagte, dass der Knubbel einerseits zu glatt sei, und dass er andererseits einfach zu schnell zu groß geworden wäre, um etwas gefährliches zu sein. Das mit dem sehr schnell wachsen wußte sie, weil ich, nachdem sie ihn bemerkt hatte, erwähnt hatte, dass er mir erst in der Vorwoche beim duschen aufgefallen war und ich nicht sicher war, ob da überhaupt was wäre. Sie nickte daraufhin nur und meinte, das fühle und höre sich ganz nach einer Zyste an.

Ich habe dann eine Überweisung in eine andere Praxis bekommen, die für meine FÄ Brustultraschalle macht, wenn diese erforderlich sind, da diese bei meiner FÄ nicht gemacht werden. Sie haben das Gerät dazu einfach nicht. In der anderen Praxis kam man mir auch sehr entgegen, indem ich einen sehr schnellen Termin bekam (4 Tage später). Auch diese Ärztin tastete mich erst ab und beruhigte mich dadurch weiter, dass sie meinte, es würde sie sehr wundern, dass ich diesen Knubbel überhaupt bemerkt hätte, da er noch vergleichsmäßig klein wäre. Und "klein" habe ich in dem Moment mit "sollte er doch gefährlich sein, ist er zumindest noch nicht sehr lange da" gleichgestellt.

Es wurde dann ein Brustultraschall gemacht, der diese Ärztin auch zu der Annahme kommen ließ, dass es tatsächlich ganz nach einer Zyste aussehen würde. Brustkrebs sähe ganz anders aus. Meinen Herzschlag hat das dann noch weiter runtergebracht, denn ein wenig erhöht war er dennoch. Sie hat mich dann aber doch zur Vorsicht weiter überwiesen an die Radiologie zur Mammographie und Stanze. Sie meinte, dass das irgendeine EU-Vorschrift wäre, dass man das machen muß. Ich habe den Sinn durchaus eingesehen. Schließlich ist einmal Vorsicht mehr durchaus besser, als am Ende doch mit Schlimmerem dazustehen und sich zu ärgern, dass man vorher einfach zu faul und/oder sorglos war. Also habe ich mir die Überweisung und die Adresse samt Telefonnummer von unserer hiesigen Radiologiepraxis und bin meiner Wege gezogen, um mir einen Termin zu besorgen.

Diesen Termin habe ich dann für diese Verhältnisse auch relativ schnell bekommen (10 Tage später). Allerdings war es dann doch nicht schnell genug, um mich nicht wieder in leichte Panik zu versetzen. Denn wer geht mit gerade mal 30 schon gerne zu einem Mammo-&-Stanze-Termin, weil etwas entdeckt wurde. Denn auch wenn beide Ärztinnen vorher auf Zyste getippt bzw diagnostiziert haben, macht man sich doch ganz schnell wieder verrückt, wenn länger nichts passiert.

Letzte Nacht habe ich dann sehr schlecht geschlafen und bin heute Mittag mit leicht weichen Knien zur Radiologie gefahren. Und da kam dann das dicke Ende. Als ich nämlich meine Überweisung abgab, guckte die Sprechstundenhilfe leicht verkniffen und sagte "Hier steht ja Mammo und Stanze. Warum haben Sie denn das nicht bei der Terminvergabe gesagt? Stanze machen wir Mittags nicht mehr und hier stehen Sie auch nur mit Mammo drin." Ich war ziemlich verdutzt und habe ihr erklärt, dass ich definitiv Mammo UND Stanze gesagt habe, als ich den Termin abgemacht habe. Das weiß ich sicher, da ich das sogar mehrfach wiederholt habe, da die Dame am Telefon (deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe) den genauen Wortlaut der geforderten Untersuchungen wissen wollte. Es war also nicht meine Schuld, dass da was schief gelaufen ist. Davon wollte die Sprechstundenhilfe aber nichts wissen, sondern sagte nur, dass Stanze jetzt eben nicht laufen würde und dass ich mir doch bitte einen neuen Termin holen sollte. Und das in einem Ton, der deutlich sagte "Herrgott, nerv mich nicht. Hier steht nur Mammo also ist auch nur Mammo. Alles andere interessiert mich nicht."

Ich habe deutlich klar gemacht, dass ich das so nicht wirklich in Ordnung finde, da ich am Telefon deutlich gesagt habe, dass ich einen Termin für Mammo UND Stanze wollte und mir deshalb extra Zeit freigeschaufelt hatte. Sie zuckte nur mit den Schultern und meinte, dass Mammo ja auch möglich wäre, aber eben Stanze nicht und ich mir doch jetzt besser einen neuen Termin einen Stock höher geben lassen sollte, wenn ich das gemacht haben möchte. Sie hat sich dann umgedreht und irgendetwas in den PC eingetippt und mich völlig ignoriert. Kein "Tut mir leid. Da ist wohl was schiefgelaufen.", geschweige denn eine vernünftige Verabschiedung.

Also bin ich nach oben zur Terminvergabe, habe meine leichte Verärgerung dort Luft gemacht und um einen schnellen neuen Termin gebeten. Diese Dame sah mich erstmal an, als käme ich vom Mars, hat sich dann bequemt, ein wenig in ihren PC herum zu wühlen und meinte dann, dass ich ja tatsächlich nur einen termin zur Mammo abgemacht hätte (danke, diese Info hatte ich einen Stock tiefer schon bekommen). Meine Erklärung, dass der Fehler ganz klar auf Praxisseite liegen würde und nicht auf meiner, weil ich mehrfach von Mammo UND Stanze gesprochen hatte, wischte sie nur mit der Bemerkung weg "Aber hier steht nur Stanze."

Ich habe dann nochmal (zu meiner eigenen Verwunderung immer noch in nettem Tonfall) darauf hingewiesen, dass es aber doch verständlich sein müßte, dass ich leicht verärgert wäre, wenn ich mir extra einen Termin freischaufle und daraus dann nichts wird, weil auf Praxisseite ein Fehler gemacht wurde. Ihre Reaktion darauf war, dass sie das nicht nachvollziehen könne und dass ich doch froh sein solle, überhaupt so schnell einen Termin bekommen zu haben. Andere würden bis zu 5 Wochen warten. Ich habe mich für diese schnelle Terminvergabe dann auch nochmal artig bedankt, habe aber trotzdem darauf hingeweisen, dass dies ja nun kein Grund sei, Fehler die eindeutig auf Praxisseite gemacht wurden, zu ignorieren. Daraufhin sah sie mich nur ausdruckslos an und meinte, ob ich denn nun einen neuen Termin haben wollte oder nicht.

Ich habe daraufhin einmal tief Luft geholt und gesagt, dass ich definitiv einen neuen Termin haben möchte, da mir diese Sache langsam tatsächlich Angst macht und ich Gewissheit haben möchte. Und ich hätte dann auch gerne wieder einen schnellen Termin, da der Fehler ja nun eindeutig nicht bei mir lag und ich nicht wegen Fehlern, die andere machen, noch länger warten und noch mehr in Angst geraten möchte. Sie hat mir daraufhin einen Termin für kommenden Montag Mittag gegeben. Auf meinen Einwand, ob denn dann auch die Stanze gemacht werden könnte, da mir unten gerade gesagt wurde, dass dies nur Morgens möglich wäre, antwortete sie, dass dies ganz darauf an käme, wann ein Arzt da wäre. Manchmal würden diese schon um halb 8 anfangen mit Stanzterminen und wären dann um 11 oder halb 12 damit durch. Manchmal würden sie aber aus Termingründen im angrenzenden Krankenhaus auch erst später anfangen und dann würde es halt entsprechend bis Mittags dauern. Montag wäre so ein Tag. Da würde erst um 10 Uhr mit Stanzterminen angefangen.

Ich habe dann nochmal gesagt, dass ich mich darauf jetzt verlassen würde und ich nicht nochmal dumm dastehen möchte. Daraufhin meinte sie, dass ich mir da man keine Sorgen drum machen solle, denn jetzt wüßten sie ja, dass es um Mammo UND Stanze ginge. Wieder in einem Tonfall, als hätte eindeutig ich den Fehler gemacht. Ich habe mir jetzt jedenfalls den Namen der Dame gemerkt, die mir den neuen Termin gegeben hat, und auch den von ihrer Kollegin, die daneben saß, Papierkram erledigte und eindeutig unser Gespräch mitbekommen hat. Sollte es jetzt Montag wieder Probleme geben, werde ich mich beschweren. Denn jetzt weiß ich ja eindeutig, wer dann Mist gebaut hat.

Ich hoffe nur, dass die Kollegen, die Montag die Untersuchungen machen, freundlicher und zuvorkommender sind, als die Frauen, die da hinterm Schreibtisch Dienst tun. Sorry an alle Leserinnen, die vielleicht den gleichen Job haben, aber ich finde, so geht es nicht.

Um eins klarzustellen, ich bin ganz sicher kein Unmensch, der kein Verständnis dafür hat, dass jemand einen Fehler macht. Aber wo ich absolut kein Verständnis für habe, ist, wenn man Patientinnen (oder Kunden oder wen auch immer) als die Doofen darstellt, die völlig unnötig hysterisch regieren und auch noch die Frechheit haben, anderen die Zeit zu stehlen. Denn genau so kam es rüber. Ich bin wirklich nicht pingelig oder sensibel, aber gerade bei diesem Thema wäre doch ein wenig Mitgefühl und Entgegenkommen angebracht gewesen. Wäre es denn so schlimm gewesen, zu sagen "Es tut mir leid. Da ist wohl irgendwo ein Fehler unterlaufen, aber ich komme Ihnen entgegen, dass Sie einen schnellen Ersatztermin bekommen."?

Klar, ich habe jetzt einen schnellen Ersatztermin bekommen, aber nur weil ICH darauf bestanden habe. Und keine dieser 2 (bzw 3, wenn man die stumme Zuhörer-Kollegin mitrechnet) Damen hat sich auch nur ansatzweise entschuldigt oder hat den Tonfall dahingehend geändert, dass man als Patientin nicht mehr das Gefühl hat, ein lästiger Störenfried zu sein, der es wagt, aufzumucken. Dabei habe ich nichtmal wirklich die Fassung verloren, sondern habe immer noch nett und freundlich, aber bestimmt gesprochen. Ich habe mich wirklich unwohl und wie ein kleines, unartiges Kind gefühlt. Und das muß ich mir, vor allem in dieser Situation, nicht geben.

Wie ganz oben schon erwähnt: Sorry, dass ich hier so ein Fass aufmache. Aber ich bin einfach verärgert und trotz bisher beruhigender Diagnose auch ein wenig verängstigt. Und jetzt muß ich noch länger warten, weil andere Fehler machen und nichtmal menschliche Gefühle zeigen, sondern einen wie ein Ärgernis behandeln, wenn man deswegen verärgert ist.

lg JaMe (die sich jetzt einen Kaffee zur Beruhigung macht, auch wenn das ein wenig schräg klingen mag. Mich beruhigt Kaffee nunmal. )

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