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Geschrieben von fiammetta am 11.09.2011, 11:01 Uhrzurück

Stress mit der Klavierlehrerin - Was würdet Ihr tun?

Hi,

mein Sohn hat mit seiner Kumpeline zusammen seit geraumer Zeit Klavierunterricht. Anfangs fand dieser in der örtlichen Musikschule statt bis die Klavierlehrerin der Schule gegenüber immer horrendere Forderungen stelle und sich die Schule daher von ihr trennte. Nachdem es sich um eine recht nette junge Frau mit sehr guter Ausbildung handelt und sie auch einen guten Unterricht hält, haben nicht nur wir beschlossen, sie privat zu engagieren. Es dauerte nicht lange, da flatterte uns ein mehrseitiger Vertrag ins Haus. Soweit noch akzeptabel, auch wenn ich bei meinen Kunden das grundsätzlich nicht mache. So, nun steht das zweite private Jahr bei ihr an und sie legte uns nun einen noch umfangreicheren Vertrag vor, der nun plötzlich u.a. folgendes vorsieht:
1. Sie kann drei Wochen krank sein oder an Fortbildungen teilnehmen und muss den ausgefallenen Unterricht NICHT nachholen
2. Sie kann nach eigenem Gutdünken, d.h. ohne Rücksprache mit uns ihr Honorar an Preissteigerungen anpassen - Prozentzahlen sind nicht genannt, d.h. wenn sie plötzlich 20 Euro im Monat mehr will, dann ist das auch in Ordnung (für sie).

So, ich bin aber weder die Caritas, noch handelt es sich hier um ein Angestelltenverhältnis. Ich kenne Leute, die seit inzwischen gut zwanzig Jahren keinen Cent mehr verdienen, was zwar auch nicht okay ist, aber die Dimension ihrer Forderung verdeutlichen soll.

Außerdem heißt drei Wochen bezahlter Ausfall, dass sie keinen Bock hat, ihre Fortbildungen wie ich auch an den Wochenende oder in den Ferien vorzunehmen sowie dass ich ihr z.B. eine gemütliche voll bezahlte Schwangerschaft ohne Gegenleistung von meinem Geld finanzieren darf. Wenn es ganz blöd läuft, hat die Gute 14 Tage bezahlte Ferien, dann ist sie dreimal bezahlt krank, kommt einmal, ist dann wieder bezahlt krank und dann sind wieder bezahlte Ferien. Ich habe doch keinen Geldscheißer.

Jede einzelne Stunde, die ich ausfalle, hole ich nach - das ist auch eine Frage des Anstandes. Ich wurde damals sogar noch angepöbelt, dass ich mein zweites Kind gefälligst auch in den Ferien zu kriegen hätte (was dann zufällig sogar so war), damit ja niemandem einen Nachteil aus meiner - böse, böse - Schwangerschaft entsteht...***kotz*** Ähnliche Geschichten kenne ich von meiner Kumpeline, deren Vater in der Karibik verstarb und sie vor Ort alles organisieren mußte, wofür aber auch keine Sau das geringste Verständnis hatte. Versteht mich nicht falsch - aber ich habe nicht vor, ihr von vornherein einen Freifahrtschein zum bezahlten Blaumachen aus welchem Grund auch immer auszustellen, denn wenn ich als freiberuflicher Dienstleister das nicht bereits vorhabe, dann brauche ich das auch nicht vertraglich festzuhalten.

So, mein Plan ist nun, ihr die entsprechenden Stellen im Vertrag auszustreichen und ihr begründet zu erklären, dass sie, wenn sie dieses Werk nicht modifiziert, mindestens zwei ihrer pünktlich zahlenden und eigentlich motivierten Kunden verliert. Friß, Vogel oder stirb. Es gibt auch noch andere Musiklehrer.

Ich befürchte halt auch, dass sie nun jedes Jahr mit immer neuen Forderungen und immer dickeren Verträgen anmarschiert. Geschäftsbeziehungen sollte aber grundsätzlich Win-Win-Beziehungen, d.h. nicht nur einseitig vorteilhaft sein.

Habt Ihr eine diplomatischere Lösung und was haltet Ihr von dieser Sache?

Vielen Dank!

LG

Fiammetta

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