Aktuelles und Neuigkeiten Aktuelles und Neuigkeiten
Geschrieben von JoVi66 am 22.10.2005, 17:03 Uhrzurück

Christentum, Reinkarnation und Angst vor dem Tod

Christentum, Reinkarnation und Angst vor dem Tod

Eigentlich denke ich, dass sich Christentum ( im ursprünglichen Sinne) sehr wohl auch mit Reinkarnation in Verbindung nennen lässt ( da wiederspreche ich Nr.3).
Ich trage der Kirche (speziell der röm-kath Kirche) nach, einen vormals edlen Glaubensansatz, so wie Christus in praktiziert und gepredigt hat, um Differenzen zum Alten Testament und zum Judentum aufzuzeigen, im Laufe der Jahrhunderte völlig pervertiert und missinterpretiert zu haben bzw. haben lassen. Die Frühchristliche Meinung entspricht im Wesentlichen meinem Glaubensansatz. Niemals aber unterstütze ich das „Göttlichkeitsprinzip Jesu“!!!!!!! Es gibt für mich keine heilige Dreifaltigkeit, Jesus ist nicht göttlich sondern Gottes Sohn, wie wir Gottes Kinder sind.
Jemanden, der ständig Bibelverse zitieren muß (Nr.3), um seinen Glauben zu untermauern, kann von sich nicht behaupten gläubig ( im Sinne von unkommentiert an etwas glauben ) zu sein.
Deine (Nr.3) Texte erinnern mich ein bisschen zu stark an das Adventistische Prinzip.
Christus lehrt ( sehr einfach interpretiert) ein gutes Leben zu führen, und keinem Menschen zu schaden oder auch nur gleichgültig gegenüber zu stehen. Diese einzige Aussage möchte ich so im Raum für mich stehen lassen und ich brauche zu meinem Glauben keine Bibelstelle. Das hätte wohl für mich den gegenteiligen Sinn.
Reinkarnation im Buddhistischem Sinn halte ich für möglich und – sofern auf unsere dreidimensionale Welt überhaupt übertragbar- für am ehesten realistisch.
Man hat nicht nur ein Leben, sondern es bedarf zur endgültigen „Reinigung von Geist und Seele“ nicht nur schlappe 80 Jahre ( und das ist positiv gerechnet in Anbetracht der Tatsache einer immensen Kinder- und Jugendsterblichkeit) das wäre denn doch zu einfach, sondern Jahre in einer Anzahl deren Größenordnung unser kleines Gehirn bei weitem übersteigen würde und somit zig Leben benötigt.
Wenn ich das reine mathematische Prinzip anwende in dem es x-Dimensionen gibt, ist ein „Verhandeln“ über die Existenz einer unsterblichen Seele in unserem kleinkariertem Dreidimensionensystem“ lächerlich.
Ich bin der Überzeugung: Es gibt Gott (in welcher Form auch immer), Begriffe wie Gut und Böse relativieren sich und wie bei einer (zweidimensionalen) Bilanz werden sie sich letztendlich aufheben.

Mit dem Tod ist ein Leben aus und vorbei, aber nur ein Leben! Wer sagt, dass uns nicht multiple, von einander unabhängige multidimensionale Leben zur Verfügung stehen, um eines Tages ( vielleicht nach dem xxten Big Bang) ins Nirwana einzugehen? Vielleicht müssen wir sogar auch Tiere in unser Denken miteinbeziehen, wo wir wieder beinahe beim Thema wären. Es gab eine Zeit, da wurden Frauen als seelenlos bezeichnet, es gab Zeiten, da wurden Farbige als Eigentum (also nicht eigenständige seelenlose Individuen) betrachtet, es gibt heute Zeiten, da werden Tiere gequält, vielleicht haben auch diese eine Seele. Ich weiß es nicht. Wenn es uns gelingt, diese hässlichen (später wird man sagen : Dunkle ) Jahrhunderte zu überleben und immer weiter daraus zu lernen, dann (danke emmal) werden wir dank der Medizin und Star Trek ( das mir eine positive Richtung weistJ) unser gesellschaftliches Überleben sichern können. Sind wir dazu nicht in der Lage, dies als Menschen zu erreichen ( die Dinosaurier haben´s versupptJ), sind unsere Seelen wieder einmal gescheitert auf ihrem endloslangen Weg ins Nirwana aber nicht verloren. Der Weg zur Läuterung ist länger als EINE einzige Lebenszeit
Angst vor dem Sterben hat wohl jeder, vor der Art des Sterbens alle, vor dem Tod nur der, der denkt, die Menschheit habe die Weisheit mit Löffel gefressen und sei die Krone der Schöpfung.
Gruß Johanna

Beitrag beantworten

Zurück ins Forum

Unten der Beitrag und die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Beiträge im Forum Aktuelles und Neuigkeiten