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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Johanna6 am 14.07.2008, 21:46 Uhr.

Weiß gar nicht wie ich beginnen soll… :-(

…Wenn ich in den Foren hier lese, was die meisten Kinder alles schon können, kann ich mir gut vorstellen, wie stolz ihr als Mamas darauf seid, aber...

...im Gegensatz zu den meisten Eltern, halte ich meinen Sohn (6) nicht für besonders schlau, besser gesagt er ist es einfach nicht – jedenfalls nicht im Moment. Ich sehe seine Stärken in anderen Bereichen und NATÜRLICH genießt er meine vollste Wertschätzung. Trotzdem bin ich darüber manchmal traurig. Einer der Gründe ist, dass ich mir -wie jede Mutter- das Beste für seine Zukunft wünsche. Es ist ja eine Binsenweisheit, dass in unserer Gesellschaft eine gute Schulbildung immer wichtiger wird.

Unser Sohn ist jetzt erst mal für ein Jahr zurückgestellt worden. Irgendwelche spezifischen Probleme (ADHS, Wahrnehmungsstörungen oder dergl.) liegen nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnis nicht vor. Nach einem Einschulungstest an der Grundschule hieß es immerhin, es bestünde kein Förderbedarf - aber vielleicht wollte man erst mal den Ball flach halten, solange es noch geht…

Seit ca. einem Jahr bereits hoffe ich, dass es sich einfach um eine Reifungsverzögerung handelt, aber manchmal bin ich ein wenig fassungslos über sein anscheinendes Unvermögen logisch zu denken oder sich Dinge zu merken. Ich muss mich sehr darum bemühen nicht ungeduldig zu reagieren, wenn er eine drei Sätze lange Geschichte nach der 2. Wiederholung noch nicht nacherzählen kann, obwohl er beim Zuhören an den richtigen Stellen gelacht hat, oder wenn er beim 48. Mau-Mau Spielen immer noch nicht weiß, dass man auch gleiche Farbe legen kann.

Mal abgesehen davon, dass ich mir seine Leistungsschwäche nicht einbilde (in Kindergarten, Musikschule und beim Sport fällt er damit auch auf), gebe ich schon zu, dass ich vor einigen Jahren noch, niemals an Probleme dieser Art gedacht hätte. Naja, mein Mann und ich sind beide Akademiker, da setzt man - vermutlich naiv - voraus, dass der Nachwuchs auch leistungsstark ist; das erwarten im Übrigen nicht nur die eigenen Eltern, wie wir leidvoll erfahren müssen… Wir genießen durch unsere beruflichen Tätigkeiten ein recht hohes Sozialprestige. Letzteres ist vermutlich der Grund dafür, dass Pädagogen, die auf die Defizite unseres Sprösslings aufmerksam werden, ihre Beobachtungen uns gegenüber, in der Regel recht peinlich berührt und übervorsichtig äußern und auch ziemlich ratlos wirken. Wenn ein Kind aus der Arbeiterschicht überdurchschnittliche Leistungen erbringt, gilt das immer noch als normaler – jedenfalls ist es erfreulicher. Die Erwartungen an unser Kind sind von vornherein hoch und werden bisher nicht erfüllt.

Ich bin wirklich traurig darüber, dass ich das so schreiben muss und ein wenig kommt es mir vor wie Verrat an meinem Kleinen. Am liebsten würde ich dieses Problem ausblenden und mich einfach nur an ihm und seiner Lebensfreude freuen.
Aber nicht selten habe ich das Gefühl, dass Leute gerne eine Erklärung von mir hätten (gerade seit der Rückstellung), dass sie erleichtert sind, wenn ich sage, dies oder jenes kann er.

Ich wünsche mir einfach, dass mein Sohn so akzeptiert wird, wie ER ist und möchte voll und ganz hinter ihm stehen. Ich hoffe das gelingt mir immer besser, er hat es so sehr verdient.

Ein wenig traurige aber erleichterte Grüße
Johanna

…Wenn ich in den Foren hier lese, was die meisten Kinder alles schon können, kann ich mir gut vorstellen, wie stolz ihr als Mamas darauf seid, aber...

...im Gegensatz zu den meisten Eltern, halte ich meinen Sohn (6) nicht für besonders schlau, besser gesagt er ist es einfach nicht – jedenfalls nicht im Moment. Ich sehe seine Stärken in anderen Bereichen und NATÜRLICH genießt er meine vollste Wertschätzung. Trotzdem bin ich darüber manchmal traurig. Einer der Gründe ist, dass ich mir -wie jede Mutter- das Beste für seine Zukunft wünsche. Es ist ja eine Binsenweisheit, dass in unserer Gesellschaft eine gute Schulbildung immer wichtiger wird.

Unser Sohn ist jetzt erst mal für ein Jahr zurückgestellt worden. Irgendwelche spezifischen Probleme (ADHS, Wahrnehmungsstörungen oder dergl.) liegen nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnis nicht vor. Nach einem Einschulungstest an der Grundschule hieß es immerhin, es bestünde kein Förderbedarf - aber vielleicht wollte man erst mal den Ball flach halten, solange es noch geht…

Seit ca. einem Jahr bereits hoffe ich, dass es sich einfach um eine Reifungsverzögerung handelt, aber manchmal bin ich ein wenig fassungslos über sein anscheinendes Unvermögen logisch zu denken oder sich Dinge zu merken. Ich muss mich sehr darum bemühen nicht ungeduldig zu reagieren, wenn er eine drei Sätze lange Geschichte nach der 2. Wiederholung noch nicht nacherzählen kann, obwohl er beim Zuhören an den richtigen Stellen gelacht hat, oder wenn er beim 48. Mau-Mau Spielen immer noch nicht weiß, dass man auch gleiche Farbe legen kann.

Mal abgesehen davon, dass ich mir seine Leistungsschwäche nicht einbilde (in Kindergarten, Musikschule und beim Sport fällt er damit auch auf), gebe ich schon zu, dass ich vor einigen Jahren noch, niemals an Probleme dieser Art gedacht hätte. Naja, mein Mann und ich sind beide Akademiker, da setzt man - vermutlich naiv - voraus, dass der Nachwuchs auch leistungsstark ist; das erwarten im Übrigen nicht nur die eigenen Eltern, wie wir leidvoll erfahren müssen… Wir genießen durch unsere beruflichen Tätigkeiten ein recht hohes Sozialprestige. Letzteres ist vermutlich der Grund dafür, dass Pädagogen, die auf die Defizite unseres Sprösslings aufmerksam werden, ihre Beobachtungen uns gegenüber, in der Regel recht peinlich berührt und übervorsichtig äußern und auch ziemlich ratlos wirken. Wenn ein Kind aus der Arbeiterschicht überdurchschnittliche Leistungen erbringt, gilt das immer noch als normaler – jedenfalls ist es erfreulicher. Die Erwartungen an unser Kind sind von vornherein hoch und werden bisher nicht erfüllt.

Ich bin wirklich traurig darüber, dass ich das so schreiben muss und ein wenig kommt es mir vor wie Verrat an meinem Kleinen. Am liebsten würde ich dieses Problem ausblenden und mich einfach nur an ihm und seiner Lebensfreude freuen.
Aber nicht selten habe ich das Gefühl, dass Leute gerne eine Erklärung von mir hätten (gerade seit der Rückstellung), dass sie erleichtert sind, wenn ich sage, dies oder jenes kann er.

Ich wünsche mir einfach, dass mein Sohn so akzeptiert wird, wie ER ist und möchte voll und ganz hinter ihm stehen. Ich hoffe das gelingt mir immer besser, er hat es so sehr verdient.

Ein wenig traurige aber erleichterte Grüße
Johanna

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