Pferde

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Durchfall
Parasiten, Infektionen, abrupter Futterwechsel, verdorbenes Futter wässrig bis blutiger Durchfall, Abmagerung, struppiges Fell, Mattigkeit

Tierarzt beiziehen, regelmässiges Entwurmen, hochwertiges Futter mit viel Rohfaseranteil, langsame Futterumstellung

Kolik (Bauchschmerzen) Erkrankungen des Magen-Darmtraktes

Unruhe, Schwitzen, Fressunlust, Scharren mit den Vorderbeinen, Niederlegen, Wälzen, Schlagen gegen den Bauch

Notfall! Tierarzt beiziehen




Verletzungen vielfältige Ursachen Verletzungen der Haut, der Muskulatur, Blutgefässe, Knochen, Gelenke, Sehnen

bei oberflächlichen Wunden Desinfektion mit antiseptischen Mitteln, bei grösseren Wunden Tierarzt rufen


Lahmheiten vielfältige Ursachen (Huf, Knochen, Sehnen, Sehnenscheiden)

je nach Ort und Art: leichtgradige Lahmheit bis hin zur hochgradigen Lahmheit

Tierarzt oder Hufschmied (v.a. bei Beschlagsproblemen) beiziehen, regelmässiges Beschlagen, gute Hufpflege


Luftweg-, Lungenerkrankungen Infektionen, Allergien Nasenausfluss, Husten, Atemnot, Schwäche, Fieber, Fressunlust

Tierarzt beiziehen, Impfung der Pferde-Influenza (Skalma) möglich, Grundimmunisierung 2 x im Abstand von 21 Tagen, jährliche Auffrischung


Man muss bei Pferden selbst Hand anlegen: Fell und vorallem Hufe pflegen, Beine bandagieren, Tee verabreichen, gegen Parasitenbefall behandeln, Futter umstellen, Spezialnahrung einsetzen, usw. Vorbeugen ist immer besser als heilen. Bei Unsicherheit jedoch sofort tierärztlichen Rat einholen.


Sorgen Sie durch die natürliche Versorgung mit Biotin und anderen Kräutern für gesunde Hufe und ein schönes Fell!






In der freien Wildbahn sorgt das Pferd selbst für seine Fellpflege durch Wälzen, Scheuern oder Knabbern. Auch die gegenseitige Pflege der Pferde mit Fellkraulen und Knabbern dient dem Wohlbefinden der Tiere. Da Pferde sich in Freiheit vor den Witterungseinflüssen schützen müssen, ist eine gewisse Schmutz- und auch Talgschicht von Vorteil.

Den von uns gehaltenen Pferden ist die Pflege in Freiheit nicht mehr gegeben. Durch die Stallhaltung werden somit andere Anforderungen an die Sauberkeit gestellt, deren Erfüllung der Mensch mittels Pflege durch Putzen und Waschen übernimmt.

Putzen heißt jedoch nicht nur Reinigung des Fells von Schmutz, Staub, Schweiß und sonstigen Hautabsonderungen wie z.B. Schuppen. Eine genauso bedeutende Funktion besteht in der Durchblutungsförderung und Massage der Haut und des Unterhautgewebes. Hierdurch werden Wohlbefinden, Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit des Pferdes gesteigert.

Das Putzzeug besteht aus Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Lappen, Schwämmen, Mähnenkamm oder -bürste und Hufkratzer. Vor der Arbeit mit dem Pferd wird das Putzen mit dem Ausräumen der Hufe mittels Hufkratzer begonnen. Dann folgt die grobe Reinigung der mit Muskeln versehenen Partien mit dem Striegel. Dieser wird mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen von vorne nach hinten über das Fell geführt, bis alle Verkrustungen gelöst sind. An den verschmutzten Stellen, die knöchern sind, sollte die Wurzelbürste zur groben Reinigung verwendet werden. Dann folgt die Endreinigung des Fells mit der Kardätsche, die nach jedem Strich am Striegel abgestreift wird. So kann die frisch gesäuberte Kardätsche immer neuen Staub aufnehmen. Der Striegel wird bei Bedarf auf dem Boden ausgeklopft. Ist das Pferd so gereinigt, erfolgt das Abwischen mit dem Lappen. Hierzu eignet sich ein Wolllappen besonders. Er bindet den letzten Staub und sorgt für „Hochglanz“. Augen und Nüstern werden dann mit einem feuchten Schwamm gereinigt, ebenso wie mit einem zweiten Schwamm Genitalbereich, After und Schweifrübenunterseite.

Nach der Fellreinigung wird die Mähne gebürstet oder gekämmt und der Schweif vorsichtig verlesen. Hierbei ist besonders darauf zu achten, keine Schweifhaare auszureißen, da jedes einzelne Haar drei Jahre benötigt, um wieder so schön und lang nachzuwachsen. Eine regelmäßige Wäsche von Mähne und Schweif beugt dem Scheuern vor und erleichtert die Pflege. Nach der Arbeit sollten die Beine des Pferdes möglichst abgewaschen und die Hufe gereinigt werden. Die Stellen am Fell, die besonders verschwitzt sind, also Sattellage, Gurtlage, zwischen den Beinen (auch von hinten!) und der Kopf, sollten ebenfalls abgewaschen oder aber mit einem feuchten Schwamm gereinigt werden. So kann man Schweißekzemen und Pilzerkrankungen gut vorbeugen. Das erneute Putzen des Pferdes nach der Arbeit, um das Wohlbefinden zu steigern und den Schweiß zu entfernen ist ebenso selbstverständlich wie das abermalige Auskratzen der Hufe.