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Haltung und Wissen :-)
Minipigs sind nichts anderes als kleinwüchsige Hausschweine. Ursprünglich
wurden sie zu Tierversuchen so klein gezüchtet, jedoch unterscheiden sie sich in ihrer Art und in ihrem
Verhalten keineswegs von anderen Schweinearten. Sie sind zwar klein, eignen sich jedoch nicht für
die reine Wohnungshaltung !!!!
Sie werden ca. 15 Jahre alt, sind mit ca. 3 Jahren vollständig
ausgewachsen, im Alter von ca. 4 Monaten jedoch schon geschlechtsreif. Möchte man züchten, sollte
man Säuli jedoch nicht unter einem Jahr zulassen.
Minipigs sind sehr intelligente, aktive Tiere
mit einer starken Persönlichkeit und sie brauchen Kontakt zu Gleichgesinnten, sehr viel Beschäftigungsmöglichkeiten
und Zuwendung. Mit artfremden Tieren verstehen sie sich im allgemeinen recht gut. Dies kann ich aus
unseren eigenen Erfahrungen berichten. Unser Eber kuschelte monatelang mit einem Löwenkopfhäschen
;-).
Schweine sind sehr nachtragende Tiere und vergessen nie, wer ihnen Leid zugefügt hat.
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Ernährung
Eigentlich sind Schweine Allesfresser, jedoch muss auf eine ausgewogene Ernährung
geachtet werden. Auch bei ihnen kann man beobachten, das sie zb eine Möhre einer Banane vorziehen
( unser Eber frißt zb gar keine Bananen ). Auf dem Futterplan stehen Obst und Gemüse, Teigwaren
(gekocht ), Getreideschrott, Haferflocken ( schwer verdaulich ), Heu, Stroh, Mais, Kleie und frisches
Gras ( nicht frisches abgemähtes Gras verfüttern, dies kann zu Gährungen / Blähungen führen ). Kartoffeln
können roh und gekocht gefüttert werden, jedoch wird nur bei gekochten Kartoffeln die Stärke freigesetzt,
deshalb sollte man öfter gekochte Kartoffeln reichen. Man sollte dem Tier hin und wieder einmal ein
Stückchen Holzkohle anbieten, damit frischen sie ihren Eigenbedarf an Mineralstoffen wieder auf .
Milchprodukte, Käse, Brot ( eingeweicht in Wasser) wird auch gern gefressen, sollte jedoch nicht
all zu oft gereicht werden (einmal wöchentlich) , da es u.a. Dickmacher sind. Als Leckerlis mögen
Schweine Rosinen ,Zwieback,Pfirsich, Pflaumen und Kirschen. Auf Kohl sollte man verzichten ,da es
zu Blähungen führt!
Frischwasser muss den Tieren immer ausreichend zur Verfügung stehen !
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Impfungen und Krankheiten
Einmal jährlich sollte man eine vorbeugende Behandlung gegen
Milben, sowie 1 bis 2mal jährlich die Behandlung mit einem Breitband-Entwurmungsmittel durchführen.
Falsche Fütterung, Staub, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, Zugluft, starke Sonneneinstrahlung etc. sollten
unbedingt vermieden werden.
Impfungen sind in der Regel nicht notwendig, sprich am besten mit
Deinem Tierarzt , denn in einigen Gebieten sollte man überdenken, ob man gegen Rotlauf und Tollwut
impfen lässt. Meine Erfahrungen haben gezeigt, das sich Tierärzte nicht sehr gut mit Schweinen auskennen
:-(
MKS- Maul- und Klauenseuche: - Virus - - die Übertragung kann über das Futter erfolgen,
aber auch durch Ratten, Mäuse, Fliegen, Vögel, aber auch einfach nur durch den Wind...
Symptome:
- Inkubationszeit von 1 bis 3 Tagen - Fieber, Bläsenbildung, Apathie, speicheln, ev. Rachenrötung,
lahmen der Tiere, häufiges liegen oder gar rutschende Fortbewegung, Tod durch Herzmuskelentzündung
Verlauf beim Mensch: - erste Krankheitszeichen 3 bis 5 Tage nach Ansteckung - Fieber,
dann starker Juckreiz und Bläschenbildung in den Bereichen Hand, Fuss und Mund - heilt meist
recht schnell wieder ab
Rotlauf: - Übertragung über Lebensmittel und Tiermehl - Trägertiere
scheiden das Bakterium über Kot und Harn aus - Infektion über Maul oder Hautverletzungen
Symptome:
- rote Hautflecken mit unterschiedlichen Formen an Ohren, Maul, Hals und
Körperunterseite, ev. Arthritis der Gelenke, Steifheit oder lahmen - Impfung möglich - Rotlauf
ist auch auf den Menschen übertragbar
Schweinepest : - die Viren werden mit Kot, Harn,
Speichel, Nasensekret, Tränenflüssgkeit ausgeschieden, Verbreitung erfolgt durch "einschleppen" zb.
durch den Menschen, Futter, Wildtiere - für den Menschen ungefährlich, für die Tiere meistens
tötlich, hochansteckend
Symptome: - Fieber, schwankender Gang mit späterer Lähmung -
punktförmige Blutungen an diversen Organen, Körperteilen - Augenlider geschwollen und Lidränder verklebt,
Abmagerung, Wechsel von Durchfall und Verstopfung, Husten, Atembeschwerden
Glässersche
Krankheit : - Infektionskrankheit - - sie schien fast ausgerottet
Symptome: - plötzlicher
Tod - Durchfall, Atembeschwerden, Hirnhautentzündung, Lahmheiten, geschwollene & entzündete
Gelenke, Apathie, Fieber, Nasenausfluß - Behandlung so früh wie möglich durch ein Antibiotika
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Zucht
Nach ca. 110 bis 115 Tagen Tragzeit gebärt sie im Schnitt 4 - 8 Ferkel. Einige
Tage vor der Geburt wird die Sau ruhiger, einige beginnen auch mit dem Nestbau . Die kleinen Ferkel
sind nach der Geburt noch fast blind, sehr wackelig auf den Beinen und sehr wärmebedürftig, daher
wird über ihr " Ferkelnest " eine wärmende Lampe gehängt.
Achtung ! Wer uns halten möchte,muss
uns der Tierseuchenkasse melden !
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