Häschen


Haltung
Ernährung
Krankheit & Impfung
Zucht

Eckdaten


Haltung und Wissen :-)

Ein kleines Häschen ist schnell gekauft, leider kommt es immer häufiger vor, das man es ebenso schnell nicht mehr haben möchte.
Deshalb sollte man sich vor der Anschaffung unbedingt darüber im klaren sein, das Häschen 8 bis 10 Jahre
( manchmal auch bis zu 12 Jahre) alt werden können und beschäftigt werden möchten !

Wir sind sehr gesellige Tiere, am wohlsten fühlen wir uns in einer Gruppe oder zu zweit.
Bekomme ich als einzeln gehaltenes Tier später einen Gesellen, kann es zu argen Rangkämpfen kommen,
im Notfall muss man uns wieder trennen. Das Gleiche gilt für geschlechtsreife Rammler.
Diese können nur zusammen leben, wenn sie kastriert sind.
Mit Meerschweinchen verstehen wir uns (meistens ) recht gut.

Wir sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit, deshalb musst Du immer achten, das wir nicht in feuchter Einstreu wohnen. Außerdem mögen wir überhaupt keine Zugluft, starke Sonnenbestrahlung und gegen Lärm sind wir auch sehr empfindlich.


Es ist wichtig ,die Körpersprache eines Häschen's zu kennen, denn wir sind sehr ruhige Gesellen, selbst
die Geburt geht lautlos vonstatten.


nicht klauen !

nach oben

Ernährung

Wir futtern Obst und Gemüse sehr gern, wobei auf Kohl UNBEDINGT verzichtet werden muss.
Es führt zu Blähungen und kann bis zum Tod führen !
Auch auf rohe Bohnen und Kartoffelkeime soll verzichtet werden, sie sind giftig für uns Muckels.
Ansonsten fressen wir Körnerfutter ( Zoohandlungen ) Grünfutter, Heu, knabbern aber auch gern an Ästen und Zweigen, sowie an harten Brot und Brötchen.

Frisches Trinkwasser muss uns immer zur Verfügung stehen.

Wenn Du mich in der Wohnung laufen lässt, dann achte bitte auf giftige Pflanzen wie zb. Agave, Gummibaum, Weihnachtsstern, Azalee, Alpenveilchen... und auf Stromquellen.


kuckuck

nach oben


Impfungen und Krankheiten

Die normale Körpertemperatur beträgt 39 bis 39,5 Grad Celsius.

Krankheitsanzeichen sind :
- eingefallene Flanken
- mattes, struppiges Fell oder kahle Stellen
- trübe Augen
- Nasenausfluß ev. keuchen , erschwerte Atmung und häufiges niesen
- Ohrräudemilben, häufiges schütteln des Kopfes, Belag in den Ohren
- Futterverweigerung
- Durchfall ( keine kleinen Murmeln mehr ) - füttere mir kein Feuchtfutter mehr, nur noch Heu und als              Trinkwasser gönne mir einen Kamillentee.
- Verstopfung - füttere mir kein Trockenfutter, sondern leichtverdauliche Grünkost.
- krumme oder überlange Zähne - müssen regelmäßig ein Leben lang gekürzt werden
- krumme und überlange Krallen müssen regelmäßig gekürzt werden

Lass uns impfen
Als gefährliche Krankheiten gelten die

Viruserkrankung VHD ( Rabbit Hämorrhagic Disease)
- Erreger ist ein Calicivirus, der besonders widerstandfähig ist (255 Tage infektionsfähig bei 4°C)
- befallen werden nur Kaninchen und Hasen (keine Meerschweinchen oder anderen Nager)
- Ansteckung von Tier zu Tier
- auch möglich über Menschen, Einstreu, Kot, Parasiten, Insekten, Wildvögel, Futter,Futtergefäße,
 daher können auch Wohnungskaninchen befallen werden
- Jungtiere unter 4 Wochen erkranken gar nicht, unter 6 Wochen nur in ganz seltenen Fällen.
 Sie können aber Überträger sein.

Anzeichen:
Unruhe, hohes Fieber, zittern, ev. Blutungen aus der Nase, keuchen, Appetitlosigkeit, Apathie, Krämpfe, Blaufärbung der Schleimhäute, schreien. Wir ersticken elendig.

Vorbeugung:
-Erstimpfung mit 6 Wochen ,Auffrischungsimpfungen jährlich


Myxomatose-  Pocken-Virus
- Übertragung durch Flöhe, Mücken, Läuse., von Tier zu Tier, durch Grünfutter..., auch                                        Wohnungskaninchen sind betroffen
- Ausbruch der Krankheit meist nach 4 - 11 Tagen

Symptome:
- geschwollene und gerötete Augen, Verdickungen, hauptsächlich am Kopf - und Genitalbereich, hohes         Fieber, kurze Zeit später füllen sich die Verdickungen meist mit Eiter, Schluckbeschwerden, der
 gesamte Körper kann mit Hautknötchen übersät sein, schliesslich Tod durch völlige Entkräftung
- nur sehr wenige Tiere überleben, bleiben aber ein Leben lang Virusträger und gefährten somit weitere         Häschen

Vorbeugung:
- Erstimpfung im Alter von 4 -6 Wochen, danach halbjährliche Auffrischung


Hasenschnupfen:
- Erreger werden mit der Nahrung aufgenommen oder eingeatmet

Symptome:
- Niesen, während der Allgemeinzustand des Häschens noch nicht beeinträchtigt sein muss
- später sehr oftes Niesen mit wässrigen, dann eitrigen Nasenausfluss
- verklebte Fellhaare an der Nasenöffnung, ev. Augenprobleme
- leider noch immer eine Krankheit, welche man auch mit Antibiotika nur sehr schwer in den Griff                   bekommt ( wenn man nicht vorbeugend geimpft hat )
Immer wieder kann es nach scheinbarer Genesung zu Rückfällen kommen. Hält man mehrere Tiere, muss es unbedingt von den anderen Tieren getrennt werden, da der Hasenschnupfen hochansteckend ist.

Vorbeugung:
- erste Impfung kann im Alter von 4 Wochen erfolgen, Auffrischung nach 2 Wochen, danach halbjährliche       Nachimpfung


Trommelsucht:

Symptome:
- Aufblähung des Leibes durch Gärungen im Darm (meist durch schlechtes Futter)
- Tiere auf Trockenfutter umstellen, viel Bewegung
- gasbindende Medikamente vom Tierarzt verordnen lassen


Haarballenbildung:
Durch das putzen des Felles können Haare mit verschluckt werden & da Kaninchen nicht erbrechen können, kann sich ein Haarballen bilden, welcher wie ein dicker Klöß im Magen liegt - Magenüberladung! Also immer mal das Häschen bürsten!


Madenbefall:
- tritt meistens in den warmen Monaten auf
- Mücken - & Fliegenlarven legen ihre Eier im Fell oder in winzigen Wunden oder Körperöffnungen ab
- Larven bohren sich dann in die Haut und ernähren sich von dem Gewebe des Hasen
- es können geschwächte aber auch gesunde Tiere befallen werden
- Tiere beobachten und genauer anschauen ist deshalb wichtig und unerlässlich!


Kokzidiose:
- häufig vorkommende Krankheit - Parasiten
- die Erreger dieser Parasiten kommen in fast jeden Darm eines Kaninchens vor
- häufig werden Jungtiere davon befallen

Symptome:
- Enzündung im Darmbereich, Durchfall, aber auch Verstopfung möglich
- das Kaninchen ansich bekommt einen üblen Kotgeruch
- Fressunlust, Blähbauch,Abmagerung
- frische Kotprobe beim Tierarzt abgeben - Behandlung


Parasitenbefall:
- häufiges Kratzen, kahle Stellen im Fell, Eier ( Nissen ) im Fell, welche dort festkleben, Millimeter
 grosse sich fortbewegende Parasiten
BITTE NIEMALS MIT FRONTLINE BEHANDELN, DIE TIERE KÖNNEN QUALVOLL VERENDEN!

Symptome:
- feuchte Nase, Krämpfe mit lautem Schreien, Apathie und oftmals auch Fressunlust und schließlich                verenden die Häschen!
Mir selbst ist es passiert, als der TIERARZT mir Frontline mitgab!!!!


Bild von hasen002.jpg

nach oben

Geschlechtsreife und Trächtigkeit

Häschen sind mit  3 bis 4 Monat geschlechtsreif, jedoch sollte man sie nicht vor dem 7. Lebensmonat decken lassen.
Der Eisprung erfolgt 10 bis 12 Stunden nach dem Deckakt und wird durch den Nervenreiz während des Deckvorgangs ausgelöst.

Meist erst einige Stunden vor der Geburt zupft sich die Häsin Bauchwolle aus und polstert damit ihr
Nest aus. Die Geburt findet, lautlos, meist in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden statt.

Die Tragzeit beträgt 28 bis 33 Tage und es werden zwischen 3 und 7 (?) Junge geboren.
Die Winzlinge sind nackt, können weder hören noch sehen und brauchen anfangs viel Wärme
(ca. 35 Grad ). Mit ca. 10 Tagen öffnen sie die Augen.
Mit ca. 20 Tagen verlassen sie zum ersten Mal ihr Nest und knabbern am Heu....
Sie werden von der Häsin 4 bis 5 Wochen gesäugt.

Immer wieder gibt es Mütter, welche ihre Kleinen nicht säugen (können).
Meine Erfahrungen:
Wenn man nach ca.1 Tag noch nicht beobachten konnte, das die Mutter die Kleinen säugt, dann versucht man, das Muttertier in den Arm zu nehmen, auf den Rücken zu drehen
und die Kleinen setzt man auf das Muttertier, an die Zitzen. Dies habe ich 2- 4 x am Tag gemacht, am Anfang 4x, dann nur noch 2x.
Aber Vorsicht ! - Hasenmütter säugen ihre Kleinen oftmals nur 1x am Tag und dies geschieht sehr oft
in den Nachtstunden, deshalb lieber die Kleinen wiegen, um sicher zu gehen, ob die Mutter sie ja vielleicht nicht doch säugt!!!!
Mit einer reinen Handaufzucht habe ich leider keine sehr positiven Erfahrungen gemacht, nach 3 Tagen hatte das Baby und ich den Kampf verloren:-(.


hmmm :-)))

nach oben


                               Eckdaten

Körpergewicht:      1000 bis 8000 g, je nach Rasse

Lebenserwartung:   8 bis 12 Jahre

Lebensweise:          gesellig,Grabtier, Höhlenbewohner

Herzfrequenz:         220 - 325 Schläge pro Minute

Atemfrequenz:        32 - 100 Atemzüge pro Minute

Geschlechtsreife:     mit 4 - 5 Monaten

Geschlechtszyklus:  keiner, der Eisprung wird bei der Deckung ausgelöst

Tragzeit:                 28 bis 33 Tage

Neugeborene:         nackt, blind, wärmebedürftig, Nesthocker


nach oben


zurück