Nikolausgedichte

Holler, boller Rumpelsack,
Niklaus trägt sie Huckepack,
Weihnachtsnüsse, gelb und braun,
runzlig, punzlig anzuschaun!

Knackt die Schale, springt der Kern;
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

Sankt Nikolaus,der gute Mann,
er zieht den besten Rock sich an
und reit' damit nach Amsterdam,
von Amsterdam nach Spanien,
holt Äpfel aus Oranien.

Er gibt den kleinen Kindern was,
die Grossen lässt er laufen,
die sollen sich selber kaufen.

Ach, du lieber Nikolaus,
komm ganz schnell in unser Haus.
Hab' so viel an dich gedacht!
Hast du mir was mitgebracht?
Nikolaus, sei unser Gast,
wenn du was im Sacke hast.
Hast du was, so setz dich nieder!
Hast du nichts, so pack dich wieder!

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.

Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du mußt dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus!

Wer kommt dort aus dem Wald heraus?
Der Nikolaus, der Nikolaus!
Wie sieht er aus, der Nikolaus?
Trägt einen warmen, roten Rock,
hat einen langen, dicken Stock
und auf dem Rücken huckepack,
den grossen, vollen, schweren Sack.

Nikolaus, du lieber Mann,
klopf an unsre Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön,
lass die Rute draussen stehn.

Das Eselein vom Nikolaus
darf nun im Stalle stehn.
Der Nikolaus fährt Auto,
ich hab es selbst gesehn

 

Du glaubst vielleicht, ich fürchte mich
und würd' vor Angst gleich beben?
Nein, Nikolaus, so ist das nicht,
das wirst du nie erleben.

Ich war nicht frech, doch auch nicht brav,
ich stand so in der Mitten,
drum will ich nun umkeine Straf',
auch nicht um Gnade bitten.

Ich denke, du verstehst mich schon,
ich steh' so in der Mitten
und bin als netter, lieber Sohn
bei allen wohlgelitten.
Bimmelt was die Straße lang,
kling und klang und kling und klang.

Hält ein Schlitten vor dem Tor
und ein Schimmel schnauft davor.
Aus dem Schlitten vor dem Haus
steigt der Nikolaus heraus.

Durch den Schnee stapft er daher.
Oh,wie ist sein Sack so schwer.
Braven Kindern in dem Haus
leert er seinen Sack wohl aus.

Kling und klang und kling und klang,
weiter geht's die Straße lang

Nikolaus, Nikolaus huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus.
Äpfel, Nuss und Mandelkern
essen alle Kinder gern.
Nikolaus, komm in unser Haus,
leer deine große Tasche aus,
stell‘ deinen Schimmel untern Tisch,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frisst er nicht?
Zuckerbrezel kriegt er nicht.  
Lieber, guter Weihnachtsmann,
schau mich nicht so böse an,
stecke deine Rute ein,
ich will auch immer artig sein.  
Was stehst du draussen vor der Tür?
Komm doch zu uns herein!
Es sind ja artige Kinder hier,
die sich schon lange freun
Komm herein, sei unser Gast.
Bring uns alles, was du hast.
Vor langen, langen Jahren
in einem fernen Land
lebt‘ einst ein heiliger Bischof,
Sankt Nikolaus genannt.
Er war geliebt von groß und klein,
denn alle wollte er erfreuen,
und noch vom Himmel steigt er nieder,
beschenkt die guten Kinder wieder
Ihr Kinder, stellt die Schuh hinaus,
denn heute kommt der Nikolaus;
und wart ihr immer gut und brav,
dann lohnt’s euch Nikolaus im Schlaf.
Er bringt euch Äpfel, Feigen, Nüsse‘
und gutes Backwerk, zuckersüß;
Doch für das böse, schlimme Kind
legt er die Rute hin geschwind.  
Guter Nikolaus,
komm in unser Haus
triffst ein Kindlein an,
das ein Sprüchlein kann
und schön folgen will!
Halte still,
schütt dein Säcklein aus,
guter Nikolaus!
Niklaus, Niklaus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schütte deine Sachen aus,
Gute Kinder sind im Haus.