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Geschrieben von ibag am 13.12.2005, 11:32 Uhrzurück

Tookie Williams......

Hinrichtung in Kalifornien ++ Proteste vor dem Gefängnis
Tookie Williams: Sein
Sterben dauerte 35 Minuten

Es war ein langer Todeskampf für Tookie Williams. 35 Minuten dauerte es, bis das Gift in seinem Körper wirkte.
Stanley Tookie Williams (51) starb um 9.36 Uhr (MEZ) im Gefängnis von San Quentin. Er wurde durch eine Giftspritze hingerichtet. Das bestätigte eine Sprecherin der Gefängnisverwaltung im Bundesstaat Kalifornien.



Eine Zeugin berichtete von der Hinrichtung: „Der beeindruckendste Moment war drei Minuten, bevor der Todesbefehl ausgesprochen wurde. Tookie streckte noch einmal seine Faust in die Luft. Es hörte sich an, als ob er noch einmal 'Tookie' gesagt hätte. Aber es war sehr leise.“

Dann wurde der Todesbefehl vollstreckt. Die Nadeln wurden in die Arme von Williams eingeführt. Die Zeugin: „ Das dauerte alles sehr lange. Man sah ihm die Schmerzen im Gesicht deutlich an. Dann rief jemand 'Der Staat von Kalifornien hat einen unschuldigen Mann getötet', sonst war es sehr still.“

Dann begann der Todeskampf von Tookie Williams. Die Zeugin weiter: „ Er hob seinen Kopf noch einmal und blickte in die Gesichter der Anwesenden. Seine Rechtsanwälte saßen regungslos da und beteten für ihn.“

Nach 35 Minuten wurde dann der Tod von Tookie Williams festgestellt.

Vor dem Gefängnis demonstrierten währenddessen tausende von Williams' Anhängern. Bis zur Verkündung seines Todes war dort nur ein Trommeln zu hören. Dann wurde es ganz still. Wie ein versagender Herzschlag, wurde auch das Trommeln gestoppt. Hunderte Kerzen wurden für „Tookie“ Williams angezündet.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und der Oberste US-Gerichtshof hatten es abgelehnt, die Hinrichtung von Williams zu stoppen oder aufzuschieben. Schwarzeneggers Begründung: Williams habe nicht bereut, und ohne Reue sei an Begnadigung nicht zu denken.

Die Nachricht über die Ablehnung seines Gnadengesuches von Gouverneur Schwarzenegger nahm Williams nur mit einem Lächeln zur Kenntnis.

Für Williams hatten sich auch mehrere Hollywood-Stars eingesetzt, 50 000 Menschen unterzeichneten eine Petition. Williams wurde 1981 schuldig gesprochen, einen Supermarktangestellten sowie zwei Motelbesitzer und deren Tochter erschossen zu haben. Er bestreitet bis heute die Morde.

Williams hatte in 24 Jahren Haft im Todestrakt Kinderbücher geschrieben und wurde für seinen Einsatz gegen Gewalt in den vergangenen Jahren fünf Mal für den Friedensnobelpreis und vier Mal für den Literaturnobelpreis nominiert.

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