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Patchwork-Familien Patchwork-Familien
Geschrieben von SilkeJulia am 17.01.2013, 9:42 Uhr.

Zwei Welten treffen aufeinander - mein Freund und mein Sohn :-(

Hallo,

ich hoffe, dass ich hier Anregungen bekomme und evtl. jemanden finde, der ein ähnliches Problem hat?

Wir haben eine tiefergehende Problematik in unserer Patchworkfamilie.
Mein Freund ist 43 und hatte vorher nie Kinder. Nun lebt er "plötzlich" (seit ca.1 Jahr) mit einem 9jährigen zusammen, der motorische und soziale Defizite hat. Das heisst, mein Sohn ist ungeschickt (zwei linke Hände), baucht lange, um zu verstehen und es fällt ihm schwer, sich an Regeln zu halten, Interesse an seinen Mitmenschen zu zeigen, nicht nur egozentrisch zu denken/handeln etc... In vieler Hinsicht zeigt er eine ADS-Symptomatik, er war auch schonmal in Therapie deswegen.
Es wird besser, aber nur langsam.

Nun fällt es meinem Freund, der in vielen Dingen sehr kategorisch denkt und zudem Dinge sehr schnell erledigen kann (zB auch viel schneller als ich) unglaublich schwer, adäquat auf meinen Sohn zu reagieren.
Sprich: Er ist schnell genervt, weil mein Sohn so lange braucht, um etwas zu verstehen und noch länger, um es auszuführen.
Dann wird er meistens ungeduldig und macht ironische oder sarkastische Bemerkungen, die mein Sohn nicht versteht, die ihn aber treffen.

Das Ganze führt langsam dazu, dass mein Sohn immer mehr das Gefühl bekommt, alles falsch zu machen bzw selber falsch zu sein.
Ich habe ihn gestern gefragt: "Kannst du dir vorstellen, dass der XY und du mal Freunde werdet?"
Und mein Sohn antwortete: "Ja, wenn ich mich bessere."
Das fand ich ganz schön heftig!

Ohne Frage ist mein Sohn kein "Anfängerkind" und die Dinge, die mein Freund bemängelt sind auch alle richtig. Er verlangt nichts von meinem Sohn, was unmöglich ist oder nicht altersgerecht.
Ich glaube, es ist weniger das WAS als das WIE, was hier die Probleme bereitet.
Mein Freund sagt, dass er sich schon sehr zurücknimmt, was meinen Sohn betrifft und dass ich schließlich viel mehr Erfahrung hätte.
Das stimmt auch.

Wie kann ich meinem Freund helfen, dass er gelassener wird und auch mal wohlwollend über manches hinwegsieht, was einfach nicht so essentiell ist

zB eine übervolle Cornflakesschüssel beim Frühstück.
Wie kann er lernen, einfach eine Ansage zu machen ("Was Du Dir in die Schüssel füllst, isst Du auch auf.") und es damit abzuhaken statt zu sticheln ("Glaubst Du, dass Du das aufkriegst?" < - das hat er in dem betreffenden Fall gesagt) und sich viel zu lange darüber zu ärgern, dass das Kind nicht versteht, dass es endlich mal weniger nehmen soll, weil es dauernd eine halbvolle Schüssel stehen lässt?

Es sind solche Dinge und ich merke, dass mein Freund irgendwie nicht aus seiner Haut kann.
Das tut mir so leid für beide. Denn beide wollen eigentlich miteinander auskommen. Mein Sohn bemüht sich, so gut er kann und trotzdem erfüllt er scheinbar nie ganz die Erwartungen meines Freundes.
Und mein Freund möchte meinem Sohn beibringen, wie er sich besser in der Welt zurechtfindet und nicht so viel aneckt (denn das tut ein Kind mit sozialen Defiziten ständig) und beisst sich die Zähne daran aus.
Mein Sohn sieht, dass mein Freund es gut meint ("Er will mir das halt zeigen, was ich falsch mache, damit ich es besser machen kann.") und mein Freund sieht, dass mein Sohn sich bemüht ("Er gibt sich ja Mühe, aber er steht sich selbst dauernd im Weg.") - aber sie finden einfach keinen guten Umgang miteinander.
Sie finden keine liebevolle Basis.

Es ist im Grunde so weit, dass ich sagen muss: Wenn ich weiterhin sehe, dass es nicht funktioniert, dass ständig Streit und Tränen im Haus sind, dann muss ich meine Kinder einpacken und gehen.

Aber das will ich nicht, denn ich liebe meinen Freund. Und wir haben noch ein gemeinsames Kind.
Oder brauchen wir einfach nur mehr Zeit?

Danke fürs Zulesen....

Silke

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