Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, ich habe nochmal eine Frage. Mein Sohn,in ein paar Tagen vier, ist total ungezogen. Er hat eigentlich noch nie gehört, was man ihm gesagt hat! Und ich bin mir 100% sicher, daß wir ihm konsequente Grenzen setzen- nicht zu streng und nicht zu lasch. Ich habe ja auch bald alle bekannten Bücher darüber durch, und stelle mich auch der Kritik und Anregeung unsere Freunde... Meine Tochter, 20 mon., ist übrigens ganz anders- kein "Engelchen", aber sie respektiert auch mal eine Grenze. Ihr Bruder, der schon vor ihrer Geburt so war, respektiert nichts. Er macht was er will, hört auch im Kiga nicht auf die Erzieherinnen. Und das schlimmste, er hat kein bißchen "Schuldbewußtsein". Wenn man mit ihm über die Sachen redet (und dazu ist mit vier allemal klug genug...) dreht und windet er sich. Das neueste ist, daß er dann behauptet, er wäre es nicht gewesen, sondern eine Katze oder ein Hund etc. Wenn ich ihn eine Auszeit in seinem Zimmer machen lasse, weil er im Wozi unmögliches Zeug angestellt hat oder seine Schwester geschlagen hat, dann sitzt er die völlig gleichgültig ab. Egal wie lang sie ist. Er feixt auch noch in seinem Zimmer rum und "verarscht" uns. (Sorry..., so rede ich normalerweise nicht..) Wenn er wieder raus darf macht er sofort weiter. Wenn man ihm etwas wegnehmen muß, weil er es kaputt macht ist es ihm egal. Das einzige, was ihn beeindruckt sind körperliche Strafen. Dann heult er wenigstens mal betroffen. Ja, das passiert mir auch... Ich finde es zwar total mies von mir, wenn ich ihm eins auf den Po verpasse, aber es passiert mir, wenn er mich nur provoziert. Er tut das nämlich schon eine halbe Ewigkweit und wir Eltern sind (leider) auch nur Menschen. Von sämtlichen "tollen" Beratungsstellen habe ich nur um-den-heißen-Brei-Gerede gehört. Keiner konnte uns sagen, was eigentlich los ist. Haben Sie vielleicht eine Idee, warum unser Kind so überhaupt nicht hört? Und ist es normal, daß er behauptet, ein Hund ist es gewesen? Und daß er sagt:"Ich tue was ich will, niemand hat mir was zu sagen." Alle sozialen Regeln, Grenzen und auch Strafen sind ihm absolut egal! In wenigen Tagen soll ich mit ihm seinen Geburtstag feiern, und ich könnte heulen, aber ich habe garkeine Lust für diesen Jungen eine Feier zu machen, weil er uns so mies ärgert. (Aber seine Freunde sind schon eingeladen....) Vielen Dank für eine Antwort, eine verzweifelte Bonnie
Christiane Schuster
Hallo Bonnie Der Beschreibung Ihres Sohnes nach handelt er so "frech", weil er sich selbst sehr unsicher fühlt und eigentlich Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe braucht, aber nicht weiß, wie er Das erreichen kann. Erhält er dann spontan mal einen Klaps auf den Po, wird er sich erschrecken ohne zu wissen, was er denn falsch gemacht hat. In seiner Angst, wieder -in seinen Augen grundlos- ausgeschimpft zu werden, flüchtet er in eine Phantasie-Welt, in der dann ein Hund, Katze, Maus entsprechend gehandelt hat.- Da er in solchen Situationen eigentlich Ihre Hilfe braucht, sollten Sie ihn nicht zum Nachdenken in sein Zimmer schicken sondern mal versuchen, sich ihm ruhig zuzuwenden, ihn evtl. in den Arm nehmen und mit ihm über sein Handeln sprechen. Allerdings muß dieses Gespräch, bzw. diese Zuwendung unmittelbar nach dem Geschehen erfolgen, da er in seinen Augen ja nichts Schlimmes getan hat und deshalb den Vorfall sicherlich auch sehr schnell vergessen hat. Wie hat denn Ihr Kinderarzt reagiert, als Sie ihm Ihre Beobachtungen schilderten? Meiner Ansicht nach benötigt Ihr Sohn therapeutische Hilfe um zu sich selbst zu finden. Informieren Sie sich doch vorab schon mal über eine neue therapeutische Hilfe, die sich "sunflowertherapie" nennt. Sie finden Informationen im Internet unter: www.sunflowertherapie.com Viel Verständnis und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Hallo, der Beschreibung nach könnte es sich auch um meinen Sohn handeln. Allerdings ist der mittlerweile 7 Jahre.Er hat ständig etwas angestellt und ist immer unterwegs.Bloss nicht still sitzen und still sein.Der Arzt hatte uns "Ritalin"empfohlen. Haben wir aber abgelehnt. Ich kann daher nachvollziehen, wie es ihnen geht.
Mitglied inaktiv
Hallo Bonnie, eigentlich zeigt dir dein Sohn ganz genau, was er braucht, um Grenzen erkennen und anerkennen zu können:KÖRPERKONTAKT!!! Der sollte zwar nicht so aussehen, daß er bei jeder Grenzüberschreitung Haue bekommt- aber die Grenze muß für ihn körperlich spürbar sein.Nicht reden, sondern handeln(auch da steckt wieder das Körperliche mit drin: HANDeln!)Du mußt spürbar bleiben- wenn er im Zimmer ist, kann er dich, und du ihn, nicht spüren- er ist HANDlungsunfähig, kann die Grenzen auch nicht einHALTEN. Also das nächste mal , wenn er Grenzen überschreitet, HANDELT und HALTET es miteinander aus, im Körperkontakt, nur so kann er sich auch mit seinen negativen Gefühlen angenommen FÜHLEN! Kinder in diesem Alter leben einfach noch viel über ihren Körper , auch wenn sie schon schlau sind und sprachlich verblüffen, sie sind eben noch dabei, die Welt zu beGREIFEN Vielleicht ein paar Gedanken wert? Alles Liebe, Marion
Mitglied inaktiv
Hallo Bonnie, wenn Du schon soooo viel gelesen hast, versuch es doch auch mal damit: "Smart Love" Das Buch bietet interessante Denkansätze, die Euch vielleicht weiterhelfen können. Ich versuche mal kurz zusammenzufassen: Die Autoren gehen davon aus, dass die Kinder denken, dass der Zustand, in dem es sich befindet, der von den Eltern erwünschte ist, weil sie sie über alles lieben. Wenn das Kind nun innerlich unzufrieden ist, sieht das Kind den Zustand als erstrebenswert an und versucht, ihn zu erhalten. Les das Buch ruhig mal. Die Situation zwischen Dir und Deinem Sohn scheint ja ziemlich verfahren zu sein und ich habe den Eindruck, dass bei Dir ihm gegenüber die negativen Gefühle überwiegen. Versuch mal ihm positiver gegenüber aufzutreten und wende Dich ihm nach einem "Fehlverhalten" liebevoll zu statt ihn zu bestrafen. LG und alles Gute Anda
Mitglied inaktiv
siehe Betreff
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