yoshiko
Hallo! Ich hatte Ihnen letzte Woche über das extreme Fremdeln unseres 1- jährigen Sohnes geschrieben. Vielen Dank für Ihre Antwort. Soweit ich dieser entnommen habe, ist es wichtig, sein Vertrauen zu stärken und Stressoren wie Besuch zu vermeiden. Wir versuchen sehr ihm das alles zu geben, doch so 1-2 Mal im Monat ist es leider nicht zu vermeiden, dass uns jemand besuchen möchte. Wir haben es bisher so gemacht, dass wir ihn konsequent auf dem Arm lassen und bei seinem (grundsätzlich einsetzenden) Weinen, den Besuch entweder abgebrochen haben oder sein Vater oder ich mit ihm in ein anderes Zimmer gegangen sind. Aber zu diesem Zeitpunkt war er natürlich immer schon in Stress geraten. Ich mache mir grosse Sorgen, dass er dadurch schon Schaden genommen hat. Theoretisch müssten wir ja über Monate jeden sozialen Kontakt vermeiden. Wie sollen wir uns da verhalten? Wir möchten ihm auf keinen Fall schaden! Vielen Dank für Ihre Mühe!
Hallo, (pardon, habe zuerst die falsche Seite beanwortet). Nein, so ist der Schutz des Säuglings vor Kontakt mit Fremden nicht zu verstehen. Es kann nicht sein, dass eine Familie sich dadurch sozial isoliert. Das habe ich auch noch nie erlebt. Auch stark fremdelnde Säuglinge haben prinzipiell ein Interesse an Menschen. D.h. eine Soziophobie bei einem Säugling gibt es nicht. Solange Sie Ihren Sohn also sicher auf dem Arm behalten und solange Sie ihm gewähren, dass er sich abwenden kann und nicht unbedingt Blickkontakt mit dem Fremden aufnehmen muss, fühlt er sich sicher, und es geschieht ihm nichts. Da macht auch ein paar Mal weinen nichts. Aber durch besonders viele Kontakte und durch Herumreichen durch viele Arme könnten Sie ihm tatsächlich Schaden zufügen. Viele Grüße
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