Frage im Expertenforum Milch & FlÀschchen an Doris Plath:

Essverhalten 1 Jahr alt

Frage: Essverhalten 1 Jahr alt

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Hallo, meine Tochter ist im August 1 Jahr alt geworden. Sie galt vorher immer als gute Esserin! Anfang August haben wir MMRW-geimpft. Seit dem isst sie nur noch bei Bedarf (also nicht mehr so wie vorher). Ob das mit der Impfung zusammenhĂ€ngt wurde vom KiA ausgeschlossen. Also es war eigentlich kein Drama ihr mal Brei zu geben, aber seit dem geht gar nichts mehr. Ich habe den Brei schon in "unsere"Teller/SchĂŒsseln gegeben. Bin weg von babylöffel. Nichts mehr Wenn sie was isst, dann sind die Portionen so klein, dass ich ihr abends dann noch ab und zu eine Flasche gebe, die auch weggeputzt wird. Ich setze ihr nur noch Familienkost vor, aber auch da halten sich die GelĂŒste sehr in Grenzen. Manchmal isst sie auch gar nichts und sie kriegt dann aber auch nichts. Was aber immer geht ist Obst in allen Variationen. Bei GemĂŒse geht aktuell nur Gurke. Ganz ehrlich, der KiA meinte, solange es ihr gut geht sei nichts zu befĂŒrchten und das zeigt sich bei meinem Kind. Sie ist ja noch normal und magert nicht (was mich echt wundert!) Aber trotzdem vermisse ich meine Esserin (irgendwie). Ich mach mir trotzdem meine Gedanken. Ist doch komisch oder? Morgens nach dem Aufwachen gibts auch noch Flasche. Was meint ihr?


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Liebe „Ma18Ma20“, meiner Erfahrung nach ist das, was Sie schildern, eine ganz ĂŒbliche Entwicklungsphase bei Kleinkindern. Das kann sich von heute auf morgen ganz schnell wieder Ă€ndern. Diese „ich-ess-jetzt-mal nix“ oder „ich-ess-nur-was-mir-schmeckt“-Phasen kommen hĂ€ufiger vor als man denkt. Bieten Sie einfach weiterhin von einem ausgewogenen und abwechslungsreichen Essen immer ausreichend an und lassen Sie Ihr MĂ€dchen selbst entscheiden, wie viel es essen mag. Beherzigen Sie am besten den goldenen Grundsatz: Sie als Eltern bestimmen das Speisenangebot, also das was auf den Tisch kommt, und Ihre Kleine bestimmt die Mengen, die sie essen mag. Am liebsten „hĂ€tten“ es Eltern, dass die Kleinen regelmĂ€ĂŸig und abwechslungsreich essen, am besten noch Mengen wie kleine Schwerstarbeiter. Das Essverhalten der Kleinkinder ist jedoch nur in den wenigsten FĂ€llen so, wie es „sein sollte“. Kinder in diesem Alter haben ihren eigenen Kopf und entwickeln spezielle Vorlieben. Die Kinder werden wĂ€hlerischer, haben keine Zeit zum Essen und schaffen oftmals nur Spatzenportionen. Und Neues probieren wollen sie auch nicht (mehr). WĂ€hrend dieser Phase werden Kinder sich auch mehr darĂŒber bewusst wie ein Speisenteller auszusehen hat, sie weigern sich, wenn das Essen nicht "richtig" aussieht oder der Teller bzw. das Brettchen nicht richtig platziert sind usw. Und natĂŒrlich werden auch Lebensmittel entdeckt die besonders gut schmecken und ankommen. Aber ich weiß aus Erfahrung, das wird besser werden. Irgendwann platzt wieder der Knoten - die Speisenauswahl wird umfangreicher werden. Bis dahin ist Ihr MĂ€dchen eben mit weniger zufrieden. Wobei das meist unterm Strich gar nicht „so wenig“ ist. Ihr Kleine ist auch weiter gut versorgt. Sie sehen selbst, sie gedeiht „normal“ und ist nicht mager. Solche Phasen hat die Natur schon mit eingeplant. Am besten ist es wohl, wenn man keine allzu „große Sache“ daraus macht. Sonst lernt Ihr MĂ€del weiter nur, dass es mit seiner Verhaltensweise viel Aufmerksamkeit bekommt. Und das gefĂ€llt den Kleinen besonders: Mama tut alles, damit ich mehr und gesund esse. „Das ist so toll, dass sie sich mir so intensiv zuwendet.“ Ein paar lieb gemeinte, allgemeine Anregungen meinerseits: Fragen Sie nicht Ihre Tochter, was sie haben will. Versuchen Sie nicht angestrengt Mahlzeiten zu „finden“, die ihr schmecken könnten. Das ist ĂŒberhaupt nicht angebracht und notwendig. Nein, Sie als Eltern geben vor was es zu essen gibt. Es kann eine gewisse Auswahl geben, bei der Ihre Tochter wĂ€hlen kann. Ist nichts dabei, gibt es auch ansonsten nichts. Wenn die Kleine wenig oder gar nichts isst, bekommt sie nichts Beliebteres, sondern bis zur nĂ€chsten Mahlzeit nichts. Das ist nicht so schlimm. Also ruhig ab und zu mal den Hunger zum Gehilfen machen. Nicht zu schnell mit der bequemen Milch einlenken. Auch wenn es zunĂ€chst schwer fĂ€llt. Ich weiß, es ist nicht so leicht, aber versuchen Sie es aus: Bieten Sie Ihrem MĂ€dchen eine Auswahl an Speisen an, die Portion auf ihrem Teller dabei eher klein halten. Und dann lassen Sie sie einfach mal in Ruhe. Schauen Sie nicht auf ihren Teller hin, maßregeln Sie sie nicht dauernd, motivieren Sie sie nicht, interessieren Sie sich nicht fĂŒr ihr Essverhalten. Sie möchten doch auch nicht, dass Ihr Essen dauernd kommentiert wird, oder? Essen Sie und die Familie selbst mit Genuss, unterhalten Sie sich am Tisch ĂŒber angenehme Dinge. Leben Sie Ihrer Kleinen als Vorbild abwechslungsreiches Essen vor. Zeigen Sie ihr wie viel Freude das Essen macht, und dass es so viele schmackhafte Gerichte gibt. Versuchen Sie die Mahlzeiten auf drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten zu begrenzen. Ziehen Sie Mahlzeiten nicht in die LĂ€nge. Nach etwa 30 Minuten sollte das Essen beendet sein, egal ob aufgegessen oder nicht. Dann ist wieder Spielzeit etc. Eine angenehme AtmosphĂ€re, kein Zeitdruck, ein hĂŒbsch gedeckter Tisch sind einladend und regen den Appetit an. Meine besten Tipps sind: * „Machen“ Sie nicht so viel und lassen Sie das Essen nicht zu sehr in den Mittelpunkt rĂŒcken. In manchen Familien dreht sich oft alles nur noch um die Mahlzeiten. Und die laufen dann entsprechend „unentspannt“ und im immer gleichen Muster ab. * Versteifen Sie sich nicht so sehr auf die Mahlzeiten, freuen Sie sich mehr darĂŒber, dass es Ihre Tochter gibt und es Ihrem MĂ€dchen gut geht! Herzlicher Gruß und einfach jeden Tag viel Freude mir Ihrer Kleinen wĂŒnscht Doris Plath


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